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Mondtivan

WikiImages (CC0), Pixabay
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Jahrzehntelang war Camping die ultimative Flucht aus dem Alltag. Jetzt geht Italien einen Schritt weiter und fragt sich offenbar:

„Warum nur an den Gardasee fahren, wenn man auch direkt zum Mond kann?“

In Turin entsteht derzeit das wohl extravaganteste Wohnmobil der Menschheitsgeschichte. Statt Markise, Klappstuhl und Gaskartusche gibt es Hightech, Strahlenschutz und Raumfahrttechnik. Das Ziel: ein komfortabler Aufenthalt auf dem Mond – rund 384.000 Kilometer von der nächsten Pizzeria entfernt.

Endlich Glamping im All

Das Projekt trägt offiziell den sperrigen Namen Multi-Purpose Habitation Module (MPH). Doch praktisch jeder nennt es längst nur noch den Mondcamper.

Und ehrlich gesagt: Das klingt auch deutlich besser.

Denn das Modul soll Astronauten künftig das bieten, was Italien besonders gut kann: stilvolles Wohnen auf kleinstem Raum.

Während andere Nationen überlegen, wie man den Mond erforscht, überlegen die Italiener offenbar zuerst:

„Wo kommt die Küche hin?“

Küche, Bett und das größte Abenteuer: das WC

An Bord finden die Mondreisenden alles, was man für einen entspannten Campingurlaub benötigt:

  • Schlafplätze
  • Küche
  • Badezimmer
  • Labor
  • Lebenserhaltungssysteme

Nur das Thema Toilette bereitet den Ingenieuren noch Kopfzerbrechen.

Denn während auf der Erde vieles einfach nach unten fällt, herrschen auf dem Mond andere Regeln.

Sagen wir so:

Die NASA hat schon Raketen gebaut. Aber niemand möchte als Erfinder der ersten Mond-Toilettenkatastrophe in die Geschichtsbücher eingehen.

Italienische Ingenieure wissen, wie Wohnen geht

Turin gilt seit Jahren als heimliche Hauptstadt des Weltraumkomforts.

Mehr als die Hälfte der Module der Internationalen Raumstation ISS wurden dort gebaut.

Man könnte also sagen:

Wenn jemand weiß, wie man Menschen auf engstem Raum unterbringt, dann die Italiener.

Schließlich haben sie jahrzehntelange Erfahrung mit Stadtwohnungen, in denen Küche, Wohnzimmer und Existenzkrise auf 28 Quadratmetern Platz finden müssen.

Der teuerste Campingplatz aller Zeiten

Der Mondcamper wird rund sechs Meter lang und drei Meter breit sein.

Mit etwa 15 Tonnen Gewicht dürfte er gleichzeitig das schwerste Wohnmobil sein, das jemals ohne Anhängerkupplung unterwegs war.

Besonders praktisch:

Das Fahrzeug bekommt eigene Räder und kann über die Mondoberfläche fahren.

Damit wird erstmals die Frage relevant:

„Sind wir noch auf dem richtigen Krater oder hätten wir bei der letzten Monddüne links abbiegen müssen?“

Camping ohne Nachbarn

Der größte Vorteil eines Mondurlaubs liegt allerdings auf der Hand.

Keine lärmenden Nachbarn.

Keine Kinder mit Bluetooth-Lautsprecher.

Keine Diskussionen über reservierte Liegen.

Nur Stille, Sterne und gelegentlich ein vorbeifliegender Meteorit.

Einsatz ab 2033 geplant

Wenn alles nach Plan läuft, soll das italienische Luxusmobil bereits 2033 einsatzbereit sein.

Dann könnten Astronauten erstmals mehrere Wochen auf dem Mond verbringen, forschen, leben und vermutlich darüber diskutieren, wer den Abwasch macht.

Denn egal wie weit die Menschheit technologisch kommt:

Selbst auf dem Mond wird irgendwann jemand sagen müssen:

„Ich habe gestern gekocht, heute bist du dran.“

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