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Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela – Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Notstand ausgerufen – Flughafen stellt Betrieb ein

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela innerhalb weniger als einer Minute erschüttert und weitreichende Zerstörungen verursacht. Die Erdbeben erreichten nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) die Stärken 7,2 und 7,5. Da das stärkere Beben in geringer Tiefe stattfand, befürchten Fachleute erhebliche Schäden. Erste Schätzungen der USGS deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer sehr hoch ausfallen könnte. Ein genaues Ausmaß der Katastrophe ist jedoch noch nicht bekannt.

In der Hauptstadt Caracas stürzten mehrere Gebäude ein. Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen sind im Dauereinsatz und suchen unter schwierigen Bedingungen nach Verschütteten. Viele Angehörige warten in großer Sorge auf Nachrichten von ihren Familien und hoffen auf ein Lebenszeichen ihrer Vermissten.

Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez rief den Notstand aus. In einer Ansprache betonte sie, dass nun alle verfügbaren Kräfte auf die Rettung und Versorgung der Betroffenen konzentriert würden. Schulen bleiben vorerst geschlossen, der Zugverkehr wurde eingestellt. Auch der internationale Flughafen von Caracas musste seinen Betrieb aufgrund von Schäden aussetzen.

Innenminister Diosdado Cabello sprach von einer äußerst ernsten Lage und appellierte an die Bevölkerung, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und sichere Orte aufzusuchen.

Aus Caracas und anderen Regionen werden Schäden an Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und der Infrastruktur gemeldet. In einem Krankenhaus lösten sich Deckenplatten, außerdem kursieren in sozialen Medien Videos, die mutmaßlich eingestürzte Gebäude in der Küstenstadt La Guaira und Schäden am Hauptflughafen zeigen. Viele dieser Aufnahmen konnten bislang noch nicht unabhängig bestätigt werden.

Die Behörden warnen vor möglichen Nachbeben, die bereits beschädigte Gebäude weiter destabilisieren könnten. Aus Sicherheitsgründen wurde in betroffenen Gebieten die Gasversorgung teilweise unterbrochen, um Brände und Explosionen zu verhindern.

Das erste Erdbeben ereignete sich am Mittwoch um 18.04 Uhr Ortszeit. Sein Epizentrum lag rund 24 Kilometer östlich von San Felipe im Nordwesten Venezuelas. Wenige Augenblicke später folgte ein zweites, noch stärkeres Beben. In der Umgebung des Epizentrums leben Hunderttausende Menschen.

Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Region, in der die Karibische und die Südamerikanische Erdplatte aufeinandertreffen. Schwere Erdbeben haben das Land bereits in der Vergangenheit getroffen. Nun richtet sich die Hoffnung vieler Menschen auf die Rettungsarbeiten und darauf, dass möglichst viele Vermisste lebend gefunden werden.

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