Der Basketballprofi der Memphis Grizzlies ist im Alter von 29 Jahren gestorben. Team und Management bestätigten den Tod des NBA-Spielers am Dienstag. Die genauen Umstände sind noch unklar, Ermittler prüfen laut US-Medien jedoch eine mögliche Überdosis.
Der Spieler wurde in Kalifornien tot aufgefunden. Rettungskräfte waren nach einem medizinischen Notruf zu einem Haus im San Fernando Valley gerufen worden. Als die Sanitäter eintrafen, konnten sie nur noch den Tod feststellen. Medienberichten zufolge fanden Ermittler in dem Haus auch Drogenutensilien.
Talentierter NBA-Spieler mit schwierigen letzten Jahren
Der Kanadier galt lange als eines der vielversprechenden Talente seines Draft-Jahrgangs. Nach starken College-Jahren schaffte er 2019 den Sprung in die NBA und spielte seine gesamte Karriere bei den Memphis Grizzlies.
Schon in seiner ersten Saison wurde er ins All-Rookie-Team gewählt und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Spieler der Mannschaft. Später unterschrieb er einen millionenschweren Vertrag über mehrere Jahre.
Doch zuletzt war seine Karriere zunehmend von Verletzungen geprägt. Ein Achillessehnenriss sowie Knie- und Wadenprobleme warfen ihn immer wieder zurück. In den vergangenen beiden Spielzeiten kam er nur noch auf wenige Einsätze.
Festnahme wenige Wochen vor dem Tod
Zusätzliche Schlagzeilen hatte der Spieler Anfang April gemacht. Laut Polizei soll er sich damals in Arkansas eine Verfolgungsjagd mit Beamten geliefert haben. In seinem Auto wurden größere Mengen Kratom gefunden – eine pflanzliche Substanz, die in einigen US-Bundesstaaten legal ist, in anderen jedoch als kontrollierte Droge gilt.
Der Vorfall hatte bereits Sorgen um seinen Zustand ausgelöst.
Trauer in der NBA
Vor einem Playoff-Spiel gedachten Spieler und Fans dem Verstorbenen mit einer Schweigeminute. Teamkollegen reagierten erschüttert in sozialen Netzwerken.
Der Club würdigte ihn als außergewöhnlichen Teamspieler und warmherzigen Menschen, der weit über den Basketball hinaus Spuren hinterlassen habe.
Neben dem Sport engagierte sich der Profi auch sozial und gründete zuletzt eine Stiftung, die Familien in schwierigen Lebenssituationen unterstützen sollte.
Musik als Ventil
Abseits des Basketballs veröffentlichte der Spieler unter einem Künstlernamen eigene Rapmusik. In Interviews und sozialen Medien beschrieb er Musik mehrfach als „therapeutisch“ und kündigte neue Projekte an.
Nun endet die Karriere eines Spielers, der einst als große Zukunftshoffnung galt, abrupt und tragisch mit nur 29 Jahren.
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