In einer fast anderthalbstündigen Online-Veranstaltung versuchten Verantwortliche der TGI AG, ihre Anleger nach dem Einschreiten der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) zu beruhigen. Dabei wurden zahlreiche Aussagen getroffen, die bei genauer Betrachtung erhebliche Warnsignale für Anleger darstellen.
Der Vortrag vermittelte zwar Zuversicht und sprach immer wieder von „positiven Lösungen“, „starken Produkten“ und einer „goldenen Zukunft“. Doch zwischen den Zeilen offenbaren sich zentrale Risiken, die jeder Anleger verstehen sollte — insbesondere Menschen ohne juristische oder finanzielle Vorkenntnisse.
1. Das Grundproblem: Die Behörden sehen möglicherweise ein verbotenes Einlagengeschäft
Der wichtigste Punkt wurde gleich zu Beginn genannt:
Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein hat mehrere Produkte der TGI AG untersagt. Konkret geht es laut Geschäftsführung um Produkte wie:
- „Customer Basic“
- „Sales Premium“
- „Sofortrabatt“
Die Behörde wirft TGI vor, damit ein sogenanntes „Einlagengeschäft“ zu betreiben.
Das ist hochproblematisch.
Denn Einlagengeschäfte dürfen in Europa grundsätzlich nur Banken mit entsprechender Lizenz durchführen.
TGI behauptet dagegen:
Man verkaufe lediglich Gold.
Die FMA sieht offenbar etwas anderes:
Kunden zahlen Geld ein, warten lange Zeit auf die Lieferung und erhalten währenddessen regelmäßige „Rabatte“ oder Bonuszahlungen. Genau solche Konstruktionen können aus Sicht von Behörden wie klassische Finanzprodukte wirken.
Das zentrale Risiko:
Sollte sich die Sichtweise der Behörde durchsetzen, könnten weitere Verbote, Verfahren oder Einschränkungen folgen.
2. Rückzahlung des Geldes könnte Jahre dauern
Besonders brisant war eine Aussage des Geschäftsführers:
Wer sein Geld zurückhaben möchte („Rückabwicklung“), müsse möglicherweise:
- 3 bis 4 Monate auf die Bearbeitung warten
- und danach eine Rückzahlung über 24 bis 36 Monate akzeptieren.
Das bedeutet übersetzt:
Anleger könnten im schlimmsten Fall jahrelang auf ihr Geld warten.
Das ist eines der größten Warnsignale überhaupt.
Denn bei klassischen Goldhändlern kaufen Kunden normalerweise Gold und bekommen es zeitnah geliefert. Hier dagegen scheint das Geschäftsmodell stark auf langfristigen Zahlungsströmen und laufenden Verpflichtungen zu beruhen.
3. Kündigungsrechte werden gestrichen
Ein weiterer kritischer Punkt:
TGI erklärte offen, dass neue Vertragsvarianten keine Kündigungsmöglichkeiten mehr enthalten werden.
Die ursprünglichen Produkte erlaubten es Kunden teilweise, Verträge vorzeitig zu kündigen.
Genau das habe laut TGI die Behörde kritisiert.
Die neue Lösung lautet daher:
- alte Verträge auflösen
- neue Verträge abschließen
- aber ohne Kündigungsrecht
Für Anleger bedeutet das:
Sie binden ihr Geld noch stärker und verlieren Flexibilität.
Wer plötzlich Geld benötigt, könnte große Probleme bekommen.
4. Die Auszahlung von „Rabatten“ hängt vom Mitmachen ab
Mehrfach wurde erklärt:
Rabatte und Empfehlungsboni würden nur weiterlaufen, wenn Kunden den neuen Verträgen zustimmen.
Das ist heikel.
Denn dadurch entsteht psychologischer Druck:
Wer nicht zustimmt, riskiert Nachteile oder Verzögerungen.
Viele Anleger könnten deshalb aus Angst unterschreiben — ohne die rechtlichen Folgen wirklich zu verstehen.
