US-Präsident Donald Trump hat das Programm für eine Großveranstaltung anlässlich des 250. Jahrestages der amerikanischen Unabhängigkeit vorgestellt. Nachdem zahlreiche Musiker ihre Teilnahme an der ursprünglich geplanten Konzertreihe abgesagt hatten, übernimmt Trump nun selbst die Rolle des Hauptredners und faktisch auch die des Hauptacts.
In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kündigte Trump an, dass Country-Sänger Lee Greenwood am 24. Juni seinen bekannten Hit „God Bless the U.S.A.“ performen werde. Anschließend soll Trump selbst die zentrale Rede des Abends halten.
Dabei konnte sich der Präsident einen Seitenhieb auf die abgesprungenen Künstler nicht verkneifen. Man wolle keine Sänger „ohne Talent, aber mit hohen Gagen“, die das Publikum einschläfern würden. Stattdessen brauche es nur „Sie, mich, einige Redner und die großartigste Musik aller Zeiten“.
Konzertreihe nach Künstler-Protesten abgesagt
Ursprünglich hatte die von Trump gegründete Organisation „Freedom 250“ eine 16-tägige Konzertreihe im Rahmen der „Great American State Fair“ geplant. Das Projekt sollte die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten einläuten.
Doch nur wenige Stunden nach Bekanntgabe des ursprünglichen Programms sagten zahlreiche Künstler ihre Teilnahme wieder ab.
Country-Sängerin Martina McBride erklärte, sie sei davon ausgegangen, an einer überparteilichen Veranstaltung teilzunehmen. Als deutlich wurde, dass das Event politisch mit Trump in Verbindung gebracht werde, zog sie ihre Zusage zurück.
Auch Rockmusiker Bret Michaels stieg aus. Er begründete seine Entscheidung damit, dass sich die Veranstaltung zu etwas entwickelt habe, das deutlich spaltender sei als ursprünglich dargestellt.
Die Absagen brachten die Organisatoren offenbar in erhebliche Schwierigkeiten. Statt die Künstler zu ersetzen, entschied sich Trump kurzerhand dafür, die Konzertreihe komplett zu streichen und die Veranstaltung in eine politische Kundgebung umzuwandeln.
Lee Greenwood bleibt an Bord
Ganz ohne Musik wird die Veranstaltung allerdings nicht stattfinden. Neben Lee Greenwood wird auch Opernsänger Christopher Macchio auftreten.
Darüber hinaus sollen mehrere Militärensembles auftreten, darunter die U.S. Army Band, die U.S. Marine Band, der Armed Forces Choir sowie der Joint Armed Forces Chorus.
Greenwood, seit Jahren ein enger politischer Verbündeter Trumps, bezeichnete seinen Auftritt als „große Ehre“. Der Sänger war bereits bei zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen Trumps zu Gast und unterstützte ihn öffentlich mehrfach.
Jahrmarkt findet dennoch statt
Trotz der abgesagten Konzerte wird die „Great American State Fair“ wie geplant stattfinden. Vom 25. Juni bis zum 10. Juli sollen auf der National Mall in Washington Pavillons aller 56 US-Bundesstaaten und Territorien, Ausstellungen sowie klassische Jahrmarktattraktionen aufgebaut werden.
Die Eröffnungsveranstaltung dürfte jedoch vor allem wegen ihres ungewöhnlichen Programmwechsels in Erinnerung bleiben: Aus einer Konzertreihe mit prominenten Musikern wurde binnen weniger Tage eine Trump-Kundgebung mit musikalischer Begleitung.
Oder anders formuliert: Nachdem die Stars abgesagt hatten, entschied sich Donald Trump, selbst die Show zu übernehmen.
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