Über 13.000 neue Schreiben haben wir versandt und waren natürlich gespannt auf das Ergebnis. Heute können wir folgendes Ergebnis berichten: Ca. 40 Personen haben sich beschwert und wollten ihre Adresse gelöscht haben. Mit etwa 100 Personen sind wir direkt ins Gespräch gekommen. Ja, am Anfang war so manches Gespräch durchaus kritisch, am Ende hat jedoch wirklich jeder Gesprächspartner verstanden, was wir wollen und worum es uns geht.
Was wir geben wollen, ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn jemand Unterstützung benötigt, dann bekommt er diese auch.
Wir haben aus den Gesprächen auch sehr viele neue Erkenntnisse darüber erhalten, wie das alles in den letzten Jahren abgelaufen ist und wie man die investierten Verbraucher beispielsweise in Sachen Auxilio Mining hinhält. Auch virtuelle Konten, die der Verbraucher einsehen kann, waren Thema der Gespräche. Ebenso die Aktien, die Verbrauchern zu einem Preis angeboten wurden, den wahrscheinlich nur Helmut Kaltenegger nachvollziehen kann. Denn auch dafür gibt es nach unserer Kenntnis bis heute keinen Prospekt, obwohl Helmut Kaltenegger dies seit Jahren angekündigt hat und nach unserem Kenntnisstand sogar behauptet haben soll, dass der erforderliche Prospekt fertiggestellt und eingereicht worden sei. Passiert ist unseres Wissens bis heute nichts.
Was viele Gesprächspartner ebenfalls erkannt haben, waren die aus ihrer Sicht eklatanten Widersprüche in den Ausführungen von Helmut Kaltenegger zum Thema Goldlagerung und Besitz von Gold der Kunden.
Wir haben aber auch ganz klar festgestellt, dass viele eigentlich gar kein Gold wollen, sondern lediglich die versprochenen Rabatte nutzen und anschließend ihr Geld – möglichst zum jeweils aktuellen Goldpreis – zurückerhalten möchten. Ob das allerdings eine „Rettung“ für die TGI AG wäre, lassen wir einmal dahingestellt. Denn um alle Kunden auszuzahlen, müsste das angeblich vorhandene Gold schließlich auch verkauft werden.
Für Aufregung sorgten außerdem neue Artikel im Handelsblatt und bei News.at, die erneut ein Bild von Helmut Kaltenegger zeichnen, das nicht unbedingt zu seinem Vorteil ausfällt. Für uns überraschend erklärten einige Anleger zudem, ihnen sei gesagt worden, die Angelegenheit mit der BaFin sei geklärt, die TGI AG werde nun einen Prospekt erstellen und damit sei alles wieder in Ordnung, die Warnungen seien dann hinfällig.
Natürlich haben wir die Gesprächspartner darauf hingewiesen, dass dies aus unserer Sicht so nicht zutreffen kann. Denn allein die Aussage, man habe in der Vergangenheit möglicherweise unseriös gehandelt, werde nun aber einen Prospekt erstellen, dürfte Maßnahmen der BaFin nicht automatisch gegenstandslos machen.
Viele wussten zudem nicht, welche Finanzaufsichtsbehörden bereits vor der TGI AG gewarnt hatten beziehungsweise aktuell noch warnen.
Viele unserer Gesprächspartner betrachten das Unternehmen TGI AG inzwischen sicherlich kritischer. Dass einer dieser Gesprächspartner nochmals ein Investment bei der TGI AG täti gt, können wir uns derzeit nur schwer vorstellen.
Wir haben auch E-Mails von Personen erhalten, die offenbar davon ausgingen, wir seien mit der TGI AG verbunden und wollten ihnen nun endlich ihr Gold liefern. Natürlich haben wir diese Personen darüber aufgeklärt, wer wir sind und dass wir mit der TGI AG selbst nichts zu tun haben, aber gerne behilflich sind, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Ob dies den jeweiligen Gesprächspartnern letztlich ihr Gold bringen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
Was uns allerdings ebenfalls auffällt, ist, dass sich immer mehr „Vermittler“ bei uns melden, die zunächst kritische Fragen haben, nach deren Beantwortung dann jedoch unsere Sichtweise nachvollziehen können. Viele dieser Vermittler versorgen uns zudem mit zusätzlichen Informationen, die dabei helfen, das Gesamtbild rund um die TGI AG besser einzuordnen.
Betrachtet man die Medienberichte, die aktuellen Diskussionen und die teilweise veränderten Meinungen zu Helmut Kaltenegger, dann könnte es zunehmend einsam um ihn werden.
Sollte sich sein Geschäftsmodell tatsächlich als ein nicht tragfähiges oder auf ständig neue Geldzuflüsse angewiesenes System erweisen, könnte dies problematisch werden, insbesondere wenn keine neuen Gelder mehr zufließen. Sollte das Gold hingegen – wie zugesagt – ordnungsgemäß gekauft und eingelagert worden sein, könnte dieses selbstverständlich verwertet werden, um Verpflichtungen gegenüber Kunden zu erfüllen.
In diesem Fall würden ihn seine Unterstützer vermutlich feiern, und auch kritische Medienberichte müssten möglicherweise neu bewertet werden.
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