5. Hohe Abhängigkeit von ständig neuen Produkten
Im Webinar wurde ständig betont:
- nächste Woche komme ein „noch besseres Produkt“
- neue Modelle würden alles übertreffen
- man werde „stärker zurückkommen“
Das kann problematisch sein.
Denn stabile Geschäftsmodelle müssen nicht ständig durch neue Konstruktionen ersetzt werden, um weiterzufunktionieren.
Wenn ein Unternehmen laufend neue Modelle benötigt, um alte Probleme zu lösen, entsteht die Frage:
Wie tragfähig ist das eigentliche System?
6. Emotionalisierung statt nüchterner Aufklärung
Auffällig war auch die Wortwahl:
- „Die Medien wollen uns zerstören“
- „Die Anwälte wollen Geld verdienen“
- „Wir kommen stärker zurück“
- „Die Bombe für Deutschland“
- „Die TGI ist sicherer als alles andere“
Solche Aussagen dienen oft dazu:
- Vertrauen emotional aufrechtzuerhalten
- Kritik als Angriff darzustellen
- Anleger zu beruhigen
Problematisch wird das, wenn emotionale Loyalität wichtiger wird als sachliche Risikoaufklärung.
Gerade bei Finanzprodukten sollten nüchterne Fakten wichtiger sein als Begeisterung oder Gruppendynamik.
7. Fehlende Transparenz über die wirtschaftliche Lage
Im gesamten Webinar fehlten konkrete Angaben zu:
- tatsächlichen Goldbeständen
- Liquiditätsreserven
- Unternehmenszahlen
- geprüften Bilanzen
- Rückstellungen für Rückzahlungen
Stattdessen wurde oft allgemein von:
- „großen Projekten“
- „Minen“
- „Investmentbanken“
- „internationalen Expansionen“
gesprochen.
Das ersetzt jedoch keine transparente Finanzoffenlegung.
Für Anleger ist entscheidend:
Kann das Unternehmen seine Verpflichtungen langfristig wirklich erfüllen?
Darauf liefert das Webinar keine klaren Zahlen.
8. Besonders gefährlich: Empfehlungen und Bonuszahlungen
Ein zentraler Bestandteil scheint das Empfehlungssystem zu sein:
Kunden erhalten Boni für neue Teilnehmer.
Solche Modelle sind rechtlich besonders sensibel.
Denn sobald ein System stark davon abhängt, dass ständig neue Kunden hinzukommen, prüfen Behörden sehr genau:
- Ist das noch ein normaler Vertrieb?
- Oder entsteht eine problematische Struktur?
Das bedeutet nicht automatisch Illegalität —
aber ein erhebliches regulatorisches Risiko.
9. Gold allein bedeutet nicht automatisch Sicherheit
Immer wieder wurde betont:
„Es handelt sich um physisches Gold.“
Das klingt zunächst beruhigend.
Doch entscheidend ist:
- Wo liegt das Gold?
- Wem gehört es rechtlich?
- Ist es tatsächlich vollständig vorhanden?
- Wie schnell kann geliefert werden?
- Was passiert bei Zahlungsproblemen?
Allein der Hinweis auf Gold garantiert keine Sicherheit.
Fazit: Warum Anleger vorsichtig sein sollten
Die Veranstaltung zeigt vor allem eines:
Das Geschäftsmodell steht massiv unter regulatorischem Druck.
Besonders kritisch sind:
- behördliche Verbote
- lange Rückzahlungsfristen
- Wegfall von Kündigungsrechten
- starke Abhängigkeit von neuen Produkten
- emotionale Verkaufsrhetorik
- fehlende Transparenz über Finanzen
Für Anleger bedeutet das:
Wer investiert oder bereits investiert ist, sollte die Situation sehr sorgfältig prüfen und sich nicht allein von Versprechungen oder emotionalen Aussagen leiten lassen.
