Manche Menschen stehlen Autos. Andere Schmuck. Und manche schaffen es, versehentlich möglicherweise die wertvollste USB-Sammlung der Popwelt mitzunehmen.
Ein Mann aus Atlanta ist zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er in ein Auto eingebrochen und dabei Festplatten mit unveröffentlichter Musik von Beyoncé gestohlen hatte.
Einbruch mit sehr unerwarteter Beute
Der Diebstahl passierte kurz vor den Konzerten der „Cowboy Carter“-Tour in Atlanta. Betroffen war ein Mietwagen von Mitarbeitern aus Beyoncés Tanz- und Choreografie-Team.
Als die Besitzer zurückkehrten, war die Heckscheibe eingeschlagen, das Gepäck verschwunden – inklusive Laptops, Designerkleidung, Kopfhörern und mehreren Festplatten mit bisher unveröffentlichtem Material der Sängerin.
Die Ermittler fanden die Datenträger bis heute nicht wieder. Irgendwo existiert also möglicherweise weiterhin ein Laptop voller Beyoncé-Songs, den niemand außer dem FBI und vermutlich halb TikTok sucht.
Überwachungskameras statt Geheimmission
Laut Staatsanwaltschaft wirkte der Einbruch eher spontan als gezielt. Überwachungsvideos zeigten ein rotes Auto neben dem Mietwagen und später denselben Wagen vor einem Apartmenthaus, wo der Täter mit den Koffern hantierte.
Besonders unglücklich für ihn: Die gestohlenen Geräte verfügten über Ortungstechnik. Moderne Kriminalität scheitert inzwischen oft daran, dass selbst Kopfhörer mehr digitale Spuren hinterlassen als manche Menschen.
Vom Parkplatz direkt vor Gericht
Der Mann bekannte sich schuldig und erhielt neben der Haftstrafe zusätzlich drei Jahre Bewährung. Sein Anwalt erklärte vor Gericht, der Angeklagte hoffe künftig auf ein legales Leben und wolle „Teil der Gesellschaft sein wie wir alle“.
Immerhin dürfte er inzwischen wissen, dass man ausgerechnet bei einem Auto aus dem direkten Umfeld von Beyoncé besser zweimal nachdenkt.
Denn während manche Einbrüche lokal Schlagzeilen machen, landet man mit gestohlener Beyoncé-Musik plötzlich weltweit in den Nachrichten.
Kommentar hinterlassen