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Millionenbetrug mit Kinderessen: Luxusautos statt Mahlzeiten für arme Kinder

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Manche Menschen nutzten die Corona-Pandemie, um anderen zu helfen. Andere nähten Masken, lieferten Essen oder arbeiteten in Krankenhäusern bis zum Umfallen.

Und dann gab es offenbar noch jene Gruppe, die sich dachte:
„Wie wäre es eigentlich, wenn wir mit Kinderessen Millionen verdienen?“

Genau das soll laut US-Justiz in Minnesota passiert sein – in einem der größten Corona-Betrugsfälle der Vereinigten Staaten.

250 Millionen Dollar verschwinden plötzlich irgendwo zwischen Reis und Luxusvilla

Im Mittelpunkt des Falls steht die ehemalige Chefin der Non-Profit-Organisation „Feeding Our Future“, Aimee Bock.

Der Name klingt eigentlich wie das Motto einer besonders engagierten Schulmensa. Laut Staatsanwaltschaft entwickelte sich daraus allerdings eher ein Franchise-System für kreativen Subventionsmissbrauch.

Die Idee war simpel:
Während der Pandemie stellte die US-Regierung Milliarden für Essensprogramme für Kinder bereit. Restaurants und Essensausgabestellen konnten staatliche Gelder erhalten – sofern sie offiziell bedürftige Kinder versorgten.

Und genau dort begann offenbar die große Fantasieproduktion.

91 Millionen Mahlzeiten – wahrscheinlich für unsichtbare Kinder

Laut Ermittlern behaupteten die Beteiligten, unglaubliche 91 Millionen Mahlzeiten verteilt zu haben.

91 Millionen.

Das ist ungefähr die Menge, bei der man irgendwann fragt:
„Gab es in Minnesota plötzlich mehr Kinder als Einwohner?“

Die angeblichen Essensausgaben sollen dabei teilweise innerhalb weniger Tage entstanden sein – mit plötzlich gegründeten Ausgabestellen, die laut Behörden oft nur auf dem Papier existierten.

Pandemiehilfe direkt in die Luxusklasse

Das Geld floss laut Anklage jedenfalls nicht primär in Nudeln, Milch oder Pausenbrote.

Stattdessen kauften sich Beteiligte offenbar Luxusautos, Häuser, Schmuck und sogar Resort-Immobilien im Ausland.

Man könnte sagen:
Die Kinder bekamen theoretisch Mittagessen – die Betreiber praktisch Ferraris.

Richterin findet deutliche Worte

Die zuständige Richterin verlor bei der Urteilsverkündung offenbar jede diplomatische Zurückhaltung.

„Das war ein Strudel aus Betrug – und Sie standen im Zentrum“, sagte sie zur Angeklagten.

Aimee Bock erhielt schließlich 41 Jahre Haft.

41 Jahre für Corona-Betrug.
Da merkt selbst der letzte Steuerzahler:
Die amerikanische Justiz hatte an diesem Tag offenbar sehr schlechte Laune.

„Ich habe Fehler gemacht“

Bock zeigte sich im Gerichtssaal reumütig.

„Ich habe Fehler gemacht. So viele Fehler“, sagte sie.

Das ist technisch gesehen vermutlich korrekt – klingt bei einem mutmaßlichen 250-Millionen-Dollar-Betrug allerdings ungefähr so, als würde jemand nach einem Banküberfall erklären:
„Beim Einparken lief heute auch nicht alles optimal.“

Sogar Bestechung mit Bargeldtasche

Besonders absurd:
Der Fall wurde noch skurriler, als später mehrere Personen beschuldigt wurden, einen Geschworenen mit einer Tasche voller Bargeld bestechen zu wollen.

In der Tasche:
120.000 Dollar.

Man fragt sich automatisch:
Gab es irgendwann in diesem Verfahren überhaupt noch jemanden, der NICHT versucht hat, Geld irgendwohin zu tragen?

Der Gouverneur stolpert gleich mit

Der Skandal wurde schließlich so groß, dass sogar Minnesotas Gouverneur Tim Walz politisch unter Druck geriet.

Seine Wiederwahlkampagne endete nach wachsender Kritik am Umgang seiner Regierung mit dem Betrugsfall.

Das schafft auch nicht jeder:
Ein Essensprogramm für Kinder so eskalieren zu lassen, dass am Ende ganze politische Karrieren implodieren.

Corona war für manche offenbar ein Geschäftsmodell

Der Fall zeigt erneut, wie massiv weltweit während der Pandemie betrogen wurde.

Denn überall dort, wo Regierungen schnell Milliarden verteilen, tauchen irgendwann Menschen auf, die plötzlich erstaunlich kreative Geschäftsideen entwickeln.

Oder wie man in Minnesota nun wohl sagen würde:
Wenn angeblich Millionen Kinderessen verteilt werden, aber gleichzeitig Luxusautos vorfahren, sollte vielleicht irgendwann jemand nachfragen, ob die Kinder zufällig Kaviar serviert bekommen haben.

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