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Nächster Engpass droht: Auch das Rote Meer wird zum Risiko für den Ölhandel

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Der Krieg mit dem Iran bringt den globalen Ölmarkt zunehmend in Bedrängnis. Nachdem die Straße von Hormus durch Angriffe praktisch blockiert ist, geraten nun auch alternative Transportwege unter Druck – allen voran das Rote Meer.

Eigentlich sollte die Route über Saudi-Arabiens Westküste eine wichtige Ausweichmöglichkeit sein. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco leitet bereits Millionen Barrel Rohöl über eine Pipeline zum Hafen Yanbu am Roten Meer um. Die Verladungen dort haben sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt.

Doch auch diese „Notlösung“ ist alles andere als sicher. Iran drohte zuletzt offen damit, US-Militäranlagen im Roten Meer anzugreifen. Damit geraten indirekt auch wichtige logistische Knotenpunkte und Schifffahrtsrouten ins Visier.

Schon vor der aktuellen Eskalation galt die Region als unsicher. Seit Ende 2023 greifen vom Iran unterstützte Huthi-Milizen immer wieder Handelsschiffe an. Viele Reedereien meiden das Gebiet deshalb und nehmen den deutlich längeren und teureren Umweg um Afrika in Kauf.

Experten warnen nun vor einer weiteren Zuspitzung. Sollte auch das Rote Meer für Öltanker zu gefährlich werden, droht ein massiver Schock für die Weltmärkte. Denn dann wären nahezu alle wichtigen Transportwege aus dem ölreichen Nahen Osten beeinträchtigt.

Analysten halten in diesem Szenario einen deutlichen Preissprung für wahrscheinlich. Der Ölpreis könnte auf bis zu 150 Dollar pro Barrel steigen – mit spürbaren Folgen für Verbraucher weltweit. Steigende Energiepreise würden sich schnell auf Flugtickets, Transportkosten und letztlich auch auf Lebensmittelpreise auswirken.

Im Containerverkehr ist die Lage bereits vorgezeichnet: Rund 90 Prozent der Schiffe meiden das Rote Meer schon seit Monaten. Eine schnelle Rückkehr zur Normalität ist nicht in Sicht, auch wegen stark gestiegener Versicherungsprämien.

Die zentrale Botschaft der Märkte ist klar: Wenn neben der Straße von Hormus auch das Rote Meer unsicher wird, gibt es kaum noch Ausweichrouten. Oder, wie ein Analyst es formuliert: „Dann gibt es keinen Ausweg mehr.“

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