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Mindestens 31 Tote bei chaotischer Hilfsgüterverteilung in Gaza

geralt (CC0), Pixabay
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Bei einem Vorfall nahe eines Hilfsverteilzentrums in Rafah im Süden des Gazastreifens sind am Sonntag laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium mindestens 31 Menschen getötet und über 200 verletzt worden. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen, Panik und Schüssen – viele der Opfer seien in Kopf und Brust getroffen worden.

Unklar bleibt, wer konkret das Feuer eröffnete. Das israelische Militär (IDF) erklärte, es habe „keine Kenntnis von Verletzten durch IDF-Feuer“ in der Nähe des Verteilzentrums und prüfe den Vorfall. Die Einrichtung wird von der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) betrieben, einer von den USA und Israel unterstützten privaten Organisation. Diese bestreitet jeglichen Schusswaffengebrauch in oder um das Zentrum und warf der Hamas vor, Falschmeldungen zu verbreiten.

Viele Menschen hatten sich bereits in der Nacht zum Sonntag auf den Weg gemacht, um dringend benötigte Lebensmittel zu erhalten. Zeugen sprechen von „willkürlichem Schusswaffeneinsatz“ und massiven Menschenmengen. Videos zeigen Menschen, die mit leeren Taschen und Kartons fliehen, viele ohne erhaltene Hilfe. „Das ist keine Hilfsverteilung, das ist eine Todesfalle“, sagte ein Mann gegenüber CNN.

Laut Berichten wurden lediglich wenige Hilfsgüter ausgegeben, was zu panikartigen Zuständen führte. Die Kritik an der GHF und ihrer Vorgehensweise wächst. Im Gegensatz zu UN-Hilfswerken wie UNRWA werden dort keine Ausweise kontrolliert oder Familien registriert – ein Verfahren, das Hilfsorganisationen als unsicher und willkürlich bezeichnen.

Das humanitäre Versorgungsniveau im Gazastreifen bleibt dramatisch unzureichend. Die GHF erklärte, seit Beginn ihrer Hilfsaktivitäten über 4,7 Millionen Mahlzeiten verteilt zu haben – doch viele Betroffene sprechen von Chaos, Gewalt und Hunger.

Die Vereinten Nationen fordern indes sicherere, geregelte und gerechte Hilfsverteilungen. Die Zahl der Todesopfer bei den bisherigen Hilfsaktionen steigt weiter – und mit ihr die Kritik an den Zuständen vor Ort.

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