Die öffentliche Stellungnahme der TGI AG zur angeblichen Bewertung durch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein wirft nach Ansicht von Kritikern weiterhin zahlreiche Fragen auf. Insbesondere die Darstellung zur Anzahl der betroffenen Kunden sorgt zunehmend für Diskussionen.
Nach Angaben aus dem Umfeld der TGI AG soll lediglich ein vergleichsweise geringer Teil der Kundenstruktur von bestimmten regulatorischen Fragestellungen betroffen sein. Konkret ist von etwa 15 Prozent der angeblich rund 50.000 Kunden die Rede. Rechnerisch entspräche dies rund 7.500 Personen.
Allerdings liegen dieser Redaktion nach eigenen Angaben Datensätze und Adressmaterial vor, die Zweifel an dieser Darstellung aufkommen lassen. Eine unabhängige Überprüfung dieser Informationen steht derzeit noch aus. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die öffentlich kommunizierten Zahlen zumindest erklärungsbedürftig erscheinen.
Kritik an Kommunikation und Transparenz
Im Mittelpunkt der Diskussion steht erneut Unternehmensgründer Helmut Kaltenegger. Kritiker werfen ihm seit längerem vor, öffentliche Aussagen sehr flexibel auszulegen und Ankündigungen regelmäßig zu verändern oder später anders einzuordnen.
Insbesondere im Umfeld von Multi-Level-Marketing-Strukturen (MLM) sei zu beobachten, dass Vertriebsorganisationen stark auf persönliche Autorität und emotionale Inszenierung setzen. Dadurch entstehe häufig eine Dynamik, in der kritische Nachfragen innerhalb der Community kaum stattfinden.
Beobachter sehen hierin ein grundsätzliches Problem vieler vertriebsorientierter Beteiligungsmodelle:
Vertrauen ersetzt oftmals Transparenz.
Regulatorische Fragen bleiben offen
Zunehmend diskutiert wird zudem die Frage, weshalb bislang offenbar kein vollständig regulierter Verkaufsprospekt durch etablierte europäische Finanzaufsichtsbehörden vorgelegt wurde.
Kritiker verweisen darauf, dass ein von Behörden wie:
* der BaFin (Deutschland),
* der CSSF (Luxemburg),
* der FMA Österreich
* oder der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein
genehmigter Prospekt zahlreiche Diskussionen über Zulässigkeit, Transparenz und Struktur des Angebots erheblich entschärfen könnte.
Gerade bei internationalen Kapitalmarkt- oder Beteiligungsmodellen gilt ein regulierter Prospekt für viele Anleger als wesentliches Vertrauenssignal.
Warum ein solcher Schritt bislang offenbar nicht erfolgt ist, bleibt Gegenstand öffentlicher Diskussionen.
Internationale Aufmerksamkeit für das Geschäftsmodell
Darüber hinaus mehren sich Hinweise, wonach sich auch außerhalb Europas Aufsichtsbehörden mit dem Geschäftsmodell beschäftigen könnten. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf Aktivitäten im Umfeld von Dubai verwiesen.
Offizielle Bestätigungen dafür liegen derzeit allerdings nicht vor.
Unterlagen sollen Staatsanwaltschaft vorliegen
Nach Angaben aus journalistischen Kreisen wurden in den vergangenen Tagen zudem weitere Unterlagen ausgewertet, die möglicherweise zusätzliche Fragen aufwerfen könnten.
Demnach soll bereits Kontakt mit einer Staatsanwaltschaft bestehen. Ob und in welchem Umfang dort tatsächlich Ermittlungen geführt werden oder Prüfungen stattfinden, ist aktuell jedoch unklar.
Behörden äußern sich in frühen Prüfstadien regelmäßig nicht öffentlich und verweisen häufig auf Datenschutz- sowie Persönlichkeitsrechte.
Offene Fragen statt abschließender Bewertungen
Zum jetzigen Zeitpunkt gilt:
Viele Vorwürfe, Vermutungen und Zweifel stehen weiterhin im Raum, ohne dass eine abschließende behördliche oder gerichtliche Bewertung vorliegt.
