Das Transkript dokumentiert zwei aufeinanderfolgende Online-Veranstaltungen der TGI vom 6. Juli 2026: eine öffentliche Verkaufspräsentation (rund 40 Minuten plus Fragerunde) und im Anschluss einen Workshop für Empfehlungsgeber. Vortragender ist durchgehend ein Präsentator, der sich als langjähriger TGI-Kunde und Empfehlungsgeber vorstellt und auf Mallorca lebt. Die folgende Zusammenfassung gibt neutral wieder, worum es ging und welche Fragen gestellt wurden.
Teil 1 – Die Verkaufspräsentation
Zu Beginn weist der Vortragende auf einen Haftungsausschluss hin, wonach Teilnehmer keine Aufzeichnungen, Fotos oder Mitschnitte anfertigen und diese nicht veröffentlichen dürften. Anschließend folgt ein allgemeiner Vortrag über Gold: die Abschaffung der Golddeckung des US-Dollars 1971, Inflation als „Enteignung“, steigende Lebensmittelpreise und Gold als langfristiger Kaufkraftschutz. Der aktuelle Goldpreis wird mit rund 4.500 US-Dollar je Unze angegeben; unter Verweis auf „renommierte Banken“ werden Kursziele von 5.000 bis 10.000 US-Dollar für die nächsten Jahre genannt.
Danach stellt er die TGI AG (Trust Gold International, Sitz Vaduz/Liechtenstein) als Goldhändler vor und nennt das Kernteam (Helmut Kaltenegger als Gründer und Verwaltungsratspräsident, Robert Henni als CEO, Herbert Müllner als CFO, Marc Bogen als Verwaltungsrat, Dr. Robert Weig als Rechtsbeistand). Genannt werden über 50.000 Kunden seit 2021 und über 100 Millionen Euro ausgezahlte Rabatte.
Als Kernstück erklärt der Vortragende, „wie das möglich“ sei: Die TGI kaufe Gold nicht bei Scheideanstalten, sondern direkt bei Minen zu den sogenannten All-in-Sustaining-Costs von etwa 1.500 US-Dollar je Unze. Aus der Differenz zum Verkaufspreis (im Beispiel 4.500 US-Dollar) ergebe sich eine Marge, aus der die Kundenrabatte finanziert würden. Über laufende Käufe könnten die Partnerminen ihre Produktion „Häppchen für Häppchen“ ausweiten. Vorgestellt werden zwei Produkte: ein Feingoldbarren mit 7 % Sofortrabatt und Lieferung binnen acht Wochen, sowie ein Modell mit 2 % monatlichem Rabatt über 36 Monate plus 36 % Treuerabatt am Ende. Für Deutschland sei aktuell nur das erste Produkt verfügbar; die TGI erstelle auf Bitte der BaFin einen Verkaufsprospekt.
Fragen der Gäste in der Präsentation
Gefragt wurde unter anderem: ob Gold auch vor Ablauf der acht Wochen geliefert werden könne (Antwort: nein, Standard sind genau zwei Monate); wie der Rückkauf „ohne Spread“ funktioniere (Antwort: Ankauf zum tagesaktuellen Verkaufspreis); ob das 36-Monats-Modell auch in Österreich bei Erstwohnsitz Deutschland gehe (Antwort: nein); ob man das Dashboard ohne Goldkauf aufladen könne (Antwort: nein, sonst handle man wie ein Finanzdienstleister); welche Scheideanstalt geliefert werde (Antwort: 999er Feingold, überwiegend europäische/Schweizer, nicht festgelegt); und ob außerhalb Europas gekauft werden könne (Antwort: teils ja, USA nicht, Abwicklung nur über IBAN-Konten in Euro). Auf Fragen zur „TGI International“ verweist der Vortragende auf persönliche Kontaktaufnahme und gibt „aus juristischen Gründen“ keine Auskunft in der Runde.
Teil 2 – Der Workshop für Empfehlungsgeber
Der Workshop richtet sich an bestehende Kunden, die anderen die TGI empfehlen möchten. Kernbotschaft: Empfehlungsgeber seien „Chancengeber“, keine Verkäufer; sie sollten lediglich ihre eigene Begeisterung teilen und Interessenten in die Live-Präsentationen einladen, nicht selbst über Gold beraten. Betont werden Eigenverantwortung und Duplizierbarkeit.