Gerade bei komplexen Finanz- oder Goldmodellen gilt:
Wenn Renditen, Rabatte und Bonussysteme zu gut klingen, sollte man besonders genau hinschauen.
Anmerkung der Redaktion
Wichtig ist zudem:
Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich nicht unabhängig überprüfen, welche Aussagen der Verantwortlichen tatsächlich zutreffen.
Das betrifft insbesondere:
- die Darstellung der Verfügung der FMA Liechtenstein,
- angebliche Gespräche mit der deutschen Finanzaufsicht BaFin,
- sowie die angekündigten „neuen Produkte“.
Die Aussagen stammen ausschließlich von den Verantwortlichen selbst. Ob diese Darstellungen vollständig korrekt sind, lässt sich derzeit von außen nicht verifizieren.
Besonders kritisch erscheint dabei der wiederholte Hinweis, man stehe in engem Austausch mit der BaFin über neue Modelle und Produkte. Denn grundsätzlich entscheidet die BaFin nicht einfach informell über die „Freigabe“ eines Produktes.
Vielmehr gelten klare gesetzliche Vorgaben.
Wenn ein Produkt als Vermögensanlage, Investmentprodukt oder erlaubnispflichtiges Finanzgeschäft eingestuft wird, verweist die BaFin in der Regel auf:
- gesetzliche Zulassungspflichten,
- Prospektpflichten,
- Transparenzanforderungen,
- sowie aufsichtsrechtliche Genehmigungen.
Das bedeutet:
Selbst wenn Gespräche stattfinden sollten, ersetzt das keine rechtliche Zulassung.
Ein möglicher Verkaufsprospekt müsste — je nach Konstruktion — zunächst erstellt und anschließend von der BaFin gebilligt beziehungsweise gestattet werden. Ob dies überhaupt möglich wäre, ist derzeit völlig offen.
Deshalb sollten Anleger bei Aussagen wie:
- „alles ist abgesprochen“,
- „die BaFin arbeitet mit uns“,
- oder „das neue Modell kommt nächste Woche“
äußerst vorsichtig sein.
Nach eigenen Angaben wurde das zugespielte Video inzwischen sowohl an die FMA Liechtenstein als auch an die BaFin übermittelt. Es ist davon auszugehen, dass die Behörden die darin enthaltenen Aussagen und Ankündigungen sorgfältig prüfen werden.
Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass Bogen von Sanierung gesprochen hat!!! darüber wolle er mit der FMA reden …
Was ich noch gàr nicht recherchiert habe ist, ob in Liechtenstein, für Unternehmen generell Steuerfreiheit gilt. Wenn nicht müsste die TGI nicht schon längst Steuererklärungen abgegeben haben? Bekommt da der Gedanke einer „Sanierung“ irgendwie Sinn?
Naja, wenn das liechtensteiner Recht so wäre wie in Österreich, wäre die Abgabefrist für Steuererklärungen 2024 erst am 30. Juni 2026 (wenn sie steuerlich vertreten sind, wovon ich mal ausgehe) – aber man kann das auch mit entsprechenden Ausreden ein paarmal verlängern.
Aber wenn die eh weiterhin negatives Eigenkapital haben, brauchen sie ja ohnehin keine KöSt zu zahlen.
Die Bilanz 2024 wäre bis zum 31.12.2025 einzureichen gewesen. Die TGI ist dem trotz mittlerweile erfolgter Aufforderung nicht nachgekommen. Ausrede: Aufsichten und finanzierende Banken
Aber nicht Gericht und Finanzamt gleichsetzen. Die Gerichtsfristen sind meistens kürzer, und die Gerichte sind auch nicht so großzügig mit der Bewilligung von Verlängerungen aufgrund von Ausreden.
Immer unter der Voraussetzung, dass es in Liechtenstein analog so ist wie in Österreich.
Der Benko hat’s ja auch drauf ankommen lassen und lieber die Zwangsstrafen gezahlt als die Bilanzen zu veröffentlichen.
