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Kanada sucht seine Wirtschaft – bitte melden, falls gefunden!

jorono (CC0), Pixabay
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Kanadas Premierminister Mark Carney hat ein großes Ziel: Er will aus Kanada die stärkste Volkswirtschaft der G7 machen.

Die Realität antwortet derzeit allerdings höflich mit: „Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“

Denn die wirtschaftliche Lage gleicht einem kanadischen Winter: lang, kalt und irgendwie ziemlich unerquicklich.

Rezession? Ach, nennen wir es einfach „wirtschaftliche Denkpause“

Kanada steckt offiziell in einer technischen Rezession. Zwei Quartale hintereinander schrumpfte die Wirtschaft.

Ökonomen versuchen zu beruhigen.

„Keine Panik.“

Das klingt ungefähr so vertrauenerweckend wie ein Pilot, der durchsagt:

„Liebe Passagiere, das Triebwerk macht zwar seltsame Geräusche, aber genießen Sie bitte weiterhin den Bordservice.“

Inflation frisst die Geldbörse

Lebensmittel werden teurer.

Energie wird teurer.

Benzin wird teurer.

Eigentlich wird nur eine Sache nicht teurer:

Die Hoffnung vieler Kanadier.

Haus kaufen? Viel Spaß!

Wer bereits ein Eigenheim besitzt, freut sich über steigende Immobilienwerte.

Wer noch keines besitzt, darf sich die Immobilienpreise inzwischen meistens nur noch auf Immobilienportalen anschauen.

Die neue Definition von Wohneigentum lautet offenbar:

„Ein Traum mit monatlichem Newsletter.“

Junge Menschen spielen jetzt das neue Spiel: „Suche einen Job“

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.

Viele junge Kanadier suchen gleichzeitig:

  • einen Job,
  • eine Wohnung,
  • bezahlbare Lebensmittel
  • und den Sinn des Ganzen.

Die Reihenfolge variiert.

Trump sitzt mit am Küchentisch

Mehr als 70 Prozent der kanadischen Exporte gehen in die USA.

Das bedeutet: Wenn Donald Trump morgens schlechte Laune hat, bekommt Kanada nachmittags Magenschmerzen.

Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos sorgen dafür, dass Unternehmen Investitionen verschieben.

Oder wie ein Unternehmer es sinngemäß beschreibt:

„Ich würde ja investieren. Aber ich wüsste vorher gern, welche Zölle morgen gelten.“

Immerhin gibt es Hoffnung

Kanada verfügt über Rohstoffe, gut ausgebildete Fachkräfte, politische Stabilität und jede Menge Platz.

Es fehlt eigentlich nur noch die Kleinigkeit, diese Vorteile auch wirtschaftlich zu nutzen.

Bis dahin bleibt Premierminister Carney auf Werbetour rund um den Globus und versucht Investoren davon zu überzeugen, dass Kanada ein großartiger Wirtschaftsstandort ist.

Die Investoren antworten höflich:

„Klingt interessant. Melden Sie sich doch noch einmal, wenn Sie mit Trump fertig verhandelt haben.“

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