Zum Vergütungsmodell erläutert der Vortragende einen Empfehlungsbonus von bis zu 1,1 % auf die Goldkaufsumme direkt geworbener Kunden sowie Boni über bis zu zehn Ebenen, dazu einen Rangbonus von 0,36 % mit Aufstiegsstufen von „Bronze“ bis „Diamond“. Er rät ausdrücklich, sich auf die erste Ebene zu konzentrieren, und bezeichnet überzogene Rechenbeispiele über mehrere Ebenen selbst als „totaler Bullshit“. Weiter vorgestellt werden mehrsprachige Sprachtools zur Ansprache von Kontakten im Ausland, Goldgutscheine als Geschenkidee, die TGI Academy mit regelmäßigen Veranstaltungen sowie ein kostenpflichtiges Empfehlungsgeber-Paket mit Foliensatz.
Fragen der Gäste im Workshop
Hier wurden mehrere bemerkenswerte Punkte angesprochen:
Zum angekündigten BaFin-Prospekt fragte ein Teilnehmer, ob aus „Rabatten“ dann „Renditen“ würden. Der Vortragende antwortete, er habe sich damit nicht beschäftigt, wisse nicht, ob der Prospekt überhaupt komme, und wolle „nicht über ungelegte Eier nachdenken“; für Details verwies er auf Magister Bogen in der Zentrale. Zur Frage einer möglichen 34er-IHK-Zulassung bei einem prospektpflichtigen Produkt erklärte er, Empfehlungsgeber blieben zulassungsfrei, solange sie nur empfehlen und nicht beraten.
Ein Teilnehmer fragte nach der Auszahlung von Rabatten und Provisionen bei „umgewandelten“ alten Verträgen. Antwort: Diese würden als Neuvertrag behandelt (erste Zahlung nach einem Monat und zehn Tagen), „damit das juristisch sauber abläuft, weil die Behörden da genau drauf gucken“. Auf die Frage, wie sicher der Rückkauf beim 7-%-Modell sei, verwies der Vortragende darauf, dass keine Termingeschäfte zugesagt werden dürften (sonst wäre es ein Bankinstrument), sah aber „0,0 Wahrscheinlichkeit“, dass die TGI nicht ankaufe.
Zur angekündigten „Bank“ sagte der Vortragende, man sei „in der Testphase“; er habe sich am Samstag selbst registriert, Geld überwiesen und eine erste Auszahlung beauftragt, die Gelder seien aber noch nicht angekommen. Mehr wolle er voraussichtlich in einer Woche sagen. Mehrere Teilnehmer berichteten von Verzögerungen bei der Gutschrift von Überweisungen (teils vier Tage trotz Echtzeitüberweisung); der Vortragende führte dies auf viel „händische“ Arbeit bei der Treuhandgesellschaft und möglichen Urlaubsengpässen zurück und verwies auf den Support. Weiter wurde erläutert, dass eine Registrierung für die USA nicht mehr möglich sein solle.
Diese Zusammenfassung gibt neutral den Inhalt einer aufgezeichneten Veranstaltung wieder. Aussagen des Vortragenden sind als dessen Angaben wiedergegeben und wurden nicht auf ihre Richtigkeit geprüft. Keine Rechts- oder Anlageberatung.</em>
Der Berg kreiste und kaufte sich einen Wolf? Oder doch eher Geld stinkt nicht? Alles noch sehr ominös, es gibt allerdings schon einen short, indem Hustlerbiz einen kurzen Einblick in seinen gesponserten Besuch bei den Kalteneggers gibt. Die gute Nachricht, er wird kein Gold für Helmut verkaufen, die dubiose Ankündigung er hätte einen anderen „Deal“ ausgemacht. Klingt nicht so als wäre es jemals um investigative Nachfragen sondern von Anfang an darum gegeangen die eigenen Schäfchen ins trockene zu bringen. Wer Lust hat kann sich ja mal das Video von Gunnar Wolf anschauen indem er die Zusammenaarbeit von Oliver Pocher und der TGI bewertet.
Naja, das Klang vor kurzem nach zuvor massiver Kritik von Hustlerbiz an der TGI doch recht versöhnlich, noch BEVOR überhaupt ein Treffen stattgefunden hat. Wenn sich die Tonlage auf einmal derart ändert, ist ein „Deal“ gar nicht so weit hergeholt.