Ich habe das so im „News“-Artikel gelesen. Demnach dürfte es sich um die Frist beim „Amt für Justiz“ zur Vorlage gehandelt haben. Das hat die Bilanz scheinbar auch bereits urgiert – mit den bekannten Äußerungen der TGI AG als Reaktion.
Ich kenne die liechtensteinischen Gesetze dazu nicht im Detail, aber die Recherche ergibt:
„Zuständig ist das Amt für Justiz / Handelsregister in Vaduz. Eine AG muss ihre GEPRÜFTE Jahresrechnung spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag offenlegen – bei Stichtag 31.12.2024 also bis zum 31.12.2025. Eine AG ist dabei unabhängig von ihrer Größe immer offenlegungs- und prüfungspflichtig, da gibt es keine Ausnahme. Das heißt, ein Wirtschaftsprüfer muss die Bilanz testieren.“
Einziger Haken für uns: Die Jahresabschlüsse privater liechtensteinischer Gesellschaften sind nicht frei öffentlich einsehbar.
Gibts das denn irgendwo zum Nachhören?
„Die Jahresabschlüsse privater liechtensteinischer Gesellschaften sind nicht frei öffentlich einsehbar.“
Ich frage mich, was dann der Sinn der Wirtschaftsprüfung ist, wenn die Gläubiger die Bilanz eh nicht zu sehen bekommen…..
Eigentlich ist das Ziel der Prüfer das in grosseren Unternehmen eben keine „Wirecard“ entsteht, weil der Schaden dann gewaltig ist.
Wie verzweifelt muss dieser Mark Allen Bogen sein, dass er sich darauf einlässt den Kopf für die TGI hinzuhalten?
Das habe ich mich auch schon gefragt, warum der Herr Bogen sich darauf einlässt.
Anmerkung der Redaktion. Ganz einfach, meinen Recherchen nach finanziert Herr Bogen seit Jahren daraus seinen Lebensstil, er muss also ein sehr großes Interesse haben das alles Aufrecht zu halten. Wie man hört im Oberen 5 stelligen Bereich jeden Monat- Er weiss doch genau, das er so oder so am Fliegenfänger hängt wenn TGI kracht.
Lebt Herr Bogen nicht in Salzburg?
https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/fma-warnt-vor-goldanbieter-tgi-art-653686
Laut Northdata lebt er in Salzburg, ja, aber spielt das eine Rolle?
Wenn Deine Nachbarn die dortige Tageszeitung aboniert haben, ja.
Hab’s nicht gehört, aber das Wort „Sanierung“ hat natürlich mehrere Bedeutungen.
Man kann auch für ungültig erklärte Verträge „sanieren“. Er meinte wahrscheinlich keine Sanierung im Sinne des Insolvenzrechts.
Aber, wie gesagt, weiß den Zusammenhang nicht, in dem er das gesagt hat.
Wenn er wirklich eine insolvenzrechtliche Sanierung gemeint hätte, dann sähe es aber düster aus.
Was Du nicht immer alles meinst, meinen zu müssen…..obwohl Du: „weiß den Zusammenhang nicht“. „König Konjunktiv“ schlägt wieder zu!
Ich stelle ja nur „in dubio pro TGI“ klar, dass Herr Bogen vielleicht eben KEINE Sanierung im insolvenzrechtlichen Sinne angekündigt hat, die der User „Kärnter“ anscheinend unterstellt.
Aber wissen Sie näheres?
Meiner Erinnerung nach war es gleich am Anfang, wor es um die FMA ging.
Da hat er ausgeführt, dass er sich bemühte bei der FMA einen Termin zu bekommen, um mit der über die Sanierungsmöglichkeiten zu sprechen.
Es mag ja sein, dass es mehrdeutig ist; aber für mich hat Sanierung zumindest ein finanzpolitisches Geschmäckle.
Ich habe es ebenfalls so verstanden, dass es um die „Sanierung“ der Produkte selbst geht – also darum, die Verträge so umzubauen, dass sie von der FMA nicht mehr beanstandet werden.
