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Klopp als Bundestrainer? Bitte nicht! Nach dem RB-Leipzig-Chaos sollte der DFB zweimal nachdenken

salazar24875 (CC0), Pixabay
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Kaum scheidet Deutschland blamabel gegen Paraguay aus, beginnt sie wieder – die ewige Sehnsucht nach Jürgen Klopp. Für viele Fans scheint der ehemalige Liverpool-Coach die universelle Lösung für jedes Fußballproblem zu sein. Trainer weg? Klopp! Krise? Klopp! Kaffeemaschine kaputt? Wahrscheinlich auch Klopp.

Doch vielleicht lohnt sich diesmal ein Blick auf die Realität.

Denn ausgerechnet der Mann, der inzwischen als Fußballchef den Red-Bull-Konzern verantwortet, liefert derzeit alles andere als eine überzeugende Bewerbung für den Job des Bundestrainers.

Schließlich war es Jürgen Klopp, der den Trainerzirkus bei RB Leipzig maßgeblich mitzuverantworten hat. Erst wurde Ole Werner als große Lösung präsentiert, dann platzte das Projekt spektakulär, ehe Martín Demichelis als nächste Notlösung aus dem Hut gezaubert wurde. Wer diesem Schauspiel gefolgt ist, fragt sich unweigerlich: Ist das wirklich das Management, das den deutschen Fußball retten soll?

Klopp selbst wich der Frage nach dem Bundestrainer-Amt gewohnt charmant aus. Er habe darüber „noch nicht nachgedacht“ und dies sei „nicht der richtige Moment“.

Das mag höflich klingen.

Es ändert aber nichts daran, dass seine aktuelle Bilanz als Fußballchef bislang eher Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Der DFB braucht jetzt keinen Entertainer mit Kappe und lockeren Sprüchen. Er braucht jemanden, der eine Nationalmannschaft strukturiert neu aufbaut.

Und genau dort beginnt das Problem.

Klopp war über Jahre einer der besten Vereinstrainer der Welt. Keine Frage.

Doch Bundestrainer ist ein völlig anderer Beruf. Wenige Trainingseinheiten, kaum Einfluss auf Transfers, keine tägliche Arbeit mit der Mannschaft. Seine größte Stärke – die tägliche Entwicklung eines Teams – würde dort nahezu komplett wegfallen.

Hinzu kommt: Wer schon bei RB Leipzig erleben musste, wie chaotisch Personalentscheidungen inzwischen getroffen werden, sollte sich gut überlegen, ob genau dieser Mann jetzt den deutschen Fußball neu ordnen soll.

Vielleicht wäre es deshalb klüger, den Klopp-Hype endlich einmal nüchtern zu betrachten.

Nicht jeder erfolgreiche Vereinstrainer ist automatisch ein guter Nationaltrainer.

Und nicht jeder Fußball-Romantiker ist automatisch der richtige Krisenmanager.

Nach dem Leipziger Trainer-Theater wirkt Jürgen Klopp jedenfalls momentan eher wie ein Mann, der seine eigene Baustelle erst einmal in den Griff bekommen sollte, bevor er die nächste übernimmt.

Der DFB täte deshalb gut daran, diesmal nicht dem lautesten Namen hinterherzulaufen, sondern dem geeignetsten Kandidaten. Denn große Sympathie ersetzt keine erfolgreiche Verbandsarbeit.

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