Statt türkisblauem Meer und traumhaften Sandstränden breitet sich vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ein gewaltiger Ölteppich aus. Mehrere Strände mussten bereits geschlossen werden. Ursache ist vermutlich ein Angriff auf einen Öltanker im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Die ökologischen Folgen könnten erheblich sein.
Besonders betroffen sind die Emirate Schardscha, Umm al-Kuwain und Ras al-Chaima, die sich unweit der Tourismusmetropole Dubai befinden. Dort haben die Behörden mehrere Küstenabschnitte vorsorglich für Besucher gesperrt.
Das Umweltministerium der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigte, dass ausgelaufenes Öl die Küste erreicht habe. Einsatzkräfte versuchen, die Verschmutzung einzudämmen und betroffene Strandabschnitte zu reinigen.
Angriff auf riesigen Öltanker als mögliche Ursache
Nach Erkenntnissen des niederländischen Konflikt- und Umweltforschers Wim Zwijnenburg soll das Öl vom Tanker „Gem No. 2“ stammen.
Das rund 330 Meter lange Schiff fährt unter panamaischer Flagge und gehört einem Unternehmen mit Sitz in Taiwan.
Bereits vor etwa zwei Wochen war der Tanker mutmaßlich von einem Geschoss getroffen worden. Dabei brach an Bord ein Feuer aus. Anschließend soll Öl ins Meer gelangt sein.
Der entstandene Ölteppich erstreckt sich mittlerweile nach Angaben des Forschers über ungefähr 90 Kilometer.
Bedrohung für Natur, Fischerei und Tourismus
Die Verschmutzung könnte empfindliche marine Ökosysteme gefährden. Besonders Seevögel, Fische und andere Meereslebewesen reagieren empfindlich auf Öl im Wasser.
Auch für die örtliche Fischerei und den Tourismus drohen wirtschaftliche Folgen, sollten weitere Küstenabschnitte betroffen sein.
Wie viel Öl tatsächlich ausgelaufen ist und wie lange die Reinigungsarbeiten dauern werden, steht bislang nicht fest.
Wenn militärische Konflikte zur Umweltkatastrophe werden
Der Vorfall macht deutlich, dass militärische Auseinandersetzungen nicht nur Menschenleben gefährden, sondern auch erhebliche Umweltschäden verursachen können.
Ein beschädigter Tanker reicht möglicherweise aus, um große Meeresflächen zu verschmutzen und kilometerlange Küstenabschnitte zu beeinträchtigen.
Besonders bitter: Während die Verantwortlichkeiten für den Angriff noch geklärt werden müssen, kämpfen die Einsatzkräfte bereits gegen die Folgen.
Für die Vereinigten Arabischen Emirate steht nun viel auf dem Spiel. Die Behörden müssen verhindern, dass sich die Ölverschmutzung weiter ausbreitet und zusätzliche Strände erreicht.
Denn die Folgen eines solchen Vorfalls können noch lange sichtbar bleiben, wenn die militärischen Auseinandersetzungen längst beendet sind.
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