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Milliardär vergiftet: China vollstreckt Todesstrafe gegen ehemaligen Manager

mayns82 (CC0), Pixabay
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Der spektakuläre Mordfall um den chinesischen Gaming-Milliardär Lin Qi hat jetzt sein endgültiges juristisches Ende gefunden. Wie chinesische Behörden bestätigten, wurde der frühere Anwalt und Manager Xu Yao hingerichtet, nachdem er wegen des Mordes an seinem ehemaligen Geschäftspartner zum Tode verurteilt worden war.

Der Fall hatte in China und der internationalen Gaming- und Filmbranche für enormes Aufsehen gesorgt.

Lin Qi galt als einer der bekanntesten Unternehmer der chinesischen Spieleindustrie. Sein Unternehmen Yoozoo Games wurde weltweit unter anderem durch das Strategiespiel „Game of Thrones: Winter Is Coming“ bekannt. Zusätzlich hielt die Firma die Film- und Serienrechte an der berühmten Science-Fiction-Trilogie „3 Body Problem“ des chinesischen Autors Liu Cixin.

Die spätere Netflix-Verfilmung entwickelte sich 2024 zu einem weltweiten Streaming-Erfolg.

Doch hinter den Kulissen eskalierte offenbar ein erbitterter Machtkampf.

Nach chinesischen Medienberichten soll Xu Yao zunehmend verärgert darüber gewesen sein, dass Lin Qi ihn innerhalb des Unternehmens an den Rand gedrängt hatte. Ursprünglich hatte Lin ihn 2018 zum Leiter der Tochtergesellschaft „Three-Body Universe“ gemacht, die sich um die Vermarktung der Science-Fiction-Marke kümmern sollte.

Später verlor Xu jedoch offenbar Einfluss, nachdem andere Manager wichtige Geschäftsbereiche übernommen hatten.

Die Konsequenz war laut Gericht ein perfider Mordplan.

Xu soll tödliche Substanzen als probiotische Nahrungsergänzungsmittel getarnt und sie Lin Qi verabreicht haben. Im Dezember 2020 kam der Unternehmer nach plötzlichen gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus. Neun Tage später starb er im Alter von nur 39 Jahren.

Damals wurde sein Vermögen auf umgerechnet rund 940 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die chinesische Justiz bezeichnete die Tat später als „äußerst abscheulich“. Bereits 2024 wurde Xu Yao wegen Mordes zum Tode verurteilt. Nun wurde das Urteil offenbar am 21. Mai vollstreckt.

Auch Yoozoo Games äußerte sich inzwischen öffentlich und erklärte:
„Gerechtigkeit wurde letztlich vollzogen.“

Der Fall zeigt einmal mehr die enorme Härte des chinesischen Strafrechts, insbesondere bei schweren Gewaltverbrechen. Während die Todesstrafe in vielen Teilen der Welt abgeschafft wurde, wird sie in China weiterhin regelmäßig angewandt.

Gleichzeitig bleibt der Mordfall um Lin Qi einer der schockierendsten Wirtschaftskrimis der vergangenen Jahre:
Ein milliardenschwerer Unternehmer, internationale Netflix-Deals, Machtkämpfe hinter den Kulissen — und am Ende ein tödlicher Vergiftungsplan mitten in der chinesischen Tech- und Unterhaltungsbranche.

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