Ein Machtkampf im Herzen der US-Rechten zeigt, wie tief die Spaltung nach Trump reicht.
Zwischen dem früheren US-Vizepräsidenten Mike Pence und der einflussreichen Heritage Foundation ist ein offener Konflikt ausgebrochen. Im Zentrum steht die Frage: Wie soll der Konservatismus nach Donald Trump aussehen?
Pence versucht mit seiner Organisation „Advancing American Freedom“ (AAF), eine traditionellere konservative Linie zu retten. Die Heritage Foundation hingegen hat sich stark dem Trumpismus angenähert und gilt als ideologischer Motor hinter dessen zweiter Amtszeit.
Der Streit eskalierte nach internen Spannungen bei Heritage, unter anderem wegen umstrittener Äußerungen der Führung und wachsender Kritik an der Nähe zu radikalen Positionen. Es kam zu Entlassungen, Abwanderungen von Mitarbeitern und einem regelrechten „Personalaufstand“, bei dem Dutzende Angestellte zur Pence-nahen Organisation wechselten.
Beide Seiten kämpfen nun um Einfluss, Geldgeber und die Deutungshoheit innerhalb der Republikanischen Partei. Während Heritage auf politische Nähe zur Regierung setzt, positioniert sich Pence als langfristiger Hüter konservativer Prinzipien – ohne direkte Bindung an Wahlkämpfe.
Der Konflikt gilt als Vorbote eines größeren Richtungsstreits: Ob der Trumpismus die US-Konservativen dauerhaft prägt – oder nur eine Phase bleibt.
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