Eine neue französische Studie sorgt derzeit international für Aufsehen: Häufig verwendete Konservierungsstoffe in Lebensmitteln könnten das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich erhöhen.
Besonders brisant:
Betroffen sind nicht nur klassische Zusatzstoffe in stark verarbeiteten Fertigprodukten, sondern offenbar auch sogenannte „natürliche“ Konservierungsstoffe wie Zitronensäure oder Ascorbinsäure — besser bekannt als Vitamin C.
Die Forscher untersuchten die Ernährungsdaten von mehr als 112.000 Menschen in Frankreich. Dabei zeigte sich:
Menschen, die besonders viele Lebensmittel mit bestimmten Konservierungsstoffen konsumierten, hatten ein um bis zu 29 Prozent erhöhtes Risiko für Bluthochdruck sowie ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Besonders häufig betroffen waren Stoffe wie:
Viele dieser Stoffe finden sich in:
Die Wissenschaftler betonen allerdings:
Natürlich vorkommendes Vitamin C in Obst und Gemüse sei nicht das Problem. Kritisch seien vielmehr industriell zugesetzte Varianten und die Kombination zahlreicher Zusatzstoffe in hochverarbeiteten Lebensmitteln.
Die Studie reiht sich in eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen ein, die ultraverarbeitete Lebensmittel zunehmend mit Gesundheitsproblemen verbinden. Frühere Forschungen brachten solche Produkte bereits mit Übergewicht, Diabetes, Schlafstörungen und einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung.
Experten sehen deshalb Handlungsbedarf. Verbraucher sollten möglichst auf frische oder nur gering verarbeitete Lebensmittel setzen. Besonders empfohlen werden:
Gleichzeitig warnen Wissenschaftler davor, Konservierungsstoffe pauschal zu verteufeln. Sie seien wichtig, um Lebensmittel haltbar zu machen und gefährliche Keime zu verhindern. Dennoch zeigen die aktuellen Ergebnisse erneut:
Die moderne Ernährung mit immer mehr industriell verarbeiteten Produkten könnte langfristig erhebliche Folgen für die Gesundheit haben.
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