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Jimmy Kimmel

Pikurā (CC0), Pixabay
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US-Talker Jimmy Kimmel hat bei einer Branchenveranstaltung in New York erneut scharf gegen Präsident Donald Trump ausgeteilt – und dabei zugleich behauptet, seine politischen Auseinandersetzungen mit dem Weißen Haus hätten den Disney-Konzern „Milliarden“ gekostet.

Bei den sogenannten Disney Upfronts, einer wichtigen Werbeveranstaltung für Fernsehsender und Streamingdienste, machte sich Kimmel in gewohnt provokanter Weise über seine Rolle innerhalb des Konzerns lustig. Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen zwischen dem Moderator von „Jimmy Kimmel Live!“ und der Trump-Regierung.

„Ich habe unser Unternehmen dieses Jahr Milliarden gekostet“, sagte Kimmel auf der Bühne. „Rein mathematisch betrachtet war ich wahrscheinlich die schlechteste Personalentscheidung in der Geschichte von Disney.“

Dabei spielte der Moderator unter anderem auf die zeitweise Aussetzung seiner Sendung im vergangenen September an, die Medienberichten zufolge unter politischem Druck aus dem Weißen Haus erfolgt sein soll.

Kimmel zog auf der Bühne zahlreiche Vergleiche und Selbstironie heran. So behauptete er scherzhaft, nicht einmal der Kapitän des havarierten Öltankers „Exxon Valdez“ habe seinem Arbeitgeber mehr Schaden zugefügt.

Trotz der politischen Kontroversen scheinen die Einschaltquoten seiner Sendung zuletzt gestiegen zu sein. Laut Kimmel legte „Jimmy Kimmel Live!“ in der wichtigen Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen um 25 Prozent zu. Verantwortlich dafür seien „größtenteils unsere Partner in Washington“, sagte er mit Blick auf die Trump-Regierung.

Gleichzeitig zeigte sich Kimmel solidarisch mit anderen Late-Night-Moderatoren. Erst am Vorabend war er gemeinsam mit Stephen Colbert, Jimmy Fallon, Seth Meyers und John Oliver in Colberts „Late Show“ aufgetreten. CBS hatte angekündigt, die traditionsreiche Sendung künftig einzustellen.

Auch darüber machte sich Kimmel auf der Bühne lustig. Den geplanten Ersatz im Sendeplatz bezeichnete er als möglichst „präsidentenfreundliche“ Lösung, die garantiert niemanden im Weißen Haus verärgern werde.

Neben politischen Spitzen nahm Kimmel auch das US-Fernsehen allgemein aufs Korn. Rivalisierende Sender verglich er mit „hungrigen Chihuahuas unter einem Tisch, die auf ein herunterfallendes Hähnchenbein warten“.

Seine Witze richteten sich zudem gegen neue Serienprojekte von CBS, darunter eine neue „NCIS“-Version mit Rapper und Schauspieler LL Cool J sowie die geplante Krimiserie „Einstein“.

Kimmel gehört seit Jahren zu den schärfsten Kritikern Donald Trumps im US-Fernsehen. Gleichzeitig ist er selbst immer häufiger Ziel konservativer Angriffe und politischer Debatten über Meinungsfreiheit, Satire und Einflussnahme auf Medienunternehmen geworden.

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