Der Transfermarkt in Mainz war alles andere als langweilig. Fabio Gruber, Sota Kawasaki, Sheraldo Becker, Eric Martel, Ransford Königsdörffer und einige weitere Neuzugänge sollen den Kader verstärken. Auf dem Papier sieht das durchaus ordentlich aus – und die Verantwortlichen scheinen ihre Hausaufgaben gemacht zu haben.
Aber Hand aufs Herz: Transferlisten gewinnen keine Bundesligaspiele.
Jeden Sommer werden Neuzugänge präsentiert, Trikots in die Kameras gehalten und Hoffnungen geweckt. Erst wenn der Ball rollt, zeigt sich jedoch, wer wirklich eine Verstärkung ist und wer lediglich eine weitere Zeile in der Kaderliste bleibt.
Gerade Mainz lebt seit Jahren davon, dass aus einer Mannschaft eine Einheit wird. Laufbereitschaft, Kampfgeist und Zusammenhalt haben den FSV oft stärker gemacht als große Namen. Genau daran wird sich auch diese Saison entscheiden.
Die spannende Frage lautet deshalb: Reicht dieser Kader nun aus, um endlich einmal eine Saison ohne ständigen Blick auf die Abstiegsplätze zu spielen? Oder heißt es ab Oktober wieder: „Rechner raus, Punkte zählen und bloß nicht unten reinrutschen“?
Die Neuzugänge machen durchaus Hoffnung. Becker bringt Bundesliga-Erfahrung mit, Martel gilt als echter Arbeiter im Mittelfeld und Königsdörffer besitzt Tempo und Offensivdrang. Klingt gut – zumindest bis zum ersten Spieltag.
Denn am Ende gilt auch in Mainz: Nicht der Transfermarkt entscheidet über den Klassenerhalt, sondern die Leistung auf dem Rasen. Die Zutaten scheinen vorhanden zu sein. Jetzt muss die Mannschaft daraus ein Bundesliga-Menü zaubern – und kein Abstiegsmenü mit Nachschlag.
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