Bei der Sonderwahl im US-Bundesstaat Georgia hat der Republikaner Clay Fuller den Sieg errungen. Das berichten aktuelle Live-Updates von USA TODAY. Damit geht eine weitere wichtige Abstimmung in einem politisch hochsensiblen Umfeld an die Republikaner.
Auch wenn es sich „nur“ um eine Sonderwahl handelt, sind solche Ergebnisse in den USA stets mehr als reine Lokalpolitik. Gerade in einem aufgeheizten politischen Klima werden sie schnell als Stimmungstest für die nationale Lage gewertet – und natürlich auch als Signal in Richtung Donald Trump und die kommenden Machtkämpfe in Washington.
Der Erfolg von Clay Fuller dürfte von den Republikanern entsprechend als positives Zeichen gewertet werden. Sonderwahlen gelten oft als Gradmesser dafür, wie mobilisierungsfähig die Parteien aktuell sind, wie stark die jeweilige Basis noch funktioniert und ob die politische Erzählung vor Ort trägt. Für die Republikaner ist ein Sieg in Georgia deshalb nicht nur ein Mandat, sondern auch ein kleiner psychologischer Punktsieg.
Für die Demokraten ist das Ergebnis dagegen unerquicklich. Denn jede verlorene Sonderwahl liefert den politischen Gegnern sofort Stoff für die übliche Botschaft: Die Stimmung kippt, die Basis wackelt, die Wähler sind unzufrieden. Ob das am Ende wirklich eine landesweite Aussagekraft hat, ist oft fraglich – politisch ausgeschlachtet wird es trotzdem.
DieBewertung meint: In den USA wird selbst aus einer Sonderwahl binnen Minuten ein nationales Drama gemacht. Heute jubeln die Republikaner über Clay Fuller, morgen erklärt irgendein TV-Experte daraus bereits den Beginn einer neuen konservativen Welle. Ob es am Ende wirklich so groß ist, wird man sehen. Aber eins ist sicher: Ein Wahlsieg bleibt ein Wahlsieg – und den wird man bei den Republikanern jetzt genüsslich ausschlachten.
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