Der Onlinehändler Amazon hat in Großbritannien erstmals einen regulären Lieferdienst mit Drohnen gestartet. Das Pilotprojekt läuft zunächst in Darlington im Nordosten Englands. Kunden innerhalb eines Radius von rund zwölf Kilometern um das Amazon-Logistikzentrum können sich kleinere Bestellungen nun aus der Luft liefern lassen.
Transportiert werden Pakete mit einem Gewicht von bis zu 2,2 Kilogramm – darunter Batterien, Kabel, Schreibwaren oder Kosmetikartikel. Die Drohnen werfen die Sendungen aus etwa dreieinhalb Metern Höhe im Garten oder auf dem Grundstück der Kunden ab.
Für Amazon ist der Schritt ein Prestigeprojekt, an dem der Konzern seit mehr als zehn Jahren arbeitet. Ziel sei es, Lieferungen innerhalb kürzester Zeit zu ermöglichen. In den USA beträgt die durchschnittliche Lieferzeit nach Angaben des Unternehmens inzwischen 36 Minuten. In Großbritannien sollen Bestellungen derzeit innerhalb von zwei Stunden eintreffen.
Amazon-Manager David Carbon sieht darin die Zukunft des Onlinehandels. Niemand wolle länger auf Produkte warten, argumentiert er. Gerade bei dringend benötigten Artikeln wie Medikamenten könne die Technologie Vorteile bringen.
In Darlington stößt der neue Service allerdings nicht nur auf Begeisterung. Einige Bewohner betrachten die Drohnen eher als technische Spielerei. Andere äußern Bedenken wegen Sicherheit, Lärm oder der Vorstellung, dass Pakete künftig vom Himmel fallen statt persönlich zugestellt zu werden.
Die eingesetzten Drohnen vom Typ MK30 sollen Hindernisse wie Wäscheleinen, Trampoline oder andere Fluggeräte automatisch erkennen und umfliegen können. Über GPS berechnet das System den exakten Abwurfpunkt. Gleichzeitig werden die Flüge von Mitarbeitern am Boden überwacht und mit dem nahegelegenen Flughafen abgestimmt.
Ganz reibungslos verlief die Entwicklung bisher nicht. In den USA stürzte im Februar eine Amazon-Drohne gegen ein Wohngebäude in Texas und zerbrach. Verletzt wurde niemand. Amazon erklärte, die Drohne habe kurzfristig das GPS-Signal verloren.
Experten sehen den Test in Darlington dennoch als wichtigen Schritt. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass sich das System bislang vor allem für ländliche Regionen eigne. In dicht bebauten Großstädten mit Hochhäusern seien Drohnenlieferungen deutlich komplizierter.
Die britische Luftfahrtbehörde genehmigte den Testbetrieb zunächst bis Jahresende. Amazon hofft jedoch bereits auf eine spätere Ausweitung des Dienstes. Für den Konzern ist klar: Die Drohne soll langfristig zum festen Bestandteil des Liefergeschäfts werden.
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