Endlich! Darauf hat die Menschheit gewartet:
Meta möchte künftig noch mehr Geld aus seinen Apps pressen und führt deshalb jetzt „Facebook Plus“, „Instagram Plus“ und „WhatsApp Plus“ ein.
Denn offenbar reichen Milliarden an Werbeeinnahmen inzwischen nicht mehr aus, um Mark Zuckerbergs digitales Paralleluniversum am Leben zu halten.
Meta-Produktchefin Naomi Gleit verkündete die frohe Botschaft ganz modern per Instagram-Video. Nutzer dürfen sich künftig auf exklusive Premium-Funktionen freuen:
mehr Statistiken,
mehr Story-Analysen,
mehr Profil-Spielereien
und bei WhatsApp sogar Premium-Sticker und besondere Klingeltöne.
Also genau die Dinge, bei denen man sich sofort denkt:
„Dafür zahle ich natürlich gerne jeden Monat.“
Besonders beeindruckend:
Instagram Plus soll Nutzern verraten, wer ihre Story mehrfach anschaut. Endlich können Millionen Menschen weltweit wissenschaftlich analysieren, welcher Ex-Partner nachts heimlich das Urlaubsfoto stalkt.
WhatsApp Plus setzt dagegen voll auf Luxus-Kommunikation:
Premium-Sticker und individuelle Klingeltöne.
Man kann also künftig vermutlich nicht nur ignoriert werden — sondern mit exklusivem Premium-Sound ignoriert werden.
Natürlich steckt dahinter ein ernster Hintergrund:
Meta will unabhängiger von Werbung werden. Was übersetzt bedeutet:
Man möchte künftig sowohl Werbung verkaufen als auch zusätzlich Geld von den Nutzern kassieren.
Ein Geschäftsmodell nach dem Motto:
Warum nur einmal verdienen, wenn man die Leute gleichzeitig mit Werbung zuschütten und zur Kasse bitten kann?
Preislich bleibt das Ganze zunächst halbwegs „moderat“:
Facebook und Instagram Plus sollen rund vier Dollar im Monat kosten, WhatsApp Plus knapp drei Dollar.
Aber keine Sorge:
Langfristig will Meta ohnehin alles unter dem schicken Namen „Meta One“ bündeln. Wahrscheinlich folgt dann irgendwann das ultimative Komplettabo inklusive:
- werbefreiem Scrollen,
- KI-generierten Selfie-Komplimenten
- und einem digitalen Therapeuten für Menschen mit TikTok-Aufmerksamkeitsdauer.
Europa kennt das Spiel übrigens schon. Dort hatte Meta bereits kostenpflichtige Versionen ohne Werbung eingeführt, um Datenschutzprobleme elegant mit einem Abo-Modell zu lösen.
Oder anders gesagt:
Früher hieß es im Internet:
„Wenn etwas kostenlos ist, bist du das Produkt.“
Heute heißt es bei Meta offenbar:
„Du bist weiterhin das Produkt — aber zahlen darfst du jetzt zusätzlich auch noch.“
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