Startseite Allgemeines Kuba vor Angriff auf die USA? Natürlich. Und morgen greift Luxemburg China an.
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Kuba vor Angriff auf die USA? Natürlich. Und morgen greift Luxemburg China an.

jorono (CC0), Pixabay
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Die nächste geopolitische Horrormeldung aus Washington ist da:
Kuba soll angeblich darüber nachdenken, mit Drohnen US-Ziele anzugreifen. Genannt werden laut US-Medien sogar Guantanamo, amerikanische Kriegsschiffe und möglicherweise Florida.

Ja klar.

Ein Land mit Dauerstromausfällen, leerem Tanklager und Menschen, die auf Kochtöpfe schlagen, weil seit Stunden wieder der Strom weg ist, plant also offenbar den militärischen Erstschlag gegen die größte Militärmacht der Welt.

Klingt absolut plausibel.

„Bedrohung“ Kuba – die ewige Hollywood-Fortsetzung

Der demokratische Senator Ruben Gallego sprach deshalb auch aus, was viele denken:
Das Ganze riecht eher nach politischer Propaganda als nach realer Bedrohung.

Oder anders gesagt:
Wenn man lange genug nach einem Feind sucht, findet man irgendwann sogar einen in Havanna zwischen kaputten Klimaanlagen und Benzinrationierung.

300 Drohnen – jetzt wird’s ernst

Besonders dramatisch klingt die Zahl:
300 Militärdrohnen!

Das klingt natürlich sofort nach „Top Gun: Caribbean Edition“.

Dass heutzutage gefühlt jedes zweite Land Drohnen besitzt, wird dabei vorsichtshalber ausgeblendet. Hauptsache, irgendwo lässt sich das Wort „Bedrohung“ unterbringen.

Guantanamo bedroht? Ausgerechnet Guantanamo?

Besonders kurios:
Als mögliches Angriffsziel wird ausgerechnet Guantanamo genannt – also jener US-Stützpunkt auf kubanischem Boden, den Kuba seit Jahrzehnten am liebsten loswerden würde.

Man stelle sich die Schlagzeile vor:
„Kuba erwägt Angriff auf Gebiet, das die USA seit Jahrzehnten gegen den Willen Kubas besetzt halten.“

Die geopolitische Ironie schreibt sich inzwischen praktisch selbst.

Washington braucht offenbar wieder einen Bösewicht

Der eigentliche Hintergrund wirkt deutlich banaler:
Trump kokettiert seit Monaten offen mit einer härteren Gangart gegen Kuba. Sanktionen, Ölblockade, wirtschaftlicher Druck – die Schrauben werden immer weiter angezogen.

Und plötzlich tauchen „Geheimdienstinformationen“ auf, wonach Kuba eine massive Gefahr für die USA darstellen könnte.

Reiner Zufall natürlich.

Kuba kämpft eher gegen Stromausfälle als gegen Amerika

Während in Washington über angebliche Angriffspläne diskutiert wird, kämpfen die Menschen in Kuba aktuell vor allem mit:

  • Stromausfällen,
  • Treibstoffmangel,
  • Lebensmittelknappheit,
  • und wirtschaftlichem Kollaps.

Aber klar:
Da denkt man natürlich als Erstes an die Eroberung Floridas.

Die perfekte politische Erzählung

Das Muster kennt man inzwischen:

  • Erst kommt die Bedrohung.
  • Dann die dramatischen Geheimdienstberichte.
  • Danach die Warnungen vor Gefahr für Amerika.
  • Und irgendwann folgen Sanktionen, militärischer Druck oder mehr Präsenz.

Nur diesmal wirkt das Drehbuch besonders absurd.

Havanna reagiert entsprechend genervt

Kubas Regierung spricht inzwischen von „immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen“. Und ehrlich gesagt fällt es schwer, dem komplett zu widersprechen.

Denn die Vorstellung, dass Kuba aktuell ernsthaft einen Krieg gegen die USA plant, klingt ungefähr so glaubwürdig wie:
Liechtenstein kündigt Wettrüsten mit der NATO an.

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