Elementar gestört hat mich aber die eingegrätschte Aussage, dass die Gelder bei einer beantragten Rückabwicklung in Raten über 24 bis 36 Monate erstattet werden sollen. Das widerspricht dem gesamten beworbenen Geschäftsmodell mit dem hinterlegten Gold fundamental.
Ich meine das birgt auch für die TGI ein Risiko: Was, wenn sich die Kunden, die rückabwickeln wollen, über einen Prozessfinanzierer zu einer Sammelklage zusammenschließen um Ihr Geld schneller zu bekommen?
Herr Bogen überspannt vielleicht den Bogen.
Insolvenzverschleppung ist für den GF eine heikle Angelegenheit.
Es gibt etliche “ Sanierungsprofis“ defacto Konkursabwickler ohne nennenswertes Vermögen…
Die Empfehlungsgeber der TGI unterscheiden sich in ihrer Impertinenz und Verzweiflung kaum noch von den jungen Menschen die versuchen einem an der Haustür Zeitschriften zu empfehlen.
Hallo Nicol, ja wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, vielleicht holt Dich dann der Teufel Lenke doch bitte nicht vom eigentlichen Thema ab. Legen doch Fakten zum Unternehmen Multiinvest auf den Tisch, aber bitet nicht wieder nur bullshit Sprüche, dann wird sich Thomas Bremer sicherlich um Multiinvest kümmern. Nur auf Zuruf eines Sektenmitglieds der TGI würde ich das auch nicht machen. Aber vielleicht kannst Du ja auch hier nicht liefern, denn das ist ja bei der TGI AG Tagesgeschäft.
Wenn jeder wüsste, wie MultiInvest/Wertsicherung aus meiner Sicht arbeitet, hätten viele vermutlich gar keine Zeit, sich mit der TGI AG zu beschäftigen.
Manchmal könnte man fast meinen, dass hier auch Personen mitmischen, die ein besonderes Interesse daran haben, die TGI AG schlecht darzustellen. Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck.
Trotzdem freut es mich, dass ihr euch so intensiv mit dem Thema beschäftigt und dafür eure wertvolle Zeit investiert.
Und was die Interessengemeinschaft betrifft: Auch dort gibt es aus meiner Sicht einige Punkte, die rechtlich geprüft werden sollten. Mein Anwalt wird sich demnächst damit befassen.
Zum Glück sieht Gott alles!
„Zum Glück sieht Gott alles!
Ausser Bilanzen, Prospekten und Belegen für Gold, Überweisungen und sonstigen Kapitalverkehr.
Gott sieht auch, wie die Bilanz aussehen würde, wenn man sie aufstellen würde.
Zumindest ist das meine Vorstellung von Ihm.
Aber müsste er dann nicht, die Verantwortlichen der TGI, vom Blitz erschlagen oder zumindest zu Salzsäulen erstarren lassen?
oder zum Gold schürfen in Untertageminen verbannen.
Liebe Nicole da bekommst Du wohl wenn es so weit ist, Ärger wegen des siebten und achten Gebotes.
Auch mindestens drei Todsünden könnten angesprochen werden.
Du glaubst an den theistischen Gott?
Vielleicht gibt es ja bald für Dich ein Aussteigerprogramm aus der TGI Sekte, obwohl bei deiner Gehirnwäsche musst du wohl eher direkt in ein Umerziehungslager. Du bist der Typ der nachher noch sagt, die TGI ASG war ehrlich Transparent, hatte einen Prospekt und alles korrekt nachgewiesen, nur die bösen Aufsichtsbehörden haben uns den Erfolg geneidet denn die arbeiten ja im Auftrag der Banken.
Bla bla bla. Hier seit ihr gut aufgehoben in der Selbsthilfegruppe. Ich Feier euch 🫡🤣.
