Der NFL Draft ist kaum vorbei, da werden schon Noten verteilt. Natürlich ist das viel zu früh, eigentlich unfair und in drei Jahren vermutlich peinlich. Aber genau deshalb macht es ja Spaß.
Gewinner des Drafts
Ganz oben landen die New York Jets. Mit Linebacker David Bailey, Tight End Kenyon Sadiq, Receiver Omar Cooper und Cornerback D’Angelo Ponds holten sie gleich mehrere potenzielle Sofortstarter. Sogar Quarterback Cade Klubnik könnte im Laufe der Saison seine Chance bekommen. Die Jets haben schon oft Offseasons „gewonnen“ – diesmal wirkt es aber zumindest nach Substanz.
Auch die Las Vegas Raiders dürfen zufrieden sein. Quarterback Fernando Mendoza als Nummer eins war keine Überraschung, aber wichtig. Dazu kamen mit Treydan Stukes, Jermod McCoy und Mike Washington Jr. weitere spannende Verstärkungen.
Die New York Giants überzeugten ebenfalls. Arvell Reese könnte einer der besten Spieler dieser Klasse werden, dazu kam mit Francis Mauigoa ein möglicher Top-Tackle. Auch Cleveland, Seattle, Philadelphia und Green Bay erhielten starke Bewertungen.
Solide Arbeit im Mittelfeld
Viele Teams bekamen ordentliche, aber nicht spektakuläre Noten. Die Bills stärkten ihre Titelambitionen, die Ravens fanden typische Baltimore-Spieler für die Line und Defense, die Broncos setzten vor allem auf den Trade für Jaylen Waddle.
Die Cowboys landeten bei einem B-. Sie investierten stark in ihre schwache Defense, doch die Nachwirkungen des Micah-Parsons-Deals werfen weiterhin Schatten auf die Bewertung.
Auch die Chiefs kamen nur auf ein B-. Zwar verstärkten sie ihre Defense prominent, doch direkte Hilfe für Patrick Mahomes blieb überschaubar.
Die Enttäuschten
Am unteren Ende stehen die Falcons und Jaguars. Atlanta musste mit Altlasten aus früheren Entscheidungen leben, machte aber immerhin mit Avieon Terrell und Zachariah Branch etwas aus wenig Kapital.
Die schlechteste Note bekam Jacksonville. Der Draft wirkte blass, ein Erstrundenpick fehlte, und der teure Travis-Hunter-Deal aus dem Vorjahr bleibt ein großes Fragezeichen.
Fazit
Die Jets bekommen das einzige A+, die Raiders und Giants folgen knapp dahinter. Kein Team fällt komplett durch, aber Jacksonville liefert wenig Anlass zur Euphorie.
Oder kurz gesagt:
Die Jets gewinnen den April. Jetzt müssen sie nur noch lernen, auch im Herbst zu gewinnen.
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