Im US-Bundesstaat New Jersey sind in den Jahren 2023 und 2024 offenbar bis zu 6.600 Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft versehentlich in die Wählerverzeichnisse aufgenommen worden. Ursache war nach Angaben von Gouverneurin Mikie Sherrill ein Fehler in der verwendeten Software.
Sherrill erklärte am Dienstag, sie sei erst in der vergangenen Woche über den Vorgang informiert worden. Der Fehler sei zwischen Juni 2023 und Juni 2024 und damit noch vor ihrem Amtsantritt aufgetreten.
Betroffen waren Personen, die bei der Beantragung eines Führerscheins oder eines Ausweisdokuments bei der Kraftfahrzeugbehörde ausdrücklich angegeben hatten, keine US-Staatsbürger zu sein. Trotzdem wurden sie durch das System automatisch als Wähler registriert.
Nach Bekanntwerden des Problems ordnete die Gouverneurin eine Untersuchung an. Gleichzeitig sollten alle Personen aus den Wählerlisten entfernt werden, die in dem betreffenden Zeitraum irrtümlich eingetragen worden waren.
Nach Angaben Sherrills nahmen weniger als 400 der fehlerhaft registrierten Personen tatsächlich an einer Wahl teil. Sie waren in unterschiedlichen Teilen des Bundesstaates gemeldet und sowohl den Demokraten als auch den Republikanern oder keiner Partei zugeordnet.
Die Gouverneurin bezeichnete den Vorgang als völlig inakzeptabel. Sie kritisierte sowohl den Softwareanbieter als auch die zuständige Kraftfahrzeugbehörde. Besonders schwer wiege, dass die Behebung des Fehlers rund ein Jahr gedauert habe und die Öffentlichkeit von der damaligen Regierung nicht informiert worden sei.
Die Behörde arbeite inzwischen mit einem neuen Anbieter zusammen, um vergleichbare Fehler künftig zu verhindern.
Zum Zeitpunkt der jüngsten Vorwahl waren in New Jersey insgesamt rund 6,69 Millionen Menschen als Wähler registriert.
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