Man muss aber auch ehrlich bleiben. Hustlerbiz scheint Betriebsberater zu sein mit durchschnittlich 700 Sehern seiner Shorts auf Youtube mit eher beschränkter Reichweite. Von daher auf die Masse gerechnet doch eher unrelevant.
Just my 2 cents.
Wahrscheinlich kann der Struki da irgendwas eintippen.
Die zwei, die ich etwas kenne – oder dachte zu kennen – haben eher fremdes Geld veranlagt…..
Nein sicher nicht kann man irgendwas eintippen! Was verbreiten Sie da für Gerüchte?
Ist sicher Länderabhängig und kommt auf das Vermögen an…
Niemals würde jmand der mit Phantasierenditen Kunden ködert, um seine Provisionen einstreichen zu können, Photoshop benutzen! Das wäre ja Betrug!
Ja Sie führen kein Dashboard, merkt man.
Erstaunlich dass ihnen gerade hier, bei der „Anpassung der Realität“ für ihre Zwecke die Phantasie ausgeht.
@Patrick Schön, dass mal wieder jemand mit Insiderwissen über die TGI hier ist. Was hört man denn neues von den Bilanzen 2024 und 2025? Der Börsenprospekt schon fertig? Wie laufen die 20 Monstermaschinen in Sambia seit Februar? Lebt Michel Gschwendtner noch? Das „Bankable“- Gutachten dass der Bootup seit Dezember weltweit unbeschränkt Kreditlinien sichert kann man wo einsehen?………
Ich hätte auch noch zwei Fragen an Patrick: Stimmt das, dass der Mietvertrag für das Büro in Vaduz (von welcher Seite auch immer) gekündigt wurde?
Und wer wird die neue Revisionsstelle?
WAS können die eintippen, geht jetzt aus dem Zusammenhang nicht unbedingt hervor….
Ach so, geht um meine Frage, ob die Kunden in die „Golddepots“ ihrer Keiler schauen können….. Wäre natürlich im entsprechenden Strang verständlicher.
Keine Ahnung, wie so ein „Dashboard“ aufgebaut ist. Muss es auch nicht genau wissen.
Ich stellte mir nur die Frage, ob man sich als Struki vor dem Gericht blöd stellen kann und sagen kann „Ich dachte, die bekämen das Gold wirklich, ich bin selbst Opfer“, was ich als Richter nicht als glaubhaft ansähe, wenn die selbst keinen Pfennig investiert haben.
War eine kleine Hudelei meinerseits.
Weil mich dieser Dashboard Unsinn total enerviert.
Kann ja alles drinn stehen.
Da glauben wahrscheinlich etliche Unbedarfte sie sind im 6- stelligen Bereich investiert ……
Das Geld, dass die Investoren auf ihrem Dashboard sehen ist ersmal so etwas wie klassisches Buch- bzw. Fiatgeld. Papier und Bilschirme sind ja bekanntlich geduldig. Die Sicherheit besteht in den (Ehren)-Worten einer Strampelanzugdesignerin und eines ehemaligen Diamantpastenverkäufers.
Ja, größerer 6- Stelliger Eigenumsatz.
Behauptet wer?
@detlef Eigenumsatz? Wie stelle ich mit das vor? Katarina verkauft Helmut den Inhalt ihres Hornhauthobels für 100 Millionen und der verkauft ihr im Gegenzug 2 Kilo Panzerglaspaste für 110 Millionen?
Na, dann alles Gute….
Wie immer sind die Fragen am interessantesten die nicht gestellt werden, nach Bilanzen, Umsätzen Schürfbestätigungen…… stattdessen die übliche Kakophonie an Ankündigungen und Versprechungen
Und wenn in der Praxis – was zu erwarten war – eine „0,0 Wahrscheinlichkeit“ besteht das die TGI das Gold NICHT zum tagesaktuellen Verkaufspreis zurückkauft, dann sind wir wieder im Termin/Einlagengeschäft. Und ja, es geht darum wie das in der Praxis gehandhabt wird um ein Geschäftsmodell laut FMA/BaFin als Termin/Einlagengeschäft zu qualifizieren.
Naja, zum TAGESKURS (unabhängig vom historischen Kaufkurs) kauft auch die Münze Österreich jederzeit an.
