Lombardium:Gibt es die Personen überhaupt, die die Bilder als Pfand eingereicht haben?

Gute Frage, auch da sind wir derzeit auf einem guten Weg, das herauszufinden, und ich kann Ihnen heute schon sagen, dass wir uns dann schon sehr gewundert haben, wie manche Personen zu solchen Werten kommen können.

Deren Lebensumfeld passt dann mal gar nicht zu dem eingereichten Pfändern. Das muss man dann einmal so deutlich sagen. Das betrifft im Kunstbereich fast 90% der Personen, die dann mit sechs- bzw. siebenstelligen Beträgen bedacht wurden. Derzeit sind wir dabei, gegen diese Personen gemeinsam mit dem Rechtsanwalt eines geschädigten Anlegers Strafanzeigen zu erstatten. Da wird dann sicherlich in der Vernehmung bei der Kriminalpolizei so manches Kartenhaus zusammenbrechen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Damen und Herren die möglicherweise wahren Schuldigen noch schützen werden.

Ähnliches gilt für einen dubiosen Diamantenhandel in der Größenordnung von über 15 Millionen Euro in einem Jahr, wobei Handel hier das falsche Wort ist, sie wurden „beliehen“. Auch hier scheint es gewaltig „zu stinken“, was die Ergebnisse von Ermittlungen wohl derzeit unterstreichen. Dreister könnte aber noch der Vorgang um das Thema „Berliner Griechengold“ sein. Nach unseren Ermittlungen wurden hier, zur Begleichung einer Schuld gegenüber dem Pfandhaus, sogar Immobilien „überschrieben“. Nur scheinen die mittlerweile verwertet worden zu sein. Da schaut man natürlich jetzt genau hin, wer die verwertet hat, und was mit den Erlösen passiert ist.

Das Ding ist so kriminell, da muss man eigentlich einen Film darüber drehen, so ein privater Ermittler, der sich die Unterlagen einmal angeschaut hat.

2 Kommentare

  1. Ingeborg 10. Oktober 2017
  2. JS 10. Oktober 2017

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