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Klopapier-Krise made in California: Brandstifter fackelt Kimberly-Clark-Lager ab

KlausHausmann (CC0), Pixabay
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Wenn es ganz dumm läuft, wird aus einem Feuer in Kalifornien plötzlich ein logistischer Albtraum für Millionen Amerikaner – und ausgerechnet beim Klopapier. In Ontario, Kalifornien, ist ein gigantisches Lager des Hygieneriesen Kimberly-Clark abgebrannt. Und zwar nicht irgendwie, sondern auf spektakuläre Weise: 1,2 Millionen Quadratfuß Lagerfläche, sechs Alarmstufen, 175 Feuerwehrleute – und am Ende ein rauchender Totalschaden.

Besonders pikant: Die Behörden gehen von Brandstiftung aus. Festgenommen wurde ein 29-Jähriger, der laut Sheriff-Büro sogar Mitarbeiter eines Logistikdienstleisters war, der für Kimberly-Clark arbeitet. Wenn sich das bestätigt, wäre das nicht nur ein Fall für die Strafjustiz, sondern auch für die Kategorie „Wie blöd kann man eigentlich sein?“

Gelagert wurden dort Papier- und Hygieneprodukte – also genau jene Dinge, bei denen Menschen spätestens seit Corona völlig irrational reagieren. Kimberly-Clark vertreibt Marken wie Cottonelle, Kleenex, Viva und Huggies. Anders gesagt: Wer in den USA in den nächsten Wochen verzweifelt nach Klopapier, Taschentüchern oder Windeln sucht, könnte diesen Brand bald sehr direkt spüren.

Branchenanalysten warnen bereits, dass der Ausfall des Standorts mehr als drei Prozent des US-Geschäfts an der Westküste treffen könnte. Das klingt zunächst harmlos – ist es aber nicht, wenn es um Massenprodukte geht, die millionenfach täglich durch Supermärkte geschoben werden. Dazu kommen höhere Transportkosten, weil Ware nun umgeleitet werden muss.

Immerhin: Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Rund 20 Beschäftigte befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das ist bei einem Inferno dieser Größenordnung fast schon die einzig gute Nachricht.

Die Feuerwehr versuchte zunächst, den Brand im Inneren zu bekämpfen, musste sich wegen der enormen Hitze aber zurückziehen und von außen mit schwerem Gerät löschen. Erst Stunden später war das Feuer unter Kontrolle. Wegen Asche und Rauch wurden Kinder und ältere Menschen vorsorglich aufgefordert, drinnen zu bleiben.

Kimberly-Clark gibt sich betont gelassen und spricht von „Notfallplänen“ und einer robusten Lieferkette. Das mag so sein. Aber wenn in den kommenden Tagen plötzlich wieder Hamsterkäufe einsetzen, wird man sehen, wie robust diese Kette wirklich ist.

Fazit:

Ein mutmaßlicher Brandstifter, ein abgefackeltes Mega-Lager und Millionen Menschen, die im Zweifel bald merken, dass Zivilisation manchmal erschreckend stark an einer Rolle Toilettenpapier hängt.

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