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Rekordtransfer: Bayer Leverkusen verliert Top-Talent an Juventus Turin

jorono (CC0), Pixabay
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Der internationale Transfermarkt nimmt nach dem Ende der Weltmeisterschaft deutlich Fahrt auf. Im Mittelpunkt steht ein Rekordwechsel aus der Bundesliga: Kerim Alajbegović verlässt Bayer Leverkusen und schließt sich Juventus Turin an.

Der erst 18 Jahre alte bosnische Nationalspieler wechselt nach den vorliegenden Informationen für eine garantierte Ablösesumme von etwas mehr als 30 Millionen Euro nach Italien. Durch leicht erreichbare Bonuszahlungen soll der Betrag zunächst auf rund 33 Millionen Euro steigen. Im Erfolgsfall könnte Bayer insgesamt mehr als 35 Millionen Euro erhalten.

Damit wird Alajbegović zum teuersten 18-jährigen Abgang der Bundesliga-Geschichte.

Bei Juventus unterschreibt der in Leverkusen ausgebildete Offensivspieler einen Vertrag über fünf Jahre. Auch der FC Chelsea soll intensiv um ihn geworben und sogar eine Ablöse von bis zu 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Alajbegović entschied sich jedoch gegen einen Wechsel nach London und für den italienischen Rekordmeister.

Bayern München plant ohne drei Spieler

Auch beim FC Bayern München stehen mehrere Veränderungen bevor. Sportvorstand Max Eberl bestätigte öffentlich, dass Sacha Boey, Bryan Zaragoza und João Palhinha in den Planungen des Rekordmeisters keine Rolle mehr spielen.

Die Vereinsführung habe den Spielern offen mitgeteilt, dass sie den Klub in diesem Sommer verlassen können. Sollten sie dennoch bleiben, dürfte es für sie schwierig werden, Einsatzzeiten zu erhalten.

Eberl erklärte, der aktuelle Kader stehe im Wesentlichen fest. Für das Trio sei darin kein Platz mehr vorgesehen.

Auch die Zukunft von Hiroki Ito ist offen. Der japanische Nationalspieler darf den Verein verlassen, falls er selbst einen Wechsel anstrebt. Die Münchner sollen für den Verteidiger rund 20 Millionen Euro verlangen. Ein konkretes Angebot liegt bislang offenbar nicht vor.

Chelsea verpflichtet Maxence Lacroix

Der FC Chelsea hat sich mit Maxence Lacroix verstärkt. Der frühere Wolfsburger kommt von Crystal Palace und erhält bei den Londonern einen langfristigen Vertrag bis 2032.

Die Ablösesumme soll bei rund 61 Millionen Euro liegen. Crystal Palace erzielt damit einen erheblichen Transfergewinn: Erst 2024 hatte der Klub den französischen Innenverteidiger für etwa 18 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet.

Lacroix erklärte nach seinem Wechsel, die Gespräche mit Chelsea-Trainer Xabi Alonso hätten ihn überzeugt. Beide teilten dieselbe Vorstellung von der sportlichen Entwicklung des Vereins.

Real Madrid weiter Favorit bei Diomande

Bei RB Leipzig bleibt die Zukunft von Yan Diomande eines der bestimmenden Themen. Der 19-Jährige trainiert derzeit individuell, soll sich innerhalb der Mannschaft aber weiterhin professionell verhalten.

Real Madrid gilt als Favorit auf eine Verpflichtung. Paris Saint-Germain soll die Entwicklung ebenfalls beobachten, allerdings bestehen offenbar Schwierigkeiten im Verhältnis zur Berateragentur des Spielers.

RB Leipzig fordert dem Bericht zufolge eine garantierte Ablösesumme von 120 Millionen Euro. Gleichzeitig beschäftigt sich der Verein bereits mit möglichen Nachfolgern. Für die drei Wettbewerbe sollen vier leistungsstarke Flügelspieler zur Verfügung stehen. Neben Diomande gehören derzeit Antonio Nusa, Johan Bakayoko und Tidiam Gomis zu den Optionen.

