Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Festgeldangeboten, die über die Internetseite zinsanlageprofi(.)net verbreitet werden.
Nach Angaben der BaFin wird das auf der Website genannte Unternehmen entgegen den Angaben im Impressum nicht von der Finanzaufsicht beaufsichtigt. Zudem besteht nach den derzeitigen Erkenntnissen keine Verbindung zwischen der Website und der im Impressum genannten MOS Finanzmakler GmbH aus Bad Kreuznach.
Die BaFin geht daher von einem möglichen Identitätsmissbrauch aus. Dabei könnten Name, Anschrift oder weitere Unternehmensdaten eines tatsächlich existierenden Unternehmens ohne dessen Zustimmung verwendet werden, um gegenüber Anlegerinnen und Anlegern einen seriösen Eindruck zu erwecken.
Verbraucher sollten über die Website keine Festgeldanlage abschließen und vorerst kein Geld überweisen. Auch die Übersendung von Ausweiskopien, Bankdaten oder anderen persönlichen Dokumenten sollte unterbleiben.
Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Wertpapiergeschäfte, Kryptowererte-Dienstleistungen oder Zahlungsdienste anbietet, benötigt grundsätzlich eine entsprechende Erlaubnis der BaFin. Ob ein Anbieter zugelassen ist, kann über die Unternehmensdatenbank der Finanzaufsicht überprüft werden.
Die Warnung der BaFin vom 4. August 2026 beruht auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes.
Betroffene, die bereits Geld überwiesen oder persönliche Daten übermittelt haben, sollten unverzüglich ihre Bank informieren, Beweise wie E-Mails, Verträge und Zahlungsnachweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter warnen regelmäßig vor Finanzbetrug im Internet. Besonders bei ungewöhnlich hohen Zinsversprechen, Zeitdruck oder Kontoverbindungen im Ausland ist erhöhte Vorsicht geboten.
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