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TGI AG Partner:Da kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus

iamaliuyar (CC0), Pixabay
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Manchmal sitzt man einfach nur fassungslos vor dem Bildschirm und fragt sich: Meinen die das eigentlich wirklich ernst – oder ist das schon Satire?

Da erklärt uns ein selbst ernannter „Freiheitscoach“ ernsthaft, dass man mit zwei Mausklicks im Monat angeblich den „geilsten Nebenjob der Welt“ ausüben könne. Einfach Gold kaufen, zurückverkaufen, ein bisschen klicken – und schon regnet es angeblich hunderte Euro quasi ohne Risiko. Natürlich alles „sicher“, „garantiert“ und selbstverständlich viel besser als jede Bank. Da kommt man aus dem Kopfschütteln wirklich nicht mehr heraus.

Besonders bemerkenswert wird es, wenn nebenbei noch gegen Banken, Behörden und die BaFin gewettert wird. Die Bankenindustrie wolle angeblich alles zerstören, die Politik spiele mit und die Kritiker seien entweder „nicht intelligent genug“ oder bezahlt. Spätestens an dieser Stelle fragt man sich unweigerlich, ob hier noch über Goldhandel gesprochen wird oder bereits über die nächste Weltverschwörung.

Natürlich wird dabei auch mit den ganz großen Versprechen gearbeitet: finanzielle Freiheit, passives Einkommen, monatliche Gewinne und das alles angeblich fast ohne Aufwand. Ein bisschen klingt es wie eine Dauerwerbesendung um drei Uhr morgens – nur mit deutlich mehr Telegram-Gruppen und noch mehr Ausrufezeichen.

Der eigentliche Höhepunkt ist aber die Vorstellung, dass man angeblich dauerhaft 2 bis 3 Prozent Rendite pro Monat erzielen könne, während gleichzeitig erklärt wird, alles sei absolut sicher, physisch abgesichert und praktisch narrensicher. Wer bei solchen Aussagen nicht wenigstens kurz stutzig wird, hat vermutlich schon beim Wort „Sofortrabatt-Goldmodell“ innerlich abgeschaltet.

Und während seriöse Finanzberater seit Jahren erklären, dass hohe Renditen immer auch Risiken bedeuten, wird hier der Eindruck vermittelt, man müsse nur genug Gold kaufen und schon rolle der Geldzug automatisch durchs Wohnzimmer.

Besonders kurios wirkt dabei der missionarische Tonfall. Wer Zweifel äußert, gehört offenbar direkt zu den „Uninformierten“, „Schlechtrednern“ oder angeblichen Feinden der finanziellen Freiheit. Kritik? Unerwünscht. Skepsis? Fast schon verdächtig.

Natürlich darf am Ende auch die klassische Einladung in exklusive Gruppen nicht fehlen. Telegram inklusive. Denn echte finanzielle Freiheit scheint heutzutage offenbar erst dann vollständig zu sein, wenn man zusätzlich noch Empfehlungslinks verteilt und andere Menschen überzeugt.

Am Ende bleibt vor allem ein Eindruck zurück: Viel großes Gerede über Reichtum, Freiheit und Sicherheit – aber gleichzeitig jede Menge Alarmzeichen, bei denen vernünftige Menschen normalerweise mindestens zweimal nachdenken sollten.

Denn wenn jemand behauptet, mit zwei Mausklicks im Monat könne praktisch jeder ohne Risiko reich werden, dann sollte man vielleicht weniger aufs Gold schauen – und mehr auf den gesunden Menschenverstand.

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