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Junggesellinnenabschied mit Folgen: Touristin beschädigt Renaissance-Statue in Florenz

acconsulenze (CC0), Pixabay
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Ein offenbar missglückter „Pre-Wedding-Challenge“ hat in Florenz zu Schäden an einem historischen Kunstwerk geführt. Eine 28-jährige Touristin steht im Verdacht, den berühmten Neptunbrunnen auf der Piazza della Signoria bestiegen und dabei Teile der Anlage beschädigt zu haben.

Nach Angaben der Stadt kletterte die Frau über eine Absperrung in den Brunnen und bewegte sich über die Figuren, um nicht ins Wasser zu treten. Dabei soll sie auf den Beinen einer Pferdeskulptur gestanden und sich an einem Fries festgehalten haben. Ihr eigenes Motiv gab sie gegenüber der Polizei ungewöhnlich offen an: Es habe sich um eine Art Mutprobe im Rahmen eines Junggesellinnenabschieds gehandelt.

Die Einsatzkräfte wurden schnell auf den Vorfall aufmerksam und forderten die Frau auf, den Brunnen umgehend zu verlassen. Bei einer späteren Begutachtung wurden „kleinere, aber erhebliche Schäden“ festgestellt – sowohl an den Pferdefiguren als auch an dekorativen Elementen. Die Reparaturkosten werden auf rund 5.000 Euro geschätzt.

Der Neptunbrunnen stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1559 im Auftrag von Cosimo I. de’ Medici errichtet. Er zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist ein bedeutendes Beispiel der Renaissancekunst.

Gegen die Frau wurde Anzeige erstattet. Die Ermittlungen laufen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Fälle ein: Bereits in den vergangenen Jahren hatten Touristen durch unbedachtes Verhalten Schäden an dem Denkmal verursacht. Die Behörden setzen daher zunehmend auf Überwachung und strengere Kontrollen, um die historischen Kulturgüter besser zu schützen.

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