Auf dem Papier sieht das Transferfenster des SC Paderborn bislang gar nicht schlecht aus. Elf Neuzugänge, ein Durchschnittsalter von gerade einmal 23 Jahren und eine Mischung aus Erfahrung, Entwicklungspotenzial und hungrigen Spielern aus der 2. und 3. Liga. Das liest sich durchaus vielversprechend.
Doch jeder Paderborn-Fan weiß: Tabellen werden nicht nach Transfermarktwerten erstellt und Klassenerhalt gibt es auch nicht als Bonus für eine gelungene Einkaufsliste.
Natürlich machen Namen wie Oliver Batista Meier, Luka Duric oder Torhüter Nahuel Noll Hoffnung. Die Verantwortlichen scheinen sich Gedanken gemacht zu haben und haben gezielt Verstärkungen für nahezu alle Mannschaftsteile geholt. Das wirkt vernünftig – und für Paderborner Verhältnisse durchaus ambitioniert.
Aber genau jetzt beginnt der schwierige Teil.
Denn zwischen einem guten Transfer und einem guten Bundesligaspieler liegen oft Welten. Jeder Neuzugang muss erst beweisen, dass er ins System passt, die Intensität der Bundesliga mitgehen kann und der Mannschaft tatsächlich weiterhilft. Große Erwartungen helfen am Ende genauso wenig wie schöne Präsentationsfotos mit dem neuen Trikot.
Der Klassenerhalt wird auch in dieser Saison kein Selbstläufer. Dafür ist die Bundesliga schlicht zu stark. Entscheidend wird sein, wie schnell die vielen neuen Spieler eine funktionierende Einheit bilden. Denn genau das war in Paderborn schon oft der Schlüssel zum Erfolg: weniger große Namen, dafür eine Mannschaft, die füreinander rennt.
Der Einkauf sieht also ordentlich aus. Ob er am Ende reicht, um auch nächstes Jahr wieder Bundesliga-Fußball in Paderborn zu sehen, entscheidet sich nicht im Juli, sondern zwischen August und Mai. Und genau darauf freuen wir uns.
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