Startseite Allgemeines Nein das wird nicht klappen
Allgemeines

Nein das wird nicht klappen

kalhh (CC0), Pixabay
Teilen

Die sogenannten Friedensverhandlungen in Pakistan stehen unter keinem guten Stern.
Und wenn man ehrlich ist, muss man schon ganz zu Beginn eine unangenehme Frage stellen:

Kann man hier überhaupt schon von Verhandlungen sprechen – oder erleben wir gerade nur einen diplomatisch verpackten Austausch gegenseitiger Drohungen?

Denn das, was derzeit als Hoffnungsschimmer verkauft wird, wirkt bei nüchterner Betrachtung eher wie ein hektischer Versuch, ein politisches und militärisches Desaster nachträglich in irgendeine Form von „Erfolg“ umzudeuten.

Verhandlungen? Eher Schadensbegrenzung nach einem selbst verursachten Brand

Die Welt schaut derzeit nach Pakistan.
Dort soll nun plötzlich das gelingen, was zuvor durch Eskalation, Machtdemonstration und außenpolitische Selbstüberschätzung mutwillig zerstört wurde.

Doch die Wahrheit ist:

Diese Gespräche sind keine klassische Friedensinitiative.
Sie sind der Versuch, nach einer massiven Eskalation wenigstens noch halbwegs gesichtswahrend aus der selbst geschaffenen Misere herauszukommen.

Vor allem Donald Trump braucht dringend ein Ergebnis, das sich irgendwie verkaufen lässt.
Nicht, weil er Frieden geschaffen hätte – sondern weil er mit seiner üblichen Mischung aus Drohkulisse, Größenwahn und außenpolitischer Grobmotorik eine Lage mit angeheizt hat, die längst außer Kontrolle geraten ist.

Trump ist kein Diplomat – Trump ist der Elefant im Porzellanladen

Donald Trump war nie ein Staatsmann im klassischen Sinn.
Er war und ist eher das politische Äquivalent eines Elefanten im Porzellanladen – laut, unberechenbar und mit der erstaunlichen Fähigkeit, selbst aus schwierigen Situationen noch größere Katastrophen zu machen.

Wer ernsthaft glaubt, dass ein Mann, der internationale Politik wie einen Immobilien-Deal aus einer Reality-Show behandelt, nun plötzlich als elegante Primaballerina der Diplomatie auftritt, glaubt vermutlich auch, dass man einen Waldbrand mit Benzin löschen kann.

Trump will kein Friedensergebnis, weil ihm Stabilität am Herzen liegt.
Trump will ein Friedensergebnis, weil er ein Narrativ braucht:

  • für seine Anhänger,
  • für seine eigene Eitelkeit,
  • und für die Geschichtsbücher, in denen er sich gern als „Macher“ sehen würde.

Das Problem ist nur:

Zwischen Show und Staatskunst liegen Welten.

Netanjahu und Trump: Zwei Männer, ein Trümmerfeld

Man muss es klar benennen:

Benjamin Netanjahu und Donald Trump haben die Welt in ein neues Chaos gestürzt.

Sie haben nicht nur politisch eskaliert.
Sie haben auch reale Zerstörung hinterlassen:

  • zerstörte Infrastruktur
  • beschädigte Energieversorgung
  • zerschlagene Versorgungsketten
  • militärisch destabilisierte Regionen
  • neue Unsicherheiten für Märkte, Handel und internationale Beziehungen

Und während jetzt über „Verhandlungen“ gesprochen wird, darf man eines nicht verdrängen:

Zerstörte Infrastruktur baut sich nicht über Nacht wieder auf.
Straßen, Häfen, Energieanlagen, Produktionsketten, Transportwege – all das lässt sich nicht mit einem Händedruck in Pakistan reparieren.

Selbst wenn morgen ein tragfähiger Waffenstillstand käme, bliebe die Realität:

Der Schaden ist da. Und der Wiederaufbau wird Jahre dauern.

Die Weltordnung verschiebt sich – und die USA verlieren

Die noch größere Wahrheit ist aber geopolitisch:

Es wird eine neue politische Ordnung geben.

Und in dieser neuen Ordnung werden die USA nicht als großer Gewinner hervorgehen – im Gegenteil.

