Ausgerechnet die Organisation, die Prinz Harry einst selbst mitgegründet hat, geht nun juristisch gegen ihn vor:
Die Afrika-Hilfsorganisation Sentebale hat laut Gerichtsunterlagen eine Verleumdungsklage gegen den Duke of Sussex eingereicht.
Wie aus online einsehbaren Gerichtsdokumenten hervorgeht, wurde die Klage bereits am 24. März eingereicht.
Neben Prinz Harry wird auch Mark Dyer, ein weiterer ehemaliger Treuhänder der Stiftung, als Beklagter genannt. Die Klage läuft unter dem Vorwurf:
„Defamation – libel and slander“, also Verleumdung bzw. rufschädigende Äußerungen.
Kaum Informationen – aber die Signalwirkung ist gewaltig
Weder Vertreter von Prinz Harry noch von Sentebale haben bislang nähere Details zur Klage veröffentlicht.
Weitere Unterlagen oder eine genaue Begründung liegen derzeit nicht öffentlich vor.
Trotzdem ist schon jetzt klar:
Die Signalwirkung ist verheerend.
Denn wenn eine Wohltätigkeitsorganisation ihren eigenen prominenten Mitgründer verklagt, ist das nicht nur ein interner Streit – das ist ein massiver Imageschaden für alle Beteiligten.
Zerwürfnis eskalierte bereits im Vorjahr
Harry hatte Sentebale, die junge Menschen in Afrika unterstützt, im vergangenen Jahr nach einem heftig eskalierten Streit verlassen.
Bereits im März 2025 zog sich Harry gemeinsam mit Mitgründer Prinz Seeiso sowie mehreren weiteren Treuhändern aus der Organisation zurück. Hintergrund war ein erbitterter Konflikt über die Führung und Verwaltung der Stiftung – insbesondere mit der Vorsitzenden Sophie Chandauka.
Was einst als Herzensprojekt galt, entwickelte sich damit zu einem öffentlich ausgetragenen Machtkampf.
Charity Commission sah Fehler auf allen Seiten
Der Streit war so gravierend, dass sich schließlich sogar die britische Charity Commission einschaltete.
Das Ergebnis der Untersuchung fiel vernichtend aus:
Die Aufsichtsbehörde sah Fehler auf allen Seiten und kritisierte ausdrücklich, dass der Konflikt in aller Öffentlichkeit geführt wurde – zulasten der Organisation selbst.
Mit anderen Worten:
Nicht die Hilfe für junge Menschen in Afrika stand plötzlich im Mittelpunkt, sondern ein chaotischer Machtkampf, der dem Ansehen der Stiftung massiv schadete.
Aus einem Herzensprojekt wird ein juristisches Trümmerfeld
Sentebale war lange eines der wenigen Projekte, mit denen Harry glaubwürdig soziales Engagement verkörpern konnte.
Umso bitterer ist nun die Entwicklung:
- erst öffentlicher Führungsstreit
- dann Rückzug des Mitgründers
- jetzt eine Verleumdungsklage gegen Harry selbst
Das ist mehr als nur peinlich.
Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie aus einem eigentlich wichtigen Hilfsprojekt ein öffentliches Desaster geworden ist.
Fazit
Dass Prinz Harry von seiner eigenen Mitgründung verklagt wird, ist ein politisch wie persönlich schwerer Schlag.
Noch fehlen die Details.
Aber schon jetzt steht fest:
Ein Charity-Projekt, das eigentlich Hoffnung und Unterstützung symbolisieren sollte, ist in einem öffentlichen Rosenkrieg gelandet – mit Harry mittendrin.
Oder deutlicher gesagt:
Wenn eine Wohltätigkeitsorganisation ihren berühmtesten Mitgründer wegen Verleumdung vor Gericht zieht, dann ist aus Wohltätigkeit längst ein Scherbenhaufen geworden.
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