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Ölpreis fällt nach Berichten über mögliches Iran-Abkommen

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay
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Die Aussicht auf ein mögliches Ende des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Finanzmärkte kräftig bewegt. Während die Ölpreise deutlich nachgaben, legten die internationalen Börsen spürbar zu. Anleger hoffen auf eine Entspannung im Nahen Osten und eine Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zwischenzeitlich auf 97 Dollar, nachdem Medien über Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Washington und Teheran berichtet hatten. Später zog der Ölpreis wieder auf etwas über 101 Dollar an. Zuvor hatte Brent noch über 108 Dollar notiert.

An den Börsen sorgten die Meldungen für Erleichterung. Der deutsche Dax und der britische FTSE 100 schlossen jeweils mehr als zwei Prozent im Plus, der französische CAC 40 legte sogar um drei Prozent zu. Auch die US-Börsen und asiatische Märkte verzeichneten Gewinne.

Auslöser der Marktreaktionen war ein Bericht des US-Portals Axios. Demnach stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung auf ein einseitiges Memorandum, das den Krieg beenden und neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm ermöglichen soll. Vorgesehen sei demnach eine 30-tägige Verhandlungsphase über die Wiederöffnung der Straße von Hormus, eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms sowie mögliche Lockerungen von Sanktionen.

Der Iran bestätigte bislang lediglich, dass der Vorschlag geprüft werde. US-Präsident Donald Trump dämpfte später die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, ein Abkommen sei „keineswegs sicher“. Sollte Teheran nicht zustimmen, drohten Angriffe „mit deutlich höherer Intensität“.

Seit Beginn des Kriegs Ende Februar haben sich die Energiemärkte massiv verändert. Die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird, gilt seit Wochen faktisch als blockiert. Entsprechend stark waren die Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten.

Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung sorgt nun zumindest kurzfristig für Entspannung. Dennoch liegen die Ölpreise weiterhin deutlich über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Vor dem Konflikt kostete ein Barrel Brent rund 70 Dollar.

Zuletzt hatte Trump mit der Militärmission „Project Freedom“ versucht, Schiffe durch die Meerenge zu eskortieren. Nach erneuten Spannungen setzte Washington die Operation vorläufig aus, um den laufenden Gesprächen mit dem Iran Raum zu geben.

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