Für den Fall eines Abgangs hat Leipzig nach Medieninformationen bereits eine sogenannte Schattenliste mit möglichen Ersatzspielern vorbereitet.

Gulácsi vor Abschied aus Leipzig

Auch Péter Gulácsi könnte RB Leipzig verlassen. Nach elf Jahren in Sachsen steht der 36 Jahre alte Torhüter vor einem möglichen Wechsel zum FC Villarreal.

Der spanische Klub soll dem Ungarn einen Zweijahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Saison anbieten. In Villarreal könnte Gulácsi erneut um einen Stammplatz kämpfen und möglicherweise auch in der Champions League zum Einsatz kommen.

In Leipzig war vorgesehen, dass Marten Vandevoordt dauerhaft zur Nummer eins aufsteigt. Gulácsi sollte als erfahrener Ersatzkeeper weiterhin zehn bis zwölf Pflichtspiele pro Saison bestreiten und zugleich eine wichtige Rolle als Führungsspieler übernehmen.

Als möglicher Nachfolger wird der frühere Leipziger Torhüter Ørjan Nyland gehandelt.

Odense trennt sich nach einem Spiel von Zorniger

Für Alexander Zorniger ist das Engagement bei Odense Boldklub überraschend beendet. Der dänische Erstligist trennte sich bereits nach dem ersten Spieltag der neuen Saison vom ehemaligen Bundesliga-Trainer.

Als Gründe nannte der Verein Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit und unterschiedliche Vorstellungen über die weitere sportliche Entwicklung. Die Auftaktniederlage gegen Viborg dürfte die Entscheidung zusätzlich beschleunigt haben.

Zorniger hatte Odense in der vergangenen Saison noch zum Klassenerhalt geführt.

Eddie Howe tritt in Newcastle zurück

Auch in der englischen Premier League gibt es einen überraschenden Trainerwechsel. Eddie Howe ist nicht länger Cheftrainer von Newcastle United.

Nach Gesprächen mit der Vereinsführung soll der 48-Jährige seinen Rücktritt erklärt haben. Der Abschied kommt nur wenige Wochen vor dem Beginn der neuen Saison.

Newcastle hatte bereits Sandro Tonali und Anthony Gordon verloren. Auch die Zukunft von Kapitän Bruno Guimarães ist ungeklärt. Der Klub um den deutschen Nationalstürmer Nick Woltemade muss nun kurzfristig einen neuen Trainer verpflichten.

Monaco verpflichtet Matthis Abline

Die AS Monaco hat den französischen Angreifer Matthis Abline vom FC Nantes verpflichtet. Der 23-Jährige unterschreibt im Fürstentum einen Vertrag bis 2031.

Die Ablösesumme soll rund 30 Millionen Euro betragen. Monaco sichert sich damit einen der begehrtesten jungen Stürmer der französischen Liga.

John Stones wechselt zu Inter Mailand

John Stones setzt seine Karriere bei Inter Mailand fort. Der englische Nationalspieler ist nach seinem Abschied von Manchester City bereits in Italien eingetroffen.

Stones soll beim italienischen Meister einen Vertrag bis 2028 erhalten und rund vier Millionen Euro netto pro Saison verdienen. Eine Ablöse wird nicht fällig.

Für den 32 Jahre alten Innenverteidiger endet damit nach zehn Jahren ein äußerst erfolgreiches Kapitel bei Manchester City. In Mailand stellt er sich noch einmal einer neuen sportlichen Herausforderung.

Transfermarkt nimmt Fahrt auf

Der Wechsel von Kerim Alajbegović ist bislang einer der auffälligsten Deals dieses Transfersommers. Bayer Leverkusen verliert ein außergewöhnliches Talent, erhält dafür jedoch eine Rekordablöse für einen Spieler dieses Alters.

Gleichzeitig stehen bei mehreren Bundesligisten weitere große Entscheidungen bevor. Bayern München will seinen Kader verkleinern, Leipzig muss möglicherweise gleich mehrere Leistungsträger ersetzen, und auch international werden wenige Wochen vor dem Saisonstart wichtige Personalfragen geklärt.

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