Das ALLEIN würde es noch nicht zum Einlagengeschäft machen.
Aber ich bin nicht die FMA und auch nicht die BaFin.
Es geht um den Automatismus in dem Fall. Die Münze Österreich kauft im Übrigen zum Einkaufspreis an nicht wie die TGI zum Verkaufspreis.
Die 1,1% natürlich monatliche Provision.
Die Dreistigkeit beim Präsentieren – trotz aller Verbote,Rückzahlungsanordnungen etc.-ist schon irgendwie beängstigend.
Solange die Oberstrukis frei herumrennen wird sich da die nächsten Jahre nichts ändern.Dümmlinge geleitet von Gaunern gibts ja wie Sand am Meer.
Interessieren würde mich ja mal, ob die Strukis selber in größeren Beträgen investiert sind, also selbst daran glauben, was sie den Leuten einreden.
In der Regel gehe ich davon aus….
Dies ist „wahrscheinlich“ bei der Empfehlung auch die erste Frage und somit erfolgreich. :)
Aber der potentielle Kunde kann das ja nicht überprüfen….
Doch, man kann transparent das Dashboard zeigen. Von dort kommt auch der Empfelungslink.
Was, der Kunde sieht in seinem Dashboard, was sein Keiler hält? Das habe ich doch sicher falsch verstanden….
Doch, man kann transparent das Dashboard zeigen. Von dort kommt auch der Empfelungslink.
Das finde ich aber arg.
Wäre ja so, als wenn ich das Bankdepot meines Bankberaters reinschauen könnte.
Aber vielleicht ein Trick, damit die Strukis auch Gold kaufen müssen.
Total transparent – bei allem, was nichts kostet
Es ist ein bemerkenswertes Muster. Wenn es um Dashboards geht, ist die TGI die Transparenz in Person. Da werden in Vorträgen bereitwillig Accounts mit sechsstelligen Beträgen gezeigt – was vertrieblich natürlich Sinn ergibt: Nichts motiviert neue Empfehlungsgeber so sehr wie der Blick auf die vermeintlichen Provisionen anderer.
Nur: Bei allem, was wirklich zählt, kennt man plötzlich kein einziges Detail.
Ich habe das Geschäftsmodell inzwischen vielfach mit den üblichen Branchenkennzahlen durchgerechnet. An KEINER Stelle hält es einer Prüfung stand. Und die Nachweise, die das entkräften würden, fehlen – und zwar durchgängig:
Kein auffindbarer Nachweis eines Goldexports der Aulicio Mining in den einschlägigen Registern.
Keine auffindbare Spur eines Einkaufs von Material, Werkzeug oder Maschinen für den Goldabbau. In den öffentlich zugänglichen Handelsdatenbanken, die man gegen Gebühr einsehen kann, endet die Spur der Aulicio mit ein paar Sendungen im Jahr 2020. Danach nichts mehr.
Das ist bemerkenswert. Ein laufender Bergbaubetrieb mit rund 60 Mitarbeitern verschleißt Bagger, Pumpen, Siebe und Motoren. Er kauft nach. Er ersetzt. Er exportiert das geförderte Gold. Nichts davon findet sich.
Eine faire Einschränkung
Diese Datenbanken erfassen nicht die ganze Welt – sie decken vor allem bestimmte Handelsrouten ab. Ein Betrieb kann Material regional beziehen, ohne dort aufzutauchen. „Keine Spur gefunden“ heißt also nicht automatisch „es gibt nichts“. Aber bei einem angeblich seit Jahren produzierenden Goldbetrieb würde man zumindest irgendeine Spur erwarten. Und die fehlt seit 2020 vollständig.
Das eigentliche Muster
Dashboards, Provisionsbeträge, Erfolgsgeschichten: bereitwillig gezeigt. Bilanzen, Lizenznummern, Exportnachweise, Lagerstättenberichte: nicht ein Detail. Man ist genau dort transparent, wo Transparenz nichts beweist – und schweigt genau dort, wo sie alles beweisen würde.
Bewertung des Verfassers auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen und eigener Recherche in Handels- und Bergbauregistern. „Nicht gefunden“ bedeutet, dass in den geprüften Quellen keine Spur auffindbar war. Die Maßnahmen gegen die TGI sind nicht rechtskräftig, die TGI weist die Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung. Keine Rechts- oder Anlageberatung.