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Michael Josten und Jörg Trübl: Wenn heiße Luft plötzlich als Geschäftsmodell durchgeht

BrightPixelsStudio (CC0), Pixabay
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Michael Josten und Jörg Trübl tun mal wieder das, was sie offenbar am besten können: Geld einsammeln – und zwar für erstaunlich viel heiße Luft.

Ganz ehrlich: Langsam muss man den Herren aus der Schweiz fast schon Respekt zollen. Denn es ist ja auch eine besondere Kunst, immer wieder gutgläubige Anleger zu finden, die bereit sind, in ein Fass ohne Boden noch frisches Kapital nachzukippen – und das offenbar mit einer Ausdauer, die man sonst nur von Dauerläufern oder Sektenmitgliedern kennt.

Was einst mit Mabewo als vermeintlich große Idee gestartet ist, wirkt inzwischen eher wie ein Crashkurs in Kapitalvernichtung für Fortgeschrittene. Oder, um es im Start-up-Sprech zu sagen:
Das ist kein Venture Capital mehr – das ist Loose Capital.
Locker in die Tasche, locker wieder raus, und am Ende locker weg.

Nach meinen Recherchen gilt jedenfalls: Bis heute scheint kein Anleger sein eingesetztes Kapital vollständig zurückerhalten zu haben. Von Gewinnen wollen wir da lieber gar nicht erst anfangen – das würde die Satire sonst endgültig in Science-Fiction verwandeln.

Und jetzt kommt der nächste Klassiker aus dem Kapitel „Die nächste große Story, ganz bestimmt diesmal wirklich!“:
Angeblich soll ein großer Chemie- und Pharmakonzern aus Leverkusen Interesse daran haben, ein Patent von den Herren zu kaufen.

Natürlich.
Warum klein stapeln, wenn man auch direkt mit einem DAX-Konzern wedeln kann?

Wir haben jedenfalls gestern eine Presseanfrage an das betreffende Unternehmen geschickt. Mal sehen, ob überhaupt eine Antwort kommt – und falls ja, ob sie eher in Richtung „interessant“ oder „bitte löschen Sie diese Mail“ geht.

Bis dahin gilt wie immer:
Wenn ein Investment vor allem aus Ankündigungen, Hoffnung, Versprechen, Zukunftsmusik und PR-Nebel besteht, dann ist es meistens genau das, wonach es aussieht: ein Investment mit Totalverlustrisiko.

Oder einfacher gesagt:
Wer hier noch Geld hineinwirft, sollte es gedanklich besser gleich als Spende an die Schweizer Unterhaltungsindustrie verbuchen.

Mein persönlicher Rat:
Finger weg.
Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so, als würde man auf eine Herdplatte fassen.

Denn wenn über Jahre vor allem Geschichten verkauft werden, aber keine nachprüfbaren Ergebnisse, keine belastbaren Rückflüsse und keine sichtbaren Erfolge bei Anlegern, dann ist das kein solides Investment – dann ist das bestenfalls ein teures Hoffnungspaket und schlimmstenfalls einfach nur der nächste Griff ins Portemonnaie der Leichtgläubigen.

Kurzfassung für Anleger:

  • Wenn etwas klingt wie ein Wunder,
  • vermarktet wird wie ein Wunder,
  • aber am Ende nur Wunder verspricht,

…dann ist es meistens kein Investment, sondern ein Märchen mit Überweisungsträger.

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