Nach dem Tod der US-Influencerin Ashly Robinson auf der Ferieninsel Sansibar dauern die Ermittlungen der tansanischen Behörden an. Der Partner der 31-Jährigen, Joe McCann, wird nach Angaben der Polizei derzeit als Zeuge befragt. Sein Reisepass sei vorerst einbehalten worden. Eine Festnahme gab es bislang nicht.
Die US-Amerikanerin, die online unter dem Namen Ashlee Jenae bekannt war, war vergangene Woche während eines Urlaubs mit ihrem Partner auf Sansibar gestorben. Laut ihrer Familie war Robinson bewusstlos in ihrer Villa gefunden und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, wo ihr Tod wenige Stunden später festgestellt wurde.
Polizei: Ermittlungen laufen weiter
Die Polizei auf Sansibar erklärte in einer aktuellen Stellungnahme, die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Man warte unter anderem auf den offiziellen medizinischen Bericht der behandelnden Ärzte.
Zugleich bestätigten die Behörden, dass McCann derzeit als Zeuge mit den Ermittlern spricht. Nach Angaben lokaler Polizeivertreter gibt es derzeit keine Festnahme und bislang auch keinen öffentlichen Hinweis darauf, dass gegen ihn ein konkreter Tatverdacht bestehe.
Frühere Angaben der Polizei sorgen für Fragen
Bereits zuvor hatte die Polizei der BBC mitgeteilt, Robinson habe demnach versucht, sich das Leben zu nehmen. Diese Darstellung ist jedoch bislang nicht abschließend durch einen medizinischen Abschlussbericht bestätigt worden.
McCann selbst hat sich öffentlich bisher nicht zu den Vorwürfen oder zu den Umständen des Todes geäußert.
Eltern zweifeln an offizieller Darstellung
In einem Interview mit dem US-Sender CBS News äußerten Robinsons Eltern erhebliche Zweifel an der bisherigen Darstellung der Ereignisse. Der Tod ihrer Tochter in Tansania ergebe für sie „keinen Sinn“, sagten sie.
Die 31-Jährige habe gerade erst ihren Geburtstag gefeiert und sich auf der Reise verlobt. Ihre Mutter beschrieb sie als lebensfrohen, warmherzigen Menschen, der eigentlich glücklich gewesen sei.
„Sie sollte glücklich sein – und dann ist sie plötzlich weg“, sagte ihre Mutter.
Die Familie erklärte zudem, sie habe erst rund elf Stunden nach dem Vorfall von McCann erfahren, dass etwas passiert sei – und dies nur mit wenigen Details. Später habe das Hotel die Angehörigen über den Tod informiert.
Hotel bestätigt Kooperation, äußert sich aber nicht zu Details
Nach Angaben des Polizeichefs von Nord-Unguja, Benedict Mapujira, soll es vor dem Vorfall zu einer Auseinandersetzung zwischen Robinson und McCann gekommen sein. Das Hotelmanagement habe die beiden daraufhin in getrennten Zimmern untergebracht.
Das Hotel Zuri Zanzibar bestätigte gegenüber Medien jedoch keine Einzelheiten zu diesem Ablauf. In einer Stellungnahme sprach das Haus lediglich von einem „tragischen Vorfall“ und erklärte, man arbeite eng mit den Behörden sowie der US-Botschaft zusammen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre und die laufenden Ermittlungen wolle man sich nicht weiter äußern.
US-Außenministerium bestätigt Todesfall
Auch das US-Außenministerium bestätigte inzwischen den Tod einer amerikanischen Staatsbürgerin auf Sansibar. Weitere Details wurden unter Verweis auf Datenschutz und die laufenden Untersuchungen nicht genannt. Man betonte jedoch, der Schutz und die Sicherheit von US-Bürgern im Ausland hätten höchste Priorität.
Trauer, offene Fragen und laufende Ermittlungen
Ashly Robinson hatte ihre Reise nach Tansania in sozialen Netzwerken noch als eine Art Traumurlaub dokumentiert. Umso größer ist nun die Bestürzung bei ihren Followern, Freunden und ihrer Familie.
Der Fall wirft derzeit mehr Fragen auf, als er beantwortet.
Bis zum Abschluss der medizinischen Untersuchung und der polizeilichen Ermittlungen bleibt vieles unklar.
Fazit:
Der Tod der US-Influencerin Ashly Robinson auf Sansibar bleibt rätselhaft. Während ihr Verlobter als Zeuge befragt wird, zweifelt die Familie an der bisherigen Darstellung der Behörden. Klar ist bislang nur: Die Ermittlungen sind noch offen – und die entscheidenden Antworten stehen noch aus.
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