Gleichzeitig zeigt die Diskussion um die TGI AG erneut, wie sensibel der Markt auf Geschäftsmodelle reagiert, die:
* hohe Wachstumsversprechen,
* internationale Vertriebsstrukturen,
* digitale Beteiligungsmodelle
* und fehlende regulatorische Transparenz
miteinander verbinden.
Ob sich die aktuell diskutierten Vorwürfe und offenen Fragen bestätigen, wird letztlich nur durch belastbare behördliche Prüfungen oder gerichtliche Entscheidungen zu klären sein.
Seit dem 16. April 2026 wird das TGI-Gold auch von dieser neu gegründeten „Firma“ in Dubai auf der bisherigen Webseite tgi.gold verkauft:
TGI International L.L.C-FZ
https://behindmlm.com/mlm-reviews/tgi-ag-review-gold-ruse-investment-fraud/#comment-498074
Mal nachgezählt, es sind 57 Länder in die die „Trust Gold International International“ nicht liefert.
Alle Länder des Europäischen Wiirtschaftsraumes (30)
AFG – Afghanistan
BLR – Belarus
CAF – Zentralafrikanische Republik
CAN – Kanada
CHN – China
COD – Demokratische Republik Kongo
CUB – Kuba
ETH – Äthiopien
HKG – Hongkong
IRN – Iran
IRQ – Irak
LBN – Libanon
LBY – Libyen
MLI – Mali
MMR – Myanmar
NIC – Nicaragua
PRK – Nordkorea
RUS – Russland
SDN – Sudan
SOM – Somalia
SSD – Südsudan
SYR – Syrien
UAE – Vereinigte Arabische Emirate
UKR – Ukraine
USA – Vereinigte Staaten von Amerika
VEN – Venezuela
YEM – Jemen
Die nächsten Tage könnten sehr spannend werden, denn wie ich von einem ehmaligen Kollegen erfahren habe, soll in den nächsten Tagen in Video Online gehen wo ein ehemals führender Mitarbeiter dazu Stellung nehmen will, wie das alles im Detail funktioniert hat, die Masche der TGI AG. Er war wirklich einer der großen Vermittler der TGI AG der sich aber jetzt absetzt von der TGI AG abgesetzt hat, nachdem er wohl von der Staatsanwaltschaft bereits vernommen wurde. Ich denke Klatenegger wird einen Tobsuchtsanfall bekommen und wissen was die Stunde geschlagen hat.
Danke für die Info wir sind gespannt.
Ich zerlege das Modell in den nächsten Tagen mathematisch. Es ist vollkommen unmöglich die dargestellten Gewinne mit den pipifurz Investitionen auf Dauer zu erwirtschaften.
Ohne im Detail nachzurechnen kann das ganze ja nur funktionieren, wenn andere Leute so dumm (oder so sozial eingestellt 😜) sind, das Goldfeld weit unter Wert zu verkaufen bzw. sittenwidrige Zinsen zu zahlen.
Wobei ich immer etwas skeptisch bin, wenn Leute jahrelang gut verdient haben und dann auf einmal draufkommen, dass das alles Betrug war.
Schon Alexander Scheller, immer noch Chef der TGi- Mine in Guyana, hat damals in einem gemeinsamen Vortrag mit Helmut Kaltenegger, auf die Nachfrage, wie das funktionieren kann geantwortet:
„…schaufeln, schaufel, schaufeln…“
Was der TGI etwas in die Hände gespielt hat, ist der enorm gestiegene Goldpreis. Dadurch sind die Margen im Mining tatsächlich besser geworden.
Leider wird in den TGI-Präsentationen nur ein Teil der Kosten dargestellt – und obendrein mit einer Ausbeute von 100 % gerechnet, die es in der Realität nie gibt. Ich sitze seit geraumer Zeit daran, das gesamte Modell mit den öffentlich verfügbaren Zahlen realer Minengesellschaften durchzurechnen. Besser dokumentiert geht es kaum.
