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Krypto-König scheitert vor Gericht – Richter überraschend nicht von „Trust me, Bro“ überzeugt

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay
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Schwerer Rückschlag für Sam Bankman-Fried: Der einstige Wunderknabe der Kryptoszene ist mit seiner Berufung gegen die 25-jährige Haftstrafe gescheitert. Offenbar konnten die Richter nicht davon überzeugt werden, dass Milliarden verschwundener Kundengelder einfach eine etwas missglückte Form von Finanzinnovation waren.

Drei Richter lehnten den Antrag ab. Damit bleibt Bankman-Fried vorerst dort, wo er derzeit die meisten seiner Investitionen tätigt: hinter Gittern.

Zur Erinnerung: Der Gründer der Kryptobörse FTX galt einst als Genie, Visionär und Zukunft des Finanzsystems. Dann stellte sich heraus, dass das Geschäftsmodell offenbar ungefähr so stabil war wie ein Kartenhaus auf einem Trampolin während eines Erdbebens.

Als FTX Ende 2022 kollabierte, verschwanden Milliarden von Kundengeldern. Anleger lernten dabei eine wertvolle Lektion: „Not your keys, not your coins“ ist nur die zweitwichtigste Regel. Die wichtigste lautet: „Wenn jemand in Shorts und T-Shirt erklärt, warum klassische Buchhaltung überbewertet ist, sollte man vielleicht vorsichtig werden.“

Doch Sam gibt nicht auf. Nun könnte er vor weitere Gerichte ziehen oder sogar den Obersten Gerichtshof anrufen. Optimisten nennen das Kampfgeist. Pessimisten nennen es die teuerste Version von „Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal“.

Besonders charmant wirkt sein Wunsch nach einer Begnadigung. Laut Unterlagen des US-Justizministeriums scheint diese derzeit allerdings erst nach Verbüßung der kompletten Haftstrafe möglich zu sein.

Das ist ungefähr so, als würde ein Fallschirmspringer erfahren, dass sein Ersatzschirm direkt nach der Landung ausgeliefert wird.

Auch politisch sieht es düster aus. Donald Trump erklärte bereits, dass er keine Absicht habe, Bankman-Fried zu begnadigen. Selbst in einer Zeit, in der täglich die verrücktesten Dinge passieren, scheint das also eine Idee zu sein, die selbst dem Weißen Haus zu kreativ erscheint.

So bleibt dem ehemaligen Krypto-Milliardär vorerst nur Geduld. Sehr viel Geduld. Rund 25 Jahre davon.

Immerhin hat er jetzt genug Zeit, um ein neues Whitepaper zu schreiben:

„FTX 2.0 – diesmal wirklich mit Kundengeldern.“

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