Die Vereinigten Staaten verlieren unter Trump genau das, was eine Weltmacht eigentlich ausmacht:

  • Verlässlichkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Bündnisfähigkeit
  • strategische Berechenbarkeit
  • moralische Autorität

Trump hat in seiner Amtszeit eindrucksvoll gezeigt, wie man eine Supermacht nicht stärkt, sondern systematisch zur Lachnummer der Weltpolitik macht.

Was früher einmal Respekt war, ist heute vielerorts nur noch:

  • Misstrauen
  • Kopfschütteln
  • taktisches Kalkül
  • und die Frage, wie man Washington möglichst elegant umgeht

Eine Weltmacht, die niemand mehr ernst nimmt, ist zwar noch militärisch stark – aber politisch bereits im Niedergang.

Pakistan kann nur retten, was überhaupt noch zu retten ist

Natürlich wird jetzt jede Bewegung in Pakistan als Hoffnung interpretiert.
Jede Gesprächsrunde.
Jedes Foto.
Jede diplomatische Floskel.

Aber die Erwartungshaltung sollte realistisch bleiben:

Das wahrscheinlichste Ergebnis ist zunächst ein Scheitern.

Und genau deshalb muss man es nüchtern sehen:

Wenn dort überhaupt etwas erreicht wird,
wenn aus Drohungen irgendwann echte Gespräche werden,
wenn aus Taktik irgendwann eine belastbare Vereinbarung entsteht,
dann wäre das bereits mehr, als derzeit vernünftigerweise zu erwarten ist.

Mit anderen Worten:

Wer von Pakistan jetzt den großen Frieden erwartet, wird sehr wahrscheinlich enttäuscht werden.
Wer dort überhaupt den Beginn eines halbwegs geordneten Rückzugs aus dem Chaos sieht, muss schon fast optimistisch sein.

Trumps Amtszeit endet – das Aufräumen nicht

Donald Trump wird irgendwann nicht mehr im Amt sein.
Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht:

Das Aufräumen nach Trump wird deutlich länger dauern als eine einzige Amtszeit.

Denn Vertrauen lässt sich nicht per Dekret wiederherstellen.
Allianzen heilen nicht auf Knopfdruck.
Zerstörte Glaubwürdigkeit braucht Jahre, manchmal Jahrzehnte.

Trump hinterlässt keine starke Führungsmacht.
Er hinterlässt ein Land, das unter seiner Führung außenpolitisch beschädigt, moralisch ausgehöhlt und strategisch geschwächt wurde.

Und wenn seine politische Karriere irgendwann endet, dürfte sein Kreis echter Verbündeter sehr überschaubar sein.

Oder um es weniger diplomatisch zu sagen:

Nach seiner Amtszeit wird Trump so viele Freunde haben, dass er problemlos ein „Dinner for Two“ veranstalten kann.

Und der einzige Gast, der dann womöglich noch übrig bleibt, könnte tatsächlich Benjamin Netanjahu sein –
wenn der bis dahin nicht selbst im Gefängnis sitzt.

Fazit

Die Gespräche in Pakistan sind kein großer Friedensprozess.
Sie sind vor allem der Versuch, nach einer von Trump und Netanjahu mitverursachten Eskalation noch irgendwie einen Ausgang zu finden, der nicht völlig wie ein Eingeständnis des Scheiterns aussieht.

Doch die Lage ist zu schwer beschädigt, die Fronten zu verhärtet, die Zerstörung zu groß.

Darum gilt:

Nein, das wird nicht klappen.

Und wenn es wider Erwarten doch erste kleine Fortschritte gibt, dann nicht wegen genialer Diplomatie aus Washington – sondern trotz des Chaos, das Trump und Netanjahu angerichtet haben.

„Trump hinterlässt keine Weltmacht – Trump hinterlässt einen Scherbenhaufen mit Atomwaffen.“ 😈

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Bombendrohung sorgt für Evakuierung am JFK-Flughafen in New York

Am internationalen Flughafen John F. Kennedy (JFK) in New York hat eine...

Allgemeines

WM-Tipp: Kanada – Bosnien-Herzegowina

Kanada startet als Co-Gastgeber mit viel Druck in das Turnier. Die Nordamerikaner...

Allgemeines

Das neue Heizungsgesetz: Alles anders, aber irgendwie doch nicht

Gute Nachrichten für alle Hausbesitzer, die in den vergangenen Jahren versucht haben,...

Allgemeines

Baut Borussia Dortmund heimlich eine Frauen-Fußballmacht auf?

Während die meisten Fußballfans bei Borussia Dortmund noch immer zuerst an die...