Einen sehr kleinen Auszug davon nachstehend:
Kurz zum Begriff, weil er gleich wichtig wird: AISC steht für „All-in Sustaining Cost“ – eine vom World Gold Council eingeführte Kennzahl, die die vollen laufenden Kosten einer bereits produzierenden Mine abbildet. Sie umfasst nicht nur das reine Fördern und Aufbereiten (Personal, Energie, Treibstoff, Reagenzien, Wartung), sondern auch die laufenden Erhaltungsinvestitionen, Verwaltung, Lizenzen und Royalties sowie Umwelt- und Rückbaurückstellungen. Entscheidend ist: Der AISC bildet die laufenden Kosten einer fertigen Mine ab – die anfängliche Erschließung und die Exploration neuer Lagerstätten sind darin ausdrücklich nicht enthalten. Bei jeder realen Mine auf diesem Planeten sind diese Vorleistungen aber natürlich eingepreist (siehe „ABER“ weiter unten).
Und ja: Bei einem Goldpreis von rund 130.000 € pro Kilogramm LBMA-Feingold ist ein AISC von etwa 30 % aktuell möglich. Die Aurora-Mine in Guyana schafft das – sie produziert zu einem der niedrigsten AISC-Werte der gesamten Branche.
ABER – und jetzt kommt der Punkt:
Damit diese Mine überhaupt zu rund 30 % AISC fördern kann, wurden im Vorfeld gewaltige Summen in Mine und Infrastruktur investiert – nach dokumentierten Angaben rund 249 Millionen US-Dollar für die anfängliche Erschließung des Tagebaus und noch einmal über 120 Millionen US-Dollar für den späteren Ausbau in den Untertagebau, zusammen also mehr als 370 Millionen US-Dollar. Genau dieser Teil – die gewaltige Vorab-Investition und der testierte Lagerstättennachweis – um überhaupt den AISC zu erreichen – samt dessen Bepreisung – fehlt im TGI-Modell vollständig.
Und das ist nur ein Punkt von sehr, sehr vielen im TGI-Modell. Mehr dazu in den nächsten Tagen.
Noch ein kleines Detail zum „Vorglühen“:
Aurora hat eine nachgewiesene Ressource von rund 6 Mio. Unzen (~184 Tonnen) Gold und eine Verarbeitungskapazität von 7.500–10.000 Tonnen Gestein pro Tag. Erst nach dem vollständigen Untertage-Ausbau soll die Jahresproduktion über vier Tonnen erreichen. Das setzt die TGI-Behauptung „eine 5-Mio-Maschine fördert 350 kg/Jahr“ zusätzlich ins Verhältnis – Aurora – eine der effizientesten Mienen – braucht für die vergleichbare Vier-Tonnen-Liga hunderte Millionen und eine testierte 184-Tonnen-Lagerstätte.
Und das bildet nur den ersten TGI-Pfeil (Präsentation) ab: Der Besagt -> der Kunde kauft für 7 Mio. € LBMA-zertifiziertes Feingold (rund 15,4 kg), und der Partner soll dafür Doré-Gold im Gegenwert dieses Feingoldes einlagern – bei behaupteten Produktionskosten von lediglich 2.000.000 € (TGI-Pfeil „Produktion ~2.000.000″).
Gleichbedeutend mit: Es braucht einen Partner, der einen AISC von etwa 28 % schafft – also einen Spitzenwert, den weltweit nur die effizientesten, voll erschlossenen Minen erreichen. Und das geht zwingend nur in einer bereits bestehenden Mine, die diese Effizienz überhaupt erst durch gewaltige Vorinvestitionen erreicht hat (siehe Aurora: über 370 Mio. US-Dollar plus testierter Lagerstättennachweis). Der Partner müsste also zu absoluten Weltklasse-Kosten fördern, seinen kompletten Einstandspreis an die TGI weitergeben und die erheblichen Vorinvestitionen obendrein abschreiben. Das mit Schürfgruppen darzustellen, wie es die Präsentation nahelegt, passt vorne und hinten nicht zusammen – Kleinbergbau erreicht solche AISC-Werte nicht einmal ansatzweise!
Ich werde @Thomas Bremer ersuchen, aus dem fertigen Modell dann einen Artikel zu erstellen – ohne Grafiken wird die gesamte Darstellung nämlich etwas komplex.
Margen sind bei nicht vorhandenen Minen und Maschinen leider nurvtheoretischer Natur. Die Minen werden allecdascSchicksal der GGMT Mine teilen. Wahrscheinlich aberceine andere Naturkatastrophe…
Kleines Detail am Rande:
Die vor einigen Monaten auf der Homepage abrufbare Präsentation versprach den Partnern noch 400 % Gewinn. Davor, bevor die Seite vor einigen Tagen umgestellt wurde, waren es 360 %. Im Kurier-Interview spricht Kaltenegger jetzt von 300 %.
