Jetzt sind die Erwartungen klar: RB muss wieder angreifen
Aus Sicht eines RB-Leipzig-Fans ist die Ausgangslage vor der neuen Saison eindeutig: Nach dem Jahr ohne internationalen Wettbewerb gibt es keine Ausreden mehr. Die Fans erwarten zu Recht, dass RB Leipzig wieder eine Mannschaft auf den Platz bringt, die auf allen drei Wettbewerbs-Ebenen bestehen kann – Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League.
Denn eines hat die vergangene Saison deutlich gezeigt: Ein Jahr ohne Europa fühlt sich für viele RB-Fans an wie Kaffee ohne Sahne. Man kann ihn trinken, aber irgendetwas fehlt.
Für Ole Werner beginnt eine neue Herausforderung
Auch für Trainer Ole Werner wird die kommende Spielzeit etwas völlig Neues.
In der vergangenen Saison konnte sich die Mannschaft nahezu ausschließlich auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren. Jetzt wird der Terminkalender deutlich voller. Englische Wochen, Reisen quer durch Europa und die Belastung durch drei Wettbewerbe verlangen mehr als nur eine gute Startelf.
Werners Aufgabe wird deshalb nicht nur darin bestehen, Spiele zu gewinnen. Er muss neue Spieler integrieren, den vorhandenen Kader weiterentwickeln und gleichzeitig dafür sorgen, dass Talente den nächsten Schritt machen.
Gerade bei RB Leipzig gehört es zur Vereinsphilosophie, junge Spieler auf ein Niveau zu bringen, auf dem sie auch in der Champions League bestehen können.
Champions League: Irgendwann muss mehr kommen
Natürlich freuen sich die Fans auf die Rückkehr in die Königsklasse. Trotzdem muss man auch ehrlich sein:
Auf Dauer reicht es nicht, regelmäßig die Gruppenphase zu erreichen und dort früh auszuscheiden.
Irgendwann entsteht sonst der Eindruck, dass man zwar dabei ist, aber hauptsächlich als Statist auftritt.
Natürlich hängt vieles von der Auslosung ab. Wenn Vereine wie Liverpool, Paris Saint-Germain oder Manchester City in der Gruppe warten, wird es für jede Mannschaft schwierig. Diese Klubs verfügen über finanzielle Möglichkeiten und Kaderqualitäten, die RB Leipzig derzeit nicht erreichen kann.
Die Realität ist deshalb oft: Gegen solche Gegner braucht RB einen nahezu perfekten Tag – und gleichzeitig einen Gegner, der nicht seine Bestleistung abruft.
Doch genau darin muss die Entwicklung des Vereins liegen. Nicht nur auf Ausrutscher der Großen zu hoffen, sondern selbst zu einer Mannschaft zu werden, die regelmäßig für Überraschungen sorgen kann.
Schäfer arbeitet im Hintergrund
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer wird natürlich nicht öffentlich verraten, welche Spieler auf seiner Wunschliste stehen. Das wäre auch wenig sinnvoll.
Sobald Namen bekannt werden, tauchen oft weitere Interessenten auf, die Transfers komplizierter oder teurer machen.
Deshalb wird hinter den Kulissen intensiv gearbeitet – vermutlich in enger Abstimmung mit Ole Werner. Beide wissen, dass der Kader breiter und stärker werden muss, wenn RB in allen Wettbewerben konkurrenzfähig sein will.
Die Vorfreude ist zurück
Trotz aller Herausforderungen überwiegt bei vielen Fans die Vorfreude.
Die Champions-League-Hymne in Leipzig zu hören, internationale Topklubs in der Red Bull Arena zu begrüßen und wieder Teil der europäischen Fußballbühne zu sein – genau das hat in der vergangenen Saison gefehlt.
Jetzt beginnt ein neues Kapitel.
Die Erwartungen sind hoch, vielleicht sogar höher als in den vergangenen Jahren. Aber genau das gehört inzwischen zu RB Leipzig. Der Verein hat sich in Deutschland und Europa eine Position erarbeitet, an der man nicht mehr nur teilnehmen, sondern mitspielen will.
Und als Fan hofft man natürlich, dass die kommende Saison zeigt:
RB Leipzig ist zurück – und diesmal nicht nur als Zuschauer in der Champions League.
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