Fifa-Präsident Gianni Infantino hat die explodierenden Ticketpreise für die Fußball-WM in den USA auf seine ganz eigene Art verteidigt: Wer knapp 2 Millionen Dollar für ein Finalticket ausgibt, bekomme von ihm persönlich einen Hot Dog und eine Cola serviert.
„Damit der Fan auch wirklich ein großartiges Erlebnis hat“, erklärte der Fifa-Chef gönnerhaft. Schließlich soll man bei einem kleinen Familienausflug ins Stadion nicht am Catering sparen müssen.
Hintergrund:
Für das WM-Finale in New Jersey wurden zuletzt Tickets für bis zu 2,3 Millionen Dollar angeboten – pro Stück, versteht sich. Dafür bekommt man zwar kein Haus mehr in Kalifornien, aber immerhin vermutlich einen halbwegs guten Blick aufs Spielfeld und eventuell funktionierendes WLAN.
Infantino sieht das Problem naturgemäß entspannt:
Nur weil Tickets für Millionen angeboten würden, heiße das ja nicht, dass sie auch jemand kauft. Das beruhigt natürlich Millionen Fußballfans weltweit enorm.
Außerdem seien die Preise völlig normal für amerikanische Verhältnisse. In den USA koste schließlich selbst ein durchschnittliches College-Spiel inzwischen ungefähr so viel wie ein europäischer Kleinwagen.
Die Fifa verweist stolz darauf, dass immerhin 25 Prozent der Gruppentickets für unter 300 Dollar erhältlich seien. Fußballromantik lebt also doch noch – zumindest für Menschen, die bereit sind, für drei Vorrundenspiele inklusive Motel und Flug etwa das Jahresbudget eines Kleinstaats auszugeben.
Besonders charmant:
Während Fans über astronomische Preise klagen, argumentiert die Fifa, die Tickets seien eigentlich noch zu billig, weil sie auf dem Schwarzmarkt sogar noch teurer weiterverkauft würden. Eine bemerkenswerte Definition von Verbraucherfreundlichkeit.
Immerhin reagierte Kanada inzwischen:
In Toronto dürfen WM-Tickets nur noch zum Originalpreis weiterverkauft werden. Ein geradezu revolutionärer Gedanke im modernen Fußballgeschäft.
Für Fans in den USA bleibt die WM dennoch ein Premium-Erlebnis:
Laut BBC muss ein England-Fan rund 6.500 Pfund einplanen, um nur die Gruppenspiele seiner Mannschaft zu besuchen. Unterkunft, Transport und Verpflegung natürlich ohne Goldrand-Hot-Dog von Gianni persönlich.
Die Karriere moderner Influencer kennt offenbar wirklich keine Grenzen mehr: Nachdem er...
BeiDie RedaktionDonnerstag, 07.05.2026China zeigt erneut, wie ernst Präsident Xi Jinping seinen „Anti-Korruptionskampf“ nimmt: Gleich...
BeiDie RedaktionDonnerstag, 07.05.2026Die EU feiert das Mercosur-Abkommen als historischen Meilenstein für fairen Handel. Kritiker...
BeiDie RedaktionDonnerstag, 07.05.2026Der deutsche Übersetzungssoftware-Anbieter DeepL plant einen umfangreichen Jobabbau. Etwa 250 Stellen fielen...
BeiDie RedaktionDonnerstag, 07.05.2026
Kommentar hinterlassen