Das erinnert mich an den kürzlich getätigten Post, wonach das erste GGMT-Goldmodell – wäre es real – den größten Goldanteil in Oberflächenmaterial aller Zeiten auf dem gesamten Planeten dargestellt hätte.
Stimmt, so rein aus der Erinnerung, 3g Pro Quadratmeter auf 40.000 Qoadratkilometern?
Hab meinen Post zur „Urgeschichte“ der GGMT gefunden:
rechnen wir die Ur-Geschichte der GGMTrading doch einfach mal nach – mit dem Goldwert von 2019, und großzügig zugunsten der Erzählung gerundet.
Versprochen waren pro Achtergruppe 2.000.000 Dollar Gewinn im Jahr, bei „2 Gramm Gold pro Quadratmeter“ in der obersten Erdschicht. Gold lag 2019 bei rund 45 Dollar pro Gramm. Ein Quadratmeter wirft also – wenn wir die 2 Gramm großzügig als reines Gold rechnen und nicht als Doré, das nur zu 70 bis 90 Prozent aus Gold besteht – rund 90 Dollar ab.
Für 2 Millionen Gewinn müsste eine Gruppe damit erst einmal Gold im Bruttowert von mindestens 2 Millionen fördern – und das, bevor auch nur ein Cent für Löhne, Sprit, Gerät, Raffination und Transport bezahlt ist. Macht rund 22.000 Quadratmeter abgetragene, gewaschene und vollständig vom Gold befreite Fläche. Pro Jahr. Pro Gruppe.
Auf acht Mann und 250 Arbeitstage heruntergebrochen sind das gut 11 Quadratmeter pro Mann und Tag. Bei nur 20 Zentimeter Abtragtiefe schaufelt, wäscht und entgoldet damit jeder Einzelne über drei Tonnen Erde – täglich, mit einer Ausbeute nahe hundert Prozent, sonst wird’s noch enger. Und das ist die optimistische Variante, in der die Kosten noch gar nicht verdient sind.
Der eigentliche Knackpunkt ist aber nicht die Schaufelei, sondern der Goldgehalt. „2 Gramm pro Quadratmeter“ bei 20 Zentimeter Tiefe sind rund 6,7 Gramm Gold pro Tonne Erde. Zur Einordnung: Echte Goldminen liegen oft bei 1 bis 5 Gramm pro Tonne – in eigens erschlossenem Erzgestein, nicht in Wiesenboden. Großtagebaue rechnen sich teils schon ab 0,5 bis 1 Gramm. Die sambische Kansanshi-Mine wird mit rund 0,12 Gramm pro Tonne geführt.
Heißt im Klartext: Für gewöhnliche Oberflächenerde wurde hier ein Goldgehalt behauptet, der den ausgewiesener Erzminen erreicht oder übertrifft – und das nicht in einer Ader, sondern „großflächig“. Das wäre der spektakulärste Flächengoldfund der Menschheitsgeschichte. Man würde dafür nicht ein paar Achtergruppen losschicken, sondern das halbe Land umgraben.
Und selbst wenn man der Geschichte diesen geologisch nicht existenten Gehalt einfach schenkt, müsste jeder Mann Tag für Tag tonnenweise Erde restlos durchwaschen, um auf die 2 Millionen zu kommen. Schenkt man ihn nicht – und es gibt keinen Grund dazu –, fehlt schon die Grundlage, aus der die 2 Millionen überhaupt stammen sollen.
Hübsches Detail zum Schluss: Die Einstiegskosten pro Gruppe wurden von 200.000 auf 450.000 Dollar mehr als verdoppelt, der versprochene Gewinn blieb aber bei glatten 2 Millionen. Wenn jemand die Kosten beliebig nach oben schraubt und die Rendite trotzdem rund und konstant bleibt, dann wurde da nicht gerechnet, sondern verkauft. Die 2 Millionen sind keine Förderkalkulation – sie sind eine rückwärts aus dem Wunschergebnis konstruierte Verkaufszahl.