Startseite Allgemeines Bau-Irrsinn in Sachsen: 75,9 Millionen Euro pro Kilometer – und die teuerste Ortsumgehung ist noch immer nicht fertig!
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Bau-Irrsinn in Sachsen: 75,9 Millionen Euro pro Kilometer – und die teuerste Ortsumgehung ist noch immer nicht fertig!

geralt (CC0), Pixabay
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Man muss sich diese Zahlen tatsächlich zweimal ansehen: Gerade einmal 3,8 Kilometer Straße, aber inzwischen 288,4 Millionen Euro Baukosten. Willkommen in Pirna, wo eine Ortsumgehung mittlerweile fast so viel kostet wie ein kleines Prestigeprojekt von internationalem Format. Besonders ärgerlich: Die Straße sollte längst fertig sein. Jetzt wird eine Eröffnung erst 2027 angestrebt.

Die Südumfahrung Pirna an der Bundesstraße B172 sollte eigentlich eine Erfolgsgeschichte werden. Weniger Durchgangsverkehr, weniger Lärm und eine spürbare Entlastung der Innenstadt.

Doch inzwischen ist aus dem Verkehrsprojekt ein Paradebeispiel für explodierende Baukosten und immer neue Verzögerungen geworden.

Von 36 Millionen auf fast 290 Millionen Euro

In frühen Planungen Ende der 1990er-Jahre war noch von rund 36 Millionen Euro die Rede.

2017 betrug die offizielle Kostenschätzung bereits 96,6 Millionen Euro. Inzwischen nennt die Bundesregierung 288,4 Millionen Euro.

Umgerechnet sind das rund 75,9 Millionen Euro pro Kilometer!

Und das möglicherweise noch nicht einmal als endgültige Schlussrechnung.

Allein die Nachträge belaufen sich laut Bundesregierung auf knapp 135 Millionen Euro. Als Ursachen werden Änderungen der Bauleistungen, Schwierigkeiten bei der Ausführung und allgemeine Baupreissteigerungen genannt.

Die Brücke wird zum millionenschweren Sorgenkind

Besonders problematisch ist die 916 Meter lange Gottleubatalbrücke.

Das aufwendig konstruierte Bauwerk soll das Tal in bis zu 70 Metern Höhe überspannen. Doch bei Betonarbeiten wurden Mängel festgestellt.

Nach Angaben der Bundesregierung wurde Schalungsmaterial nicht vollständig entfernt. Die daraus entstandenen Probleme müssen nun behoben werden.

Immerhin: Die Kosten der eigentlichen Mängelbeseitigung soll das ausführende Unternehmen tragen.

Wie hoch diese ausfallen, ist allerdings noch nicht bekannt.

2022, 2026, 2027 – wann fahren endlich Autos?

Ursprünglich sollte die gesamte Umgehung 2022 fertiggestellt werden. Danach folgten mehrere Terminverschiebungen.

Inzwischen strebt die Bundesregierung eine Fertigstellung im Jahr 2027 an. Auch dieser Zeitplan hängt von den Reparaturarbeiten und den Witterungsbedingungen ab.

Wer übernimmt die Verantwortung?

Natürlich sind schwierige geologische Verhältnisse, komplizierte Brückenkonstruktionen und steigende Materialpreise reale Herausforderungen.

Aber bei einer derartigen Kostenentwicklung muss gefragt werden, ob Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung und Kostenkontrolle ausreichend funktioniert haben.

Die Menschen in Pirna warten seit Jahren auf die versprochene Verkehrsentlastung. Gleichzeitig wächst die finanzielle Belastung des Projekts.

Unser Kommentar: Deutschland braucht funktionierende Infrastruktur. Was es nicht braucht, sind Projekte, deren Kosten sich vervielfachen, während die Fertigstellung immer weiter verschoben wird.

75,9 Millionen Euro pro Kilometer – das ist keine gewöhnliche Landstraße mehr. Das ist ein öffentlich finanziertes Mahnmal für die Schwierigkeiten deutscher Bauplanung.

Und die entscheidende Frage lautet: Wer zieht daraus endlich Konsequenzen?

3 Kommentare

  • Die Behörden, die unfähigen Partei Wasserköpfen haben das Land zu einer Witzkarikatur verkommen lassen.
    Jeder der die Möglichkeit hat und den Mut, sollte mit Familie schnell das Land verlassen

  • Nun, als ehemaliger Anwohner von Pirna war klar, wer dort und in Deutschland das sagen hat.
    1. die NABU
    2. der Tierschutzverein
    3. die Umweltbehörde
    4. unfähige Baubehörden

    Es war klar, wie die Geschichte ausgehen wird.
    Wie schon Tilo Sarrazin sagte, „Deutschland schafft sich ab“.. Und die Geschwindigkeit dabei steigt jedes weitere Jahr schneller..
    Darum habe ich dieses Land schon vor Jahren verlassen, da ich nicht vorhabe den Weg in den Sozialismus 2.0 live vor Ort zu erleben ..

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