Der Film über Michael Jackson hat tatsächlich „Oppenheimer“ von Platz 1 der erfolgreichsten Biopics verdrängt. Fast eine Milliarde Dollar an den Kinokassen – da kann selbst die Atombombe einpacken.
Das Erfolgsrezept scheint dabei denkbar einfach gewesen zu sein:
👉 Nimm einen der größten Popstars aller Zeiten.
👉 Packe jede Menge Hits hinein.
👉 Zeige Glitzer, Tanz und Moonwalk.
👉 Und alles, was später etwas unangenehm wurde… einfach weglassen.
Aus einem überaus komplexen Leben wird so ein Hollywood-Märchen mit Soundtrack. Kritische Kapitel? Die haben es offenbar nicht durch die Sicherheitskontrolle zum Drehbuch geschafft.
Man könnte fast meinen, der Film heißt nicht „Michael“, sondern „Michael – Die Version für Menschen, die nach dem Abspann mit einem guten Gefühl nach Hause gehen sollen.“
Während Christopher Nolans „Oppenheimer“ die Menschheit mit den moralischen Folgen der Atombombe konfrontierte, setzt „Michael“ lieber auf das Motto: Don’t Stop ‚Til You Ignore Enough. 😉
Natürlich verkauft sich ein Film besser, wenn das Publikum mit Ohrwürmern statt unbequemen Fragen aus dem Kino geht.
Aber vielleicht folgt ja noch ein Director’s Cut. Titelvorschlag:
„Michael – Die Kapitel, die im ersten Film aus Versehen vergessen wurden.“
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