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Jetzt also AfD-Ulli?

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Uli Hoeneß hat mal wieder einen rausgehauen.
Und halb Deutschland sitzt vermutlich gerade mit Kaffee in der Hand vorm Handy und denkt:
„Hab ich das jetzt wirklich gelesen?“

Der Mann, der beim FC Bayern München jahrzehntelang Trainer, Manager, Präsident, Moralapostel, Wurstfabrikant und gefühlt nebenbei noch Finanzminister war, erklärt plötzlich:
Die AfD soll ruhig mal irgendwo mitregieren.

Ja mei.
Jetzt also AfD-Ulli?

Aber typisch Hoeneß:
Wenn der redet, dann nicht mit Handbremse.

Sein Argument klingt dabei ungefähr wie ein Stammtisch mit Bundesliga-Taktiktafel:
„Lasst sie mal machen. Dann sieht man wenigstens, ob sie’s können.“

Im Prinzip also:
Politik nach dem Motto „Jeder darf einmal Trainer sein.“

Und irgendwie steckt da sogar ein bisschen Uli-Logik drin.

Denn Hoeneß sagt sinngemäß:
Solange die AfD immer nur Opposition spielt, kann sie bequem alles kritisieren, ohne jemals selbst Verantwortung tragen zu müssen.

Oder wie man beim Fußball sagen würde:
Große Klappe von der Ersatzbank aus.

Erst wenn man selbst auf dem Platz steht, merkt man halt plötzlich:
Regieren ist schwieriger als Facebook-Kommentare schreiben.

Besonders herrlich:
Hoeneß nennt die Partei indirekt „Schaumschläger“.

Das klingt exakt wie ein Wutausbruch nach einer schlechten Bayern-Halbzeit.

Gleichzeitig zieht er aber sofort die rote Linie:
Mit Rechtsradikalen wolle er nichts zu tun haben.
Leute wie Björn Höcke kämen ihm nicht mal durch die Wohnungstür.

Auch stark.
Man sieht Uli förmlich vor sich:
„Du kummst hier ned nei!“

Die ganze Debatte zeigt aber vor allem eins:
Die politische Stimmung in Deutschland wird zunehmend nervös.

Plötzlich diskutieren ehemalige SPD-Ministerpräsidenten über Minderheitsregierungen mit AfD-Duldung.
Uli Hoeneß philosophiert über Mitregierenlassen.
Und irgendwo explodiert wahrscheinlich gerade zum dritten Mal ein Berliner Polit-Talkstudio.

Dabei bleibt die eigentliche Frage:
Was passiert wirklich, wenn Protestparteien plötzlich Verantwortung übernehmen müssen?

Denn Opposition ist halt oft wie Fußball am Stammtisch:
Jeder weiß alles besser.
Bis man selbst plötzlich Trainer ist und merkt:
„Hoppla, des is ja komplizierter als gedacht.“

Hoeneß setzt offenbar genau darauf:
Dass die AfD sich im Regierungsalltag irgendwann selbst entzaubert.

Quasi:
„Mia san mia“ trifft auf politische Realität.

Ob das funktioniert?
Keine Ahnung.

Aber eines kann man Uli definitiv nicht vorwerfen:
langweilig zu sein.

Und wahrscheinlich sitzt er jetzt irgendwo am Tegernsee, isst Weißwürste und denkt sich:
„Jetzt hab i wieder ordentlich Stimmung gmacht.“

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