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Neue Saison, neue Hoffnung – aber diesmal muss RB Leipzig endlich wieder RB Leipzig sein!

jorono (CC0), Pixabay
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Es ist wieder diese Zeit des Jahres. Der Rasen ist frisch gemäht, die Trikots sind neu, die Gerüchteküche brodelt – und als RB-Fan redet man sich natürlich wieder ein: „Dieses Jahr wird alles besser.“

Muss es auch. Denn nach den Turbulenzen der vergangenen Monate steht RB Leipzig vor einer Saison, die für den gesamten Verein richtungsweisend werden dürfte. Mit Martín Demichelis hat der Klub einen neuen Trainer verpflichtet, nachdem sich der Verein trotz Platz drei und der Qualifikation für die Champions League überraschend von Ole Werner getrennt hat.

Demichelis bekommt keine Schonfrist

Der Argentinier gilt als akribischer Arbeiter und Fußballfachmann. Seine Mannschaften wollen mutig verteidigen, schnell umschalten und dominant auftreten. Genau das, was die RB-DNA eigentlich seit Jahren ausmacht.

Aber in Leipzig reicht guter Fußball allein nicht. Hier zählen Ergebnisse.

In der Bundesliga muss das Ziel mindestens wieder die Champions-League-Qualifikation sein. Alles andere wäre bei diesem Kader und den finanziellen Möglichkeiten schlicht zu wenig. Bayern bleibt Favorit, Leverkusen und Dortmund werden wieder oben mitspielen – und genau dort muss auch Leipzig stehen.

Champions League: Nicht nur dabei sein

Die Champions League ist für RB längst kein Bonus mehr, sondern Pflichtprogramm.

Doch irgendwann muss Schluss sein mit Achtelfinale, Viertelfinale oder unglücklichem Ausscheiden. Leipzig braucht endlich wieder eine internationale Mannschaft, die großen Namen Angst macht. Der Kader besitzt genügend Qualität, um auch gegen Europas Elite zu bestehen – wenn endlich wieder Konstanz einkehrt.

DFB-Pokal: Der Titel, den RB kann

Während die Meisterschaft oft an der Konstanz scheitert, hat Leipzig in den vergangenen Jahren bewiesen, dass der DFB-Pokal dem Verein liegt.

Warum also nicht wieder Berlin?

Ein Titel wäre für Demichelis der perfekte Einstand und würde dem gesamten Verein nach den vergangenen Monaten guttun.

Marcel Schäfer steht unter Beobachtung

Fast noch spannender als die Arbeit des Trainers wird allerdings die Rolle von Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer.

Jetzt beginnt seine eigentliche Bewährungsprobe.

Die Diskussionen rund um die Trennung von Ole Werner haben bei vielen Fans den Eindruck hinterlassen, dass die sportliche Linie nicht ausschließlich in Leipzig bestimmt wird. Insbesondere die enge Verzahnung innerhalb des Red-Bull-Fußballnetzwerks sorgt immer wieder für Spekulationen über Einflussnahmen von außen. Belege dafür, dass Entscheidungen von Red Bull Salzburg getroffen werden, gibt es jedoch nicht.

Gerade deshalb erwarten viele Anhänger nun ein klares Signal von Schäfer: Er muss zeigen, dass RB Leipzig seine sportlichen Entscheidungen selbstbewusst trifft – und dass die Verantwortung tatsächlich in Leipzig liegt.

Der Transfersommer ist noch lange nicht vorbei

Auf dem Transfermarkt herrscht bereits Bewegung.

Mit Martín Demichelis wurde zunächst die wichtigste Personalie auf der Trainerbank geklärt. Gleichzeitig arbeitet der Verein weiter am Kader. Medienberichten zufolge steht Innenverteidiger Maxime Estève vom FC Burnley kurz vor einem Wechsel nach Leipzig. Der Franzose könnte die Defensive weiter verstärken, während gleichzeitig über mögliche Abgänge – etwa von Castello Lukeba – spekuliert wird.

Auch bei weiteren Personalien dürfte sich bis zum Ende der Transferperiode noch einiges tun. Leipzig benötigt nicht nur Qualität, sondern vor allem einen ausgewogenen Kader mit klaren Hierarchien.

Schluss mit Ausreden!

Und jetzt mal ganz ehrlich…

Wir RB-Fans haben in den letzten Jahren viele Trainer kommen und gehen sehen. Viele Talente wurden zu Stars, viele Stars wieder verkauft.

Was wir endlich wieder sehen wollen, ist eine Mannschaft, die brennt.

Eine Mannschaft, die in München nicht vorher die weiße Fahne hisst.

Eine Mannschaft, die in der Champions League nicht zufrieden ist, wenn sie „gut mitgespielt“ hat.

Und eine Vereinsführung, die klare Entscheidungen trifft, statt ständig neue Diskussionen zu produzieren.

Demichelis bekommt seine Chance.

Marcel Schäfer bekommt seine Bewährungsprobe.

Und wir Fans? Wir machen wie immer das, was wir seit Jahren tun: hoffen, leiden, fluchen – und am Ende trotzdem wieder ins Stadion gehen.

Denn eins ist klar: RB Leipzig hat alles, um ganz oben mitzuspielen. Jetzt muss der Verein es endlich auch wieder auf dem Platz zeigen.

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