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Mut hinter Gittern – EU-Parlament ehrt inhaftierte Journalisten aus Belarus und Georgien mit Sacharow-Preis

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Das Europäische Parlament hat den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit an zwei mutige Stimmen verliehen, die derzeit hinter Gittern sitzen: den belarussischen Journalisten Andrzej Poczobut und die georgische Mediengründerin Msia Amaghlobeli.

Ehre für unbeugsame Stimmen

Beide Preisträger stehen symbolisch für den Kampf um Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und demokratische Grundrechte in autoritären Staaten. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola erklärte in Straßburg, die Auszeichnung sei ein Signal der Solidarität mit all jenen, „die trotz Repressionen und Gewalt nicht schweigen“.

Andrzej Poczobut – Reporter zwischen den Fronten

Der belarussisch-polnische Journalist Andrzej Poczobut ist Korrespondent der angesehenen polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza und ein langjähriger Vertreter der polnischen Minderheit in Belarus.
Er wurde im Jahr 2021 wegen angeblicher „Aufstachelung zu Hass“ und „Rehabilitation des Nationalsozialismus“ festgenommen – ein Vorwurf, der international als politisch motiviert gilt. Poczobut hatte regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes berichtet und gilt als einer der letzten unabhängigen Journalisten seines Landes.

Msia Amaghlobeli – Medienfreiheit in Georgien unter Druck

Die zweite Preisträgerin, Msia Amaghlobeli, ist Gründerin zweier unabhängiger georgischer Medien und eine prominente Stimme gegen die zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit in ihrem Land. Im August wurde sie zu zwei Jahren Haft verurteilt – offiziell wegen „Verleumdung“, tatsächlich aber, wie Beobachter sagen, wegen kritischer Berichterstattung über die Regierung.

Ein Preis mit politischer Botschaft

Der Sacharow-Preis, benannt nach dem sowjetischen Dissidenten Andrej Sacharow, wird seit 1988 jährlich vergeben und gilt als höchste Auszeichnung der EU für Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Frühere Preisträger waren unter anderem Alexej Nawalny, Nelson Mandela und die afghanischen Frauenrechtlerinnen.

Mit der Entscheidung für Poczobut und Amaghlobeli setzt das Europäische Parlament ein deutliches Zeichen:
Die EU will zeigen, dass kritischer Journalismus kein Verbrechen, sondern ein Grundpfeiler der Demokratie ist – auch dort, wo autoritäre Regierungen versuchen, ihn zu ersticken.

Fazit: Mut, der über Mauern hinausstrahlt

Ob in Minsk oder Tiflis – die Stimmen von Andrzej Poczobut und Msia Amaghlobeli sind trotz Gefängnismauern nicht verstummt.
Der Sacharow-Preis ist deshalb nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein politisches Signal der Hoffnung: Die Freiheit des Wortes lässt sich einsperren – aber nicht zum Schweigen bringen.

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