Einen Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben in Magdeburg mehrere Tausend Menschen ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft gesetzt.
Bereits vor dem offiziellen Beginn eines Demokratiefestes auf dem Domplatz waren nach Angaben der Polizei rund 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei verschiedenen Zubringerdemonstrationen in der Stadt unterwegs. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen politische Redebeiträge, Konzerte und der gemeinsame Appell, demokratische Werte zu verteidigen und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenzutreten.
Die Kundgebung findet unmittelbar vor einer politisch besonders aufgeladenen Landtagswahl statt. In jüngsten Umfragen lag die AfD bei rund 40 Prozent und damit deutlich vorn. Ihr Landesverband in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.
Auch die AfD beendet am Samstag ihren Wahlkampf mit einer eigenen Abschlussveranstaltung.
Damit treffen in Magdeburg kurz vor dem Urnengang zwei sehr unterschiedliche politische Signale aufeinander: auf der einen Seite der Wahlkampfabschluss einer in den Umfragen führenden Partei, auf der anderen ein großes Bündnis, das für Demokratie, Weltoffenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Straße geht.
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