In Sachsen wird derzeit Polizeigeschichte geschrieben. Nicht wegen spektakulärer Fahndungserfolge, sondern wegen eines dramatischen Mangels an drei kleinen blauen Sternen.
Während Verbrecher weiterhin ausreichend vorhanden sind, sind die Schulterstücke für Polizeiobermeister offenbar seltener geworden als Einhörner im Erzgebirge. Die Folge: Beförderungen drohen nicht an fehlenden Stellen, Qualifikationen oder Haushaltsmitteln zu scheitern – sondern an Textilzubehör.
Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa sah sich deshalb gezwungen, einen außergewöhnlichen Notruf abzusetzen. Die Botschaft an die Belegschaft lautet sinngemäß: „Wer noch alte Sterne im Schrank hat, bitte abgeben. Sachsen braucht sie dringend!“
Polizei startet Sterne-Recycling
Damit frisch beförderte Beamte nicht mit nackten Schultern durch die Dienststellen laufen müssen, setzt man nun auf nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
Die neue Devise lautet: Aus Alt mach Beförderung.
Beamte werden gebeten, ihre ausrangierten Schulterstücke zurückzugeben, damit diese anschließend feierlich an die nächste Generation weitergereicht werden können. Was früher der Flohmarkt war, ist heute Personalentwicklung im öffentlichen Dienst.
Beförderung mit Vintage-Abzeichen
Künftig könnte ein frisch ernannter Polizeiobermeister also Sterne tragen, die bereits mehrere Karrierestufen hinter sich haben.
Experten sprechen bereits vom ersten zertifizierten Second-Hand-Dienstgrad Deutschlands.
Insider berichten, dass manche Sterne inzwischen mehr Berufserfahrung besitzen als ihre Träger.
Sparen bis der Stern fällt
Offiziell sind Lieferengpässe schuld. Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch gemunkelt, dass der sächsische Sparkurs inzwischen galaktische Ausmaße angenommen hat.
Während andere Behörden Digitalisierung planen, verwaltet Sachsen offenbar mittlerweile den Sternenbestand wie Fort Knox seine Goldreserven.
Unbestätigten Berichten zufolge prüft das Innenministerium bereits weitere Einsparpotenziale:
- Dienstwagen mit Tretunterstützung
- Funkgeräte auf Basis von Dosen und Schnur
- Handschellen im Pfandsystem
- Beförderungsurkunden auf Recycling-Toilettenpapier
Fazit
Die gute Nachricht: Sachsen befördert weiterhin.
Die schlechte Nachricht: Wer künftig Karriere machen möchte, braucht möglicherweise nicht nur Leistung und Engagement, sondern auch einen Kollegen, der seine alten Sterne rechtzeitig zurückgibt.
In Dresden gilt deshalb derzeit die wichtigste Regel des öffentlichen Dienstes:
Nicht der Beste steigt auf – sondern derjenige, für den noch drei blaue Sterne aufzutreiben sind.
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