Du sagst blablabla, ich antworte Belege, Belege, Belege
Also, wenn man den Behauptungen glaubt, das Gold sei bereits physisch vorhanden und zugänglich, dann müsste das für die TGI doch das Geschäft ihres Lebens sein, das jetzt, da sie es nicht liefern müssen, zum heutigen hohen Wert zu verkaufen und den damals bezahlten niedrigeren Preis rückzuzahlen.
Dass das angebich 24 bis 36 Monate dauern soll, ist ja – unter den gegebenen Behauptungen – absurd.
Natürlich klar, auf was die hinauswollen: Die Leute sollen im System bleiben. Wenn sie eh warten müssen und das Insolvenz-Damoklesschwert über ihnen schwebt, können sie ja auch gleich drauf spekulieren, am Ende das Gold zu bekommen, womit sie ja besser aussteigen würden und ggf. sogar schneller gehen würde.
Das Wasser steht der TGI offenbar bis zu den Nasenlöchern, wenn sie selbst zugeben, dass sie die Rückabwicklung finanziell nicht darstellen können.
@Thomas Bremer, danke für die Zusammenfassung. Müssen die Kunden für Ihre Rückabwicklung wirklich Ratenzahlungen akzeptieren? Stellt die FMA der TGI frei, das nach eigenem Erwägen festzulegen?
Interessant war die zusätzliche Anmerkung von Herrn Bogen: nämlich, dass die Rückabwicklungen nach drei bis vier Monaten – wenn feststeht, wer überhaupt rückabwickeln möchte – in RATEN ausbezahlt werden sollen (24-36 Monate).
Wenn ich nun Gold zum Wert von beispielsweise 2024 zurückkaufe, dabei die bereits erhaltenen Rabatte des Kunden abgezogen werden und das Gold ohnehin durchgehend vorgehalten werden musste – warum muss die Erstattung dann, beim mittlerweile etwa doppelten Goldpreis, in Raten erfolgen?
Die TGI oder der Partner müsste doch lediglich den (hoffentlich vorhandenen) Doré-Barren verkaufen und auszahlen, fertig. Sehr, sehr bemerkenswert.
Und nun gibt es schon wieder einen neuen Partner – diesmal im Untertagebau. Das ist bei etlichen Minen weltweit durchaus üblich. Oft startet man im Tagebau und geht später in den Untertagebau über. Die Frage, die bleibt, ist aber eine andere: Warum braucht es überhaupt schon wieder einen neuen Partner? Auch hier gilt – Dokumente müssen her vor allem zur Ertragskraft der Miene (JORC / NI 43-101) Erz g/t, dem Betreiber, Lizenzen, Schürfprot. und Real Live Ertragskraft (g/t)
Die Frage die Bleibt, wo ist das eingelagerte Gold der Kunden? Wieviele Kunden gibt es und welche Goldmengen müssen vorgehalten werden.
Bemerkenswert auch. Es waren nur rund 2.200 Kunden/Empfehlungsgeber beim Call anwesend!
Denn ganzen Aufwand, die unglaublich hohe Zeit die du verbringst mit deiner Recherche & Kommentaren grenzt irgendwie an Einsamkeit.
Motto: Nichts haben, nichts gönnen – passt ins Land!
2,2T sind relativ viele, normalerweise sind es deutlich weniger Teilner*Innen. Aber auch egal, ich denke diese Hetzer hier müssen Ihren Sekt nochmals zurück in den Kühlschrank stellen!
Anmerkung der Redaktion: Bleiben Sie bitte bei ihrer Kommentierung sachlich.Man kann nicht genug Kommentare verfassen um die TGI AG dazu zu bewegen, sich endlich Gesetzeskonform und nicht wie ein Outlaw zu verhalten. Gestern Abend das war Outlaw zur Primetime. Kann man machen, aber darf man dann auch mit einem Kommentar versehen.
@patrick Die Frage warum die Kunden der TGi zwei bis drei Jahre auf ihr Geld warten müssen, obwohl die TGI ihr gelagertes Gold einfach nur verkaufen müsste, magst Du beantworten?
