In Ontario, Kanada, hat ein Mann sich des 14-fachen Suizidbeihilfe schuldig bekannt. Über das Internet verkaufte er giftige Chemikalien an Personen weltweit, die er zuvor in Online-Suizidforen kennengelernt hatte. Etwa 1.200 Pakete wurden in rund 40 Länder verschickt, ein Viertel davon nach Großbritannien.
Die Familien der Opfer in Großbritannien zeigten sich enttäuscht, dass keine eigenen Anklagen gegen den Täter erhoben wurden. Stattdessen vereinbarte die britische Staatsanwaltschaft, dass die britischen Todesfälle bei der kanadischen Strafbemessung berücksichtigt werden, da ein eigenes Verfahren oder eine Auslieferung Jahre gedauert hätte.
Unter den Opfern waren mehrere junge Menschen, deren Familien den Verlust als tiefgreifend und unverarbeitbar beschrieben. Einige Familien fordern nun eine öffentliche Untersuchung, um ähnliche Tragödien zu verhindern.
Der Täter wurde nach einer umfangreichen internationalen Ermittlung verhaftet, an der mindestens elf Strafverfolgungsbehörden und Ermittler aus etwa einem Dutzend Ländern beteiligt waren. Zuvor hatte eine journalistische Recherche den Verkauf an junge Menschen aufgedeckt, einschließlich Anweisungen, wie die Substanzen verwendet werden könnten, um den Tod zu gewährleisten.
In Kanada können Personen, die Suizidbeihilfe leisten, gemäß Strafgesetzbuch zu bis zu 14 Jahren Haft verurteilt werden. Der Fall zeigt die Komplexität von Straftaten, die sich über Grenzen und digitale Plattformen erstrecken.
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