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RFK Jr.: Chronische Krankheiten sollten Vorrang vor Infektionskrankheiten haben

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. fordert, chronische Krankheiten stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken – anstelle von Infektionskrankheiten wie Masern oder COVID-19.

In einem Interview mit Dr. Phil McGraw erklärte Kennedy:
„Jede Diabetes- oder Autismusdiagnose bei Kindern sollte eine Schlagzeile wert sein.“ Stattdessen sei die Medienlandschaft von Infektionskrankheiten besessen.

Masernausbruch aktuell
Während die USA derzeit mit einem Masernausbruch kämpfen (884 Fälle bis 24. April), lobte Kennedy die Arbeit der US-Behörden im Vergleich zu Kanada und Europa, wo die Fallzahlen im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich höher seien.

Fokus auf chronische Krankheiten
Kennedy kritisiert, dass das US-Gesundheitssystem zu stark auf die Behandlung statt auf die Prävention chronischer Krankheiten setzt. Laut CDC fließen 90 % der jährlichen Gesundheitsausgaben (4,5 Billionen Dollar) in die Versorgung chronisch und psychisch Erkrankter.

Neue Kommission unter Kennedy
Präsident Trump ernannte Kennedy zum Leiter der neuen „Make America Healthy Again“-Kommission. Diese soll die Ursachen der steigenden chronischen Krankheitsraten untersuchen, mit besonderem Fokus auf Kindergesundheit.

Kennedy forderte zudem Aufklärung über den Anstieg der Autismusdiagnosen: Laut CDC betrifft Autismus heute 1 von 31 Kindern (Vergleich 2020: 1 von 36). Er bezeichnete Autismus als „eine Epidemie, die tausendmal teurer als COVID ist“ und stellte 50 Millionen Dollar für die Erforschung von Ursachen und Behandlung bereit.

Kontroverse um Impfungen und Ernährung
Kennedy, bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Impfstoffen, führt den Anstieg chronischer Krankheiten auch auf industrielle Lebensmittelzusätze zurück. Die Regierung plant inzwischen das schrittweise Verbot von acht synthetischen Farbstoffen in Lebensmitteln – eine Maßnahme, die Kennedy lange gefordert hatte.

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