@Patrick
Es rührt mich zutiefst, dass du dich um mein Wohlergehen sorgst. Aber nachdem Recherche und Analyse seit vielen Jahren zu meinem Beruf gehören, geht das deutlich schneller, als du glauben magst.
Ehrlicherweise gönne ich jedem alles – sofern das Geld ordentlich und anständig verdient wird.
Mein Interesse an der TGI wurde eher zufällig vor etwa einem Monat geweckt, durch einen Artikel auf MSN.
Seither bin ich jeden Tag aufs Neue verblüfft, in welch völlig unbelegte Geschäftsmodelle Menschen ihr Geld investieren. Und ja, es macht mich betroffen, wenn Freundschaften und Familien zerbrechen, weil sich das vermeintliche Superschnäppchen am Ende als Nullnummer herausstellt.
Marketingtechnisch alles schlau gemacht – nur eben ohne jede Tiefe. Nicht eine einzige der wirklich relevanten Fragen, die auch nur ein wenig in die Tiefe gehen, wurde je beantwortet – und dabei ging es um absolute Basics. Und jetzt heißt es plötzlich, die Leute müssten bei einer Rückabwicklung 24 bis 36 Monate auf ihr Geld warten – von der angeblich so solventen Firma, die ihre Bilanzen nicht offenlegt.
Als Empfehlungsgeber und Provisionsempfänger solltest du dir vielleicht überlegen, wie gut du eigentlich geprüft hast, was du da an wen vermittelst. Dicke Provisionen kassieren, ohne zu hinterfragen, was man da empfiehlt – das kann unangenehm werden, falls die Sache schiefgeht. Nicht das du eine Dauerkarte am Schiff benötigst.
Und die eigentlichen Fragen bleiben ja weiter offen: Was passiert, wenn in Sambia real nur 2 g/t Golderz im Boden stecken, oder 3 oder 4? Dann fällt die Präsentationsrechnung augenblicklich in sich zusammen. Und wo sind zB. die Kosten für die sichere Verwahrung in Hochsicherheitslagern samt Versicherung über drei Jahre eingepreist? Das verschlingt über diesen Zeitraum gewaltige Summen – in der Demorechnung stehen dafür null Cent.
Und dann schauen wir uns noch die 2,182 Tonnen Gold an – von denen wir bis heute nicht wissen, wem sie eigentlich gehören, und die in den Eigen-Videos des „Verwahrers“ der Barrenform des TGI-Goldes nach täuschend ähnlich ausfallen, was es so (jede Miene hat Eigene nicht genormte Gussform) eigentlich gar nicht geben dürfte.
Ihr behauptet, im Schnitt 7 Mio. € Goldumsatz pro Woche zu generieren. Das wären in einem Jahr – bei einem eurer Präsentation entnommenen Doré-Wert von 100.000 €/kg – rund 364 Mio. € Umsatz, also etwa 3,64 Tonnen Gold. In einem einzigen Jahr.
Und das Ganze läuft bereits seit rund sieben Jahren, nachdem man die Kunden der GGMT mit allen Rechten und Pflichten übernommen hat. Sicher, es wurde auch Gold geliefert – nach den Herrschaften, die sich beim „Weg zur Goldmillion“ mit Handzeichen gemeldet haben, allerdings nicht an allzu viele. Und wenn die Kunden tatsächlich so begeistert sind, wie dargestellt, dann haben die meisten ihre Erlöse ohnehin wieder reinvestiert.
Also rund 3,64 Tonnen Gold – in einem EINZIGEN Jahr. Und das Werkel läuft nicht erst seit gestern, sondern seit rund sieben Jahren – wobei das Gold allein aus den letzten drei Jahren ja durchgehend vorzuhalten wäre. Die gezeigten 2,182 Tonnen wirken vor diesem Hintergrund erstaunlich bescheiden. Du verstehst